Kombination Brutto-Gehaltsumwandlung mit Riester

von
Stephan

Mich interessiert, ob in meinem Fall eine Kombination der betrieblichen Altersvorsorge (Direktzusage) mit der kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge (Riesterfond) aus steuerlicher Sicht sinnvoll ist! Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet, 1 Kind; Haupternährer. Durch Schule und langes Studium habe ich eine Versorgungslücke. Betrieblich kann ich maximal 4800 Euro meines Gehalts umwandeln lassen. Was passiert, wenn ich zusätzlich zur Gehaltsumwandlung in einen staatlich geförderten Riesterfond über den Mindesteigenbetrag einbezahle? Ist dann die Rendite noch interessant? Sollten diese Beträge besser in einen "normalen" Fond eingezahlt werden? Welche Auswirkungen hat eine solche Kombination zweier Vorsorgeprodukte auf die Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung?

von Experte/in Experten-Antwort

Die von Ihnen angesprochene „Kombination“ ist möglich und grundsätzlich sinnvoll, da der steuerliche Anreiz gerade darin steckt, dass eine nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase stattfindet, wo das zu versteuernde Einkommen geringer sein dürfte als in der Ansparphase. Ob die Beiträge über dem Mindesteigenbeitrag besser in einen normalen Fond gezahlt werden hängt u.a. vom jeweiligen Produkt und ob eventuell ein Sonderausgabenabzug gemäß § 10 EStG in Frage kommt ab. Über diese Fragen sollten Sie sich bei einem Steuerberater informieren oder aber einen unserer Kurse „Altersvorsorge macht Schule“, welche zur Zeit in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen angeboten werden, besuchen.