krank in Reha, aber arbeitsfähig entlassen

von
Herz1952

Ich habe nichts von Kundenservice gesagt, sondern hatte es von Leistungen, die eigentlich gesetzlich vorgeschrieben sind. Das ist kein Service, sondern Pflicht.

Der "Kundenservice" hat so wie so nichts zu bestimmen, das sind nur noch Wunsch- und Antrags-Empfänger und Weiterleiter an die betreffende bestimmende Stelle, sonst nichts mehr. Deshalb wird auch daran gespart (Stichwort: Online).

Es gibt auch heute noch irrsinnige Werbung der einzelnen Kassen. Unter anderem die "Gesundheitswatch", die eigentlich keinen nachweisbaren Nutzen hat. Auch ein Jogger mit normalem Cholesterinwert kann einen Herzinfarkt erleiden. Die Zahl der Herzinfarkte ist sogar gleich zwischen Menschen mit zu hohem Cholesterinwert und denen mit Normalwerten. Da ist noch zu viel unbekanntes dabei. Außerdem verfliegt die Begeisterung dafür relativ schnell seitens der Anwender.

Auch der berühmte Satz der Krankenkassen "Es freut uns Ihre Angehörigen beitragsfrei mitversichern zu können" suggeriert, dass andere Kassen das nicht machen.

Das sollte man bitte nicht verwechseln.

Letzte Woche hat übrigens eine Kasse eine sogenannte Nicht-Wechselprämie oder Bonus - kann man nennen wie man will - an ein Mitglied zahlen wollen, das gekündigt hat. Das hat natürlich die andere Kasse mitbekommen und natürlich dagegen protestiert -zurecht - und auch anderen Kassen passte das natürlich nicht. Gesetzlich ist es auch verboten - wenn es denn öffentlich wird.

Daran sieht man doch, wie hart der Kampf und jeden Beitragszahler geführt wird, von dem man natürlich glaubt, man profitiert davon. Soweit mir bekannt ist, ist auch die Mitgliederzahl relevant beim Griff in den "Topf".

Der RSA, war vielleicht eine sehr gute Idee, aber daran liegt es nicht, dass der Konkurrenzkampf nicht gedämpft wurde.

Vergleichen Sie auch bitte nicht den MDK mit den Gutachtern, die die RV einschaltet. Der MDK sollte eigentlich aus guten Gründen neutral sein. Das ist er beileibe nicht, sondern dient ausschließlich den Krankenkassen. Dagegen hatten natürlich die Krankenkassen etwas.

Soll aber nicht heißen, dass nur falsche Gutachten ausgestellt werden. Mir wurde aber komischerweise vorgeworfen, dass ich noch keine Reha hatte und deshalb wollten sie (die KK) mich nicht, sondern: "Wir schicken Sie zum Arbeitsamt". Ich bin beileibe kein Einzelfall, auch nicht bei unserem örtlichen MDK. Die falsche Entscheidung hat die KK getroffen. Die hat sich nicht dafür interessiert, was der Gutachter geschrieben hat (soll prüfen, ob Verweisungstätigkeit möglich).

Aber die ganze Sachlage ist viel zu komplex, dass jemand überhaupt voll durchblicken kann. Solche Schreiben mit Einstellung des KG gehen - soweit mir bekannt ist - ohne Rechtsbehelfsbelehrung raus. Das suggeriert wiederum, dass es nicht möglich ist, Widerspruch einzulegen. Es wird also wieder die Unwissenheit des Patienten ausgenutzt. Aber auch die Krankenkasse müsste sich eigentlich darüber im klaren sein, dass in solchen Fällen die Widerspruchsfrist (keine Belehrung) innerhalb eines Jahres möglich ist.

In der Selbstverwaltung der Krankenkassen sitzen die Arbeitgeber mit 50 % und die Versicherten mit 50 %, obwohl die Versicherten mehr zahlen. Allerdings sind die Versicherten auch bei evtl. den gleichen Arbeitgebern beschäftigt.

Genießen wir lieber noch den Rest des Sonntages.

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Ich habe nichts von Kundenservice gesagt, sondern hatte es von Leistungen, die eigentlich gesetzlich vorgeschrieben sind. Das ist kein Service, sondern Pflicht.

Sie haben bestritten, dass die Krankenkassen unter einem nie zuvor dagewesenen Sparzwang stehen, seitdem der Gesundheitsfond eingeführt wurde.
Auch haben Sie suggeriert, dass alleine die Selbstverwaltungen der Krankenkassen das Sagen haben und nicht der Gesetzgeber.
Zitiert von: Herz1952

Wenn Sie meine Beiträge richtig gelesen hätten, wüssten Sie,....

Das sollten Sie auch mal tun.;-)
Zitiert von: Herz1952

Aber in Deutschland kostet ja auch ein kleiner Kratzer an der Stoßstange in Wagenfarbe ca. 500 Euro und jeder Autobesitzer zahlt das über seine Haftpflichtversicherung mit.

Nicht der Kratzer kostet 500 Euro, sondern der Austausch der Stoßstange in Fahrzeugfarbe.
Was das allerdings mit der gesetzlichen Pflicht-Krankenversicherung zu tun hat, verstehen vermutlich nur Sie.;-)

Ich wünsche Ihnen ebenfalls einen schönen Rest-Sonntag!

von
TE

Ist ja unglaublich, was für einen "Zweikampf" zwischen Schorsch und Herz 1952 ich mit meiner
Frage ausgelöst habe.

von
Punktrichter

Zitiert von: TE

Ist ja unglaublich, was für einen "Zweikampf" zwischen Schorsch und Herz 1952 ich mit meiner
Frage ausgelöst habe.

Sieger nach Textanzahl und Textlänge ist eindeutig @Herz1952.
Seine Text-Inhalte haben aber eher Stammtisch-Niveau und man muss schon viel Langeweile haben, wenn man diese meterlangen Endlos-Texte überhaupt vollständig liest.....;-)

von
Herz1952

Dann haben eben Ärztezeitungen und Gerichtsurteile Stammtischniveau (smile).

Wer ist so dumm und liest diese auch, wenn sie denjenigen nicht interessieren (smile).