Können meine Kinder mich in eine psychosomatische Reha begleiten?

von
Mike Ridder

Hallo,

ich bin verheiratet und habe zwei Kinder (8 und 6 Jahre), die beide ab dem kommenden Sommer schulpflichtig werden. Meine Hausärztin rät mir aufgrund meiner Depressionen und weiterer Vorerkrankungen zu einer Rehabilitation. Ich bin in Teilzeit berufstätig als Lehrer für medizinische Assistenzberufe (65 % Stellenanteil). Meine Frau und ich teilen uns die familiäre Sorge um unsere Kinder, daher ist organisatorisch ziemlich schwierig, meine Ehefrau mit der elterlichen Sorge allein zu lassen, da sie ebenfalls berufstätig als Lehrerin ist. Daher stellt sich mir die Frage, ob mich meine Kinder im Sinne einer Vater-Kind-Kur mit in die Reha begleiten können und wie sich deren Versorgung und Betreuung dort darstellt?
Ich danke Ihnen im Voraus für Ihr Engagement und Ihre Mühen.
Mit freundlichen Grüßen
Mike Ridder

von
Claudine

Ja, das geht. Ich musste meine Tochter auch mitnehmen.
Wenn die Kinder schon in der Schule sind, gehen sie dort dann auch in die Schule, danach in eine Betreuung. Die Kinder werden wieder zur Klinik gebracht und dort kümmern Sie sich eben selbst.

Ich gebe aber zu bedenken, dass man selbst mit dem Kopf nicht bei der Reha ist. Immer mit einem Ohr bei den Kindern und das ist nicht Sinn der Reha. Man soll sich ja auf sich selbst besinnen. Für manche Kinder ist es auch sehr schwierig, sich einzugewöhnen.

Ich würde es so nicht mehr machen.

von
Jana

Ich kann mich nur anschließen. Alleine fahren.

Sie werden ihre Kraft für sich brauchen.

Ihre Frau schafft das schon.

Mein Mann hat es trotz Vollzeitarbeit auch geschafft, sich um die Kinder zu kümmern.

von
Siehe hier

Ganz aktuell gerade ein sehr ähnlicher Beitrag, bei dem es schon eine Expertenantwort gibt:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/moeglichkeit-familienreha.html

von
andere Lösung

Die Mutter des besten Freundes meines Sohnes in der Grundschule musste auch zur Reha. Sie hat bei der DRV die Kostenübernahme für eine Haushaltshilfe beantragt. In der Praxis lief das dann so ab, dass ihr Sohn nach der Schule mit zu uns kam. Es gab Mittagessen, die Hausaufgaben wurden gemacht und die zwei haben gespielt. Außerdem habe ich mich noch um die Wäsche von der anderen Familie gekümmert. Abends kam dann der Vater vorbei und hat den Jungen abgeholt. Geputzt und eingekauft haben sie selbst.
Für mich war das ein netter Hinzuverdienst, die Mutter konnte sich auf ihre Gesundheit konzentrieren und die Kinder waren happy.
Vielleicht würde sich was ähnlich auch bei Ihnen organisieren lassen.

Experten-Antwort

Guten Morgen,

grundsätzlich besteht die Möglichkeit im Rahmen der Haushaltshilfe unter den Voraussetzungen des § 74 SGB 9. Den Rat von Claudine möchte ich zu Bedenken geben, denn dieser deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Sofern Sie an Ihrem Wunsch festhalten die Kinder mitzunehmen, sollten Sie dies im Antrag vermerken, damit eine geeignete Einrichtung (einschl. altersgerechter Kindermitnahme) gewählt werden kann.
Freundliche Grüße
Ihr Expertenteam

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