Klage zurück ziehen?

von
Klara63

Hallo
brauch mal wieder einen Rat. Habe am 01.02.08 Sozialklage eingereicht, da mir mein Widerspruch zur Teilhabe am Arbeitsleben abgewiesen wurde. Am 07.02.08 hatte ich einen Termin beim MDK. Dieses Gutachten bestätigt den Befund aus der Reha u. schlägt ebenfalls eine berufl.Reha vor.Gestern hatte ich ein Gespräch mit der KK. Sie schlagen mir vor die Klage zurück zuziehen, den Antrag auf berufl. Reha neu zu stellen.Sie stellen mir einen Positiven Bescheid in Aussicht. kann die KK das überhaupt,haben sie so viel Einfluß auf die RV? Was ist wenn es wieder abgelehnt wird. Hab eine Woche Bedenkzeit. Wer kann mir Rat geben?

von
KSC

die Krankenkasse hat wohl keinen Einfluß auf ein Verfahren bei der RV gegen die geklagt wird - insofern hat sich dieser Mitarbeiter sehr weit vorgewagt, falls er das wirklich gesagt hat.

Aber wer im Forum soll das beurteilen können?

Wenn der MDK Gutachter die berufl. Reha tatsächlich vorschlägt, steht Ihnen natürlich frei diesen Bericht sowohl dem Rententräger als auch dem SG vorzulegen.

Die RV kann auch im laufenden Klageverfahren eine Reha bewilligen, sollte sie neue Erkenntnisse gewinnen.

Aber von außen sind das alles Spekulationen.

von
Antonius

Sie sollten den Rat Ihrer Krankenkasse befolgen. Ein neuer Antrag wird garantiert schneller bearbeitet als Ihr eingeleitetes Klageverfahren. Und wenn sogar der MDK die Notwendigkeit einer beruflichen Reha-Maßnahme untermauert, dürfte eigentlich nichts schief gehen.

MfG

von
Rosanna

Hallo Klara63,

ich tendiere auch eher zur vorgeschlagenen Vorgehensweise von KSC.

Legen Sie den Bericht des MDK dem SG und dem RV-Träger (hier: mit einem neuen Antrag und dem Hinweis, dass ein Doppel an das SG gesandt wurde) vor.

Wie die KK einen positiven Bescheid "voraussehen" kann, entzieht sich meiner Kenntnis und entbehrt eigentlich auch jeglicher Grundlage!

Die Klage würde ich nicht zurücknehmen!

MfG Rosanna.

von
bekiss

Ich würde die Klage nicht zurücknehmen, sofern das neue Gutachten derartig zu meinen Gunsten votierte. Wenn Sie die Klage zurücknehmen, bleiben Sie übrigens auch auf den Kosten (z. B. Anwaltskosten) sitzen. Der Meinung, das MdK-Gutachten dem Gericht vorzulegen und die weiteren Einlassungen der Deutschen Rentenversicherung zur Sache abzuwarten, kann ich mich anschließen.

Die Krankenkasse hat keinerlei Einfluß oder Mitsprachemöglichkeit. Das MdK-Gutachten ist für die Deutsche Rentenversicherung nicht bindend und insofern nicht voraussehbar, ob bei einer Klagerücknahme dem neuen Antrag entsprochen würde. Sollte das nicht der Fall sein, fangen Sie das ganze Theater (Widerspruch, Klage...) wieder ganz von vorne an. Dann dauert es wirklich richtig lange!

Experten-Antwort

Auf Entscheidungen der Deutschen Rentenversicherung hat eine Krankenkasse keinen Einfluss. Für eine Klagerücknahme sehe ich daher keinen Anlass. Ich empfehle Ihnen das Gutachten dem Gericht und auch Ihrem Rentenversicherungsträger vorzulegen.