Hallo Forenmitglieder,
mein Mann ist vor kurzem 45 geworden und hat vorher noch den Kontenklärungsantrag mit Angabe zu den bisher ungeklärten Zeiten eingereicht. Bei ihm geht es nur um einen einzigen nicht belegten Monat zwischen dem Ende einer Weiterbildung als Leistung zur Teilhabe (06/2001, Arbeitsagentur als Kosten- und Leistungsträger) und der Aufnahme einer abhängigen Beschäftigung (08/2001). Im fehlenden Monat Juli 2001 war er arbeitslos gemeldet, aber ohne weiteren Anspruch auf Alg, daher auch nicht rentenversichert. (Bei dieser Gelegenheit fällt mir noch eine Frage ein: Hätte die Arbeitsagentur nicht aufgrund der Arbeitslosmeldung nach Abschluß der Weiterbildung von sich aus Anschlußübergangsgeld zahlen müssen?)
Zwei Schreiben der Arbeitsagentur, die wir eingereicht haben, belegen, daß mein Mann im fraglichen Zeitraum arbeitslos war. Offizielle Unterlagen zur Arbeitslosigkeit in diesem Zeitraum existieren leider nicht mehr, diese wurden bereits von der Arbeitsagentur vernichtet. Im heute eingegangenen Bescheid der DRV wird der fehlende Zeitraum nicht als Anrechnungszeit berücksichtigt mit der Begründung, er sei nicht nachgewiesen worden.
Wir befürchten, daß dieser eine kleine Monat eine ordentliche Lücke in der Altersrente reißen kann, und wollen deshalb Widerspruch einlegen. Kann uns jemand sagen, inwieweit nicht offizielle Schreiben wie die beiden Einladungen der Arbeitsagentur zum Voranbringen der Stellensuche - eines davon mit Datum 18.07.2001 und Titel "Stellenmarktoffensive 2001"! - anerkannt werden müssen?
Besten Dank im voraus für hilfreiche Antworten und viele Grüße
Koulchen