kl. witwenrente + krankenvesicherung

von
cayenne

Mein Mann ist im Jahr 2001 verstorben. Ich erhalte eine kleine Witwenrente. Kleine intwenrente aus dem Grund, da mein Mann wohl nicht lange genug in die Rentenkasse eingezahlt hat.
Nun habe ich eine Frage zur Krankenkasse. Ich war eine zeitlang arbeitslos und war da über das Arbeitsamt versichert. Nun habe ich einen € 400,-- job und bin immer noch bei meiner Krankenkasse, allerdings müsste ich mich nun freiwillig versichern. Ich habe von meiner Krankekasse nun meine Versicherungskarte mit Rentner Status zugesandt bekomme. Meine Krankenkasse verlangt aber keine Beiträge von mir (und dies nun schon seit über 1 Jahr) Wie geht das denn? Bezahlt die Rentenversicherung die Beiträge? Ich wäre dankbar wenn mir jemand auskünfte geben kann.
Beste Grüße

von
Antonius

Als Bezieherin einer gesetzlichen Rente sind Sie automatisch in der GKV pflichtversichert. Das sollte eigentlich in Ihrem Witwenrentenbescheid vermerkt sein.

Experten-Antwort

Sofern Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind, behält Ihr Rentenversicherungsträger die Beiträge von der Rente ein und führt sie an die zuständige Krankenkasse ab. Dieses können Sie auch aus Ihrem Rentenbescheid entnehmen. Falls Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind, finden Sie dort neben der Bruttorente auch den zu zahlenden Krankenversicherungsbeitrag, der damit auch die Höhe Ihrer Nettorente festlegt. Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, wenden Sie sich doch einfach telefonisch an Ihren Rentenversicherungsträger, der Ihnen gerne weiterhilft.

Falls Sie den Anwort-Beitrag vom Teilnehmer "Antonius" gelesen haben sollten: Als Rentnerin sind Sie nicht automatisch in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert. Richtig ist, dass Sie mit einem Blick in Ihren Rentenbescheid prüfen können, ob in Ihrem Falle Versicherungspflicht besteht.

von
Antonius

Das stimmt natürlich ! Nicht alle Rentner sind in der GKV pflichtversichert.

MfG

von
Amadé

Hallo Antonius,

in Sachen KVdR/ PVdR empfehle ich Ihnen das Studium des folgenden links

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Krankenversicherung-der-Rentner.html

http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Pflegeversicherung-der-Rentner.html

Sind Sie anlässlich Ihrer Rentenantragstellung nicht gefragt worden, in welchen Krankenkasen Sie seit ../../19.. Mitglied gewesebn sind?

Es grüsst Sie

Amadé

von
Antonius

Vielen Dank für Ihre Hinweise, geschätzter "Amadé".
Aber so ganz neu war das nun auch wieder nicht für mich !
Gäbe es in diesem Forum eine Editierfunktion, hätte ich meinen Fehler schon längst korrigiert.

MfG

von
Schiko.

Ich denke mir dies so:

Zwischen einer geringen und einer kleinen witwen-
rente gibt es unterschiede.
Voraussetzung überhaupt hierzu sind fünf jahre
mindestbeitragszeit, sind sicher vorhanden.
Naturgemäß richtet sich auch witwenrente nach
der höhe des früheren jahresverdienstes und der
anzahl der beitragsjahre ihres ehemannes.

Die kleine witwenrente mit 25% wird ausbezahlt
wenn die begünstigte noch keine 45 jahre alt ist.
Die große witwenrente mit 60 bzw. 55%, erspare
mir einzelheiten, dies ist für sie derzeit nebengeleise.

Gehe davon aus, der verstorbene war nicht freiwillig,
sondern in der gesetzlichen pflichtversichert. Ist dies so,
begutachten sie die ihnen zuletzt im juni zugegangene
rentenmitteilung.
Bruttorente minus beitrag zur kranken/pflegever-
sicherung ergeben den betrag der nettorente der
auch auf konto gutgeschrieben wird.
Haben sie tatsächlich einen sogenannten 400 euro-
job ist der arbeitgeber für die abführung von 15%
RV. 13% KRV. und 2% steuer zuständig.
Dieser betrag wird auch in eine eventuell not-
wendig gewordene steuerberechnung bei ihnen
nicht mit einbezogen. AG. braucht keine steuerkarte.
Sobald sie 45 sind beantragen sie die große wit-
wenrente.

Mit freundlichen Grüßen.

von
lotscher

Werte Userin cayenne,

wenn Sie einen Bezug herstellen "kleine Witwenrente" wegen geringem Einkommen des verstorbenen Partners, ist das so keinesfalls zutreffend, hat miteinander nichts zu tun.

Die Gewährung einer "kleinen" oder "großen" Witwenrente resultiert aus gesetzlichen Festlegungen in einem anderen Zusammenhang.

Will hier nur zwei nennen.
1. Wenn Sie zum Zeitpunkt des Todes des Partners noch nicht 45 Jahre alt waren und
2.kein Kind erziehen, dass noch nicht 18 Jahre alt ist,
wird nur die kleine Witwenrente gewährt, haben Sie nur Anspruch auf 25% der errechneten Entgeltpunkte (EP)des Verstorbenen unabhängig davon, ob diese (EP) und die darauf beruhende Rente selber hoch oder niedrig ist.

Bei Erreichen des 45. Lbj. erhalten Sie dann die "große Witwenrente" die 60% oder 55% der (EP) des Verstorbenen umfaßt, abhängig von weiteren vorgegebenen Nebenbedingungen.