Klassische Riester oder Fondgebundene Riester/DWS Riester

von
Helene

Hallo, bin verheiratet, 1 Kind, Minijob/400,00 €. Habe eine fondgebundene Riester. Jetzt will der Versicherungsmakler meine Riester Rente in die DWS haben. Ich weiß nicht so recht was ich hier machen soll. Klassisch oder Fondgebunden. Geht es ihm nur um seine Provision. Wäre sehr nett, wenn hier jemand ist, der mir weiterhelfen kann.

von
Tina

Vor einer Unterschrift dürfte sich eine Beratung bei der Verbraucherzentrale immer rechen - nicht vergessen, die Unterlagen zu beiden Anlageformen mit hinzunehmen. Denn sicher ist nur, dass Sie bei jeder Umschichtung Provisionen und Bearbeitungsgebühren zahlen, beurteilen wird es hier aus der Ferne ohne die ganzen unterlagen niemand können!

von
Versicherungsverunsicherer

Hi,

es gibt einen Trick bei Versicherungsberatern wie sie ihr Gehalt optimieren: Ab und zu empfiehlt man seinen Kunden seinen Vertrag zu wechseln ("Wissen Sie, der läuft ein bisserl schlecht - da gibt es inzwischen bessere"). DerTrick: Durch einen Neu-Abschluss verdient er Provisionen. Ihr Nachteil: Sie haben schon für den ersten Vertrag Abschlusskosten bezahlt. I.d.R. frisst ein Abschluss einer Riester-Versicherung in den ersten 5 Jahren die staatlichen Zulagen auf. Nachvollziehen können Sie das an Ihren Standmitteilungen (jährlicher Info-Brief der Vesicherung in der sie Kosten und Wertentwicklung aufzeigen muss).

Ein neuer Abschluss bedeutet wieder mind. 5 Jahre abgespeckte Renditeentwicklung. Wechseln ist schon von daher meist teuer.

Das kommt hinzu: Man kann ja meinen, eine Riester-Versicherung sei gut, weil sie einen Garantiezins hat und schon jetzt fest steht, was später an Rente fließt. Doch fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen haben diese Sicherheit nicht, weil sie einen Teil Ihrer Beiträge in Aktienfonds investiert. Und wie die sich entwickeln weiß niemand.

Hinzu kommt oft ein doppeltes Kosten-Korsett: Man zahlt zum einen die Verwaltungskosten einer Versicherung plus die Fondskosten (Ausgabeaufschläge etc.).

Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Versicherungsmakler und fragen Sie ihn direkt ins Gesicht, wie viel Provision er für den Wechsel bekommt. Und dann fragen Sie ihn: Wer bezahlt Ihre Provision? Die Antwort: SIE.

Wechseln = bitte, bitte ganz kritisch sein und nur machen, wenn das erste Produkt wirklich unterirdische Renditen zeitigt. Tests zu den einzelnen Produkten gibt es bei www.test.de

von
Nix

Hallo Helene!
Lassen Sie alles so wie es ist. Der einmal abgeschlossene Vertrag sollte nicht verändert werden.
Das kostet Ihnen nur zusätzliche Provision.
Der Einzige, der hierbei verdienst, ist Ihr Versicherungsvertreter.
Viele Grüße
Nix

von
Nix

Die Provisionen müssen neuerdings bei Neuvertragsabschlüssen detailliert ausgewiesen werden.

Lasse Sie sich diese zeigen und fragen Sie Ihren Vertreter, ob er auf dieses Geld angewiesen ist. Dann schlagen Sie ihm vor, ihm dieses Geld aus Ihrer Privatschatulle zu leihen oder zu schenken.

Den Vertrag würde ich auf keinen Fall besparen. Das ist verlorenes zusätzliches Geld.

Viele Grüsse
Nix

Experten-Antwort

Hallo,

seitens der gesetzlichen Rentenversicherung kann Ihnen keine Hilfestellung bezüglich Ihrer Entscheidung, welche Altersvorsorgeform Sie am besten wählen, gegeben werden.
Die gesetzliche Rentenversicherung kann beispielsweise Fragen zur Zulagenberechtigung, Zulagenhöhe oder zur Höhe der gesetzlichen Altersrente beantworten.
Als Ansprechpartner für Ihre Anfrage könnte vermutlich die Verbraucherzentrale fungieren.