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Korrektur der Witwenrente aufgrund fehlender Anrechnungszeiten

von
Dorothea

Ich beziehe seit 3 Jahren Witwenrente. Mein verstorbener Mann war Soldat im 2. Weltkrieg und anschließend 4 Jahre in Gefangenschaft. Die entsprechenden Nachweise hierfür liegen mir noch vor.

Nach Durchsicht der Rentenversicherungsunterlagen meines verstorbenen Mannes, musste ich feststellen, dass die oben genannten weit zurückliegenden Zeiten in der Rentenberechnung fehlen. Die Berechnungen beginnen erst im Jahr 1949.

Meine Frage:

Ist ein Antrag auf Neuberechnung der Witwenrente unter Berücksichtigung der bisher fehlenden rentenrechtlichen Zeiten (Soldat/Gefangenschaft) möglich und wenn dem so ist, wie soll ich in diesem Fall weiter vorgehen?

von
LS

Userin Dorothea, bitte sehen Sie sich den Rentenbescheid ihres verstorbenen Gatten noch mal an.

Zeiten der Kriegsgefangenschaft gelten als Ersatzzeiten.
Die Anzahl Monate müssten in Anlage 4 des Rentenbescheides unter
&#34;Bewertung beritragsfreier Zeiten &#34; aufgeführt sein.
und da dann unter Ersatzzeiten.
Die Bewertung erfolgt mit dem Gesamtleistungswert in voller Höhe.

Zu Prüfen wäre auch, ob in der gleichen Anlage 4, gleiche Gruppierung, eventuell Monate mit der Bezeichnung &#34;Pauschale Anrechnungszeit&#34; aufgeführt sind.

Die Bewertung ist wie die für Ersatzzeit.

Bei der Berücksichtigung von pauschaler Anrechnungszeit handelt es sich um vorhandene Lücken bis Dez. 1956, die nach besonderen Rechenvorschriften ermittelt werden und oft günstiger wirkt, als wenn geringe nachgewiesene Verdienste berücksichtigt werden.

Wenn keiner der beiden genannten Sachverhalte sich finden läßt, ist die Gefangenschaft in jedem Fall mitzuteilen, die als Ersatzzeit zu berücksichtigen wäre und auch eine Neuberechnung der Witwenrente mit besseren Ergebnissen zur folge hätte.

von
Wolfgang

&#62; Zeiten der Kriegsgefangenschaft gelten als Ersatzzeiten.
Die Anzahl Monate müssten in Anlage 4 (...)

Wenn, dann sind die Zeiten bereits im Versicherungsverlauf/Anlage 2 aufgeführt. Fehlen sie da, kann es auch keine Bewertung für nicht anerkannte Ersatzzeiten geben.

Ansonsten, wie von LS dargestellt, ist die &#39;Berechnung&#39; dieser Zeiten in Anlage 4 zu finden. (Es sei denn, Sie haben noch einen Uralt-Bescheid, da waren die Berechnungsanlagen noch ein wenig anders sortiert.)

Gruß
w.

von
Rosanna

WENN die Zeit des Kriegsdienstes und der Kriegsgefangensschaft denn tatsächlich fehlen, stellen Sie bei der DRV unter Vorlage entsprechender Nachweise einen Überprüfungsantrag.

Die Neuberechnung erfolgt ggfls. aber leider nur für 4 Jahre zurück - § 44 Abs. 4 SGB X -!

2008 = Antrag, Neuberechnung ab 01.01.2004 (vorausgesetzt natürlich, Sie hatten dort schon einen Witwenrentenanspruch!)

Also möglichst noch 2008 den Antrag stellen, sonst &#34;verschenken&#34; Sie u.U. 1 Jahr Rentennachzahlung!!!

von
Rosanna

Berichtigung: Vergessen Sie das mit den 4 Jahren! Ich habe Ihren Beitrag nochmal gelesen: Sie beziehen ja erst seit 3 Jahren W-Rente...

von
Michael1971

dass mit den vier Jahren ist durchaus richtig und wichtig, da die Witwe als Sonderrechtsnachfolgerin ja u.U. auch von der Neuberechnung der vorhergehenden Versichertenrente profitiert:-)

von
psychoonkel

Es handelt sich wohl eher um eine Pseudobezeichnung der Medizinlobby, um scheinbar Kranke mit unendlichen Therapien drangsalieren und die Sozialkassen plündern zu können.

von
Schwarzwälder

Vielleicht handelte es sich auch um einen Berufssoldaten (Verpflichtung auf mindestens 12 Jahre)? Dann wäre zu prüfen ob eine fiktive Nachversicherung G 131 stattgefunden hat. Wenn nicht, wäre dies leider nicht mehr möglich und nur noch die Zeit der Kriegsgefangenschaft ab dem 09.05.45 als Ersatzzeit anrechenbar.

Experten-Antwort

Hallo Dorothea,

Zeiten des geleisteten Kriegsdienstes und der anschließenden Gefangenschaft sind rententechnisch Ersatzzeiten. Wir empfehlen daher formlos beim Rententräger die Neufeststellung der Witwenrente unter Vorlage des Entlassungsscheines (D 2 Schein) zu beantragen. Sofern Ihr verstorbener Ehemann Beamter war, sind diese Zeiten bereits im Festsetzungsblatt der Pension mitberücksichtigt. Ein Antrag auf Neuberechnung wäre dann nicht notwendig.

von
Wolfgang

&#62; Dann wäre zu prüfen ob eine fiktive Nachversicherung G 131 stattgefunden hat. Wenn nicht, wäre dies leider nicht mehr möglich (...)

Seit wann nicht mehr möglich ? Den letzten Nachversicherungsantrag hab ich vor 2-3 Monaten in der Hand gehabt.

EZ Wehrdienst vor 09.05.45 ist auch weggefallen ?

Gruß
w.

von
Schwarzwälder

Ansprüche nach G 131 mussten bis 30.09.94 geltend gemacht werden. Danach ist die Regelung weggefallen und es wurden nur Bestandsfälle vom DKfAG übernommen. Einen Antrag in der Hand zu halten und ihn zu genehmigen ist zweierlei.

von
Wolfgang

94 schon ? ...dann sind das bei mir wohl alles Bestandfälle gewesen in den 1,5 Jahrzehnten. Witwenrenten, wo der Verstorbene diese längeren Deinstzeiten hatte, die ganz früher mal so einfach als EZ berücksichtigt worden sind und neu aufzurollen waren.

Danke für die Info.

Gruß
w.