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Krankengeld oder Übergangsgeld?Zzt. AU, Reha beantragt!

von
helftmir

Guten Tag.
Ich google seit Tagen, finde jedoch die Lösung für meine Frage nicht.

Ich bin zur Zeit AU (5 Wochen) und falle in einer Woche ins Krankengeld.
Die Krankschreibung wird sicher noch Wochen dauern.
Meine Arbeitsstelle habe ich verloren (gekündigt zum Ende diesen Monats).
Ich habe ALG1-Restanspruch von 5 Monaten.

Meine Frage:
Die höhe meines Krankengeldes ist mir bekannt (vom letzten Gehaltsnetto). Da ich ab Mai keinen Job mehr habe, jedoch weiterhin AU geschrieben bin, erhalte ich weiter KG und kein ALG1.
Ich werde nun von selbst aus einen Rehaantrag beim Rententräger stellen.
Kann sein, dass die Kasse mich auch auffordern wird.
Bis zur Entscheidung ob eine Reha genehmigt wird, erhalte ich ja weiterhin KG, wenn ich weiterhin krankgeschrieben bleibe.

Aber:
Wenn nun die Reha/Umschulung genehmigt werden sollte, falle ich ja ins Übergangsgeld.
Aber wie wird dieses berechnet?

a) vom letzten Gehalt (1 Monatsgehalt als Basis) Also ca. so hoch wie mein Krankengeld
b) von den letzten 12 Gehältern? (Ich war aber nur 3 Monate beschäftigt! Davor 5 Monate ALG1 und davor 12 Monate Teilzeitjob!)

Es muß doch eine ganz einfache Formel dafür geben? Jeder sagt mir was anderes...

PS: Ich habe seit über 24Jahr in die Rentenkasse als angestellte einbezahlt!

danke

Experten-Antwort

Das Übergangsgeld bei einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben berechnet sich zum einen aus dem Tariflohn für Ihre Tätigkeit zum anderen auch aus Ihrem tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt.

Der höhere Wert aus der Berechnung ist ausschlaggebend.

Maßgeblich ist Ihre zuletzt ausgeübte Beschäftigung vor dem Bezug von Kranken- und Arbeitslosengeld.

von
Nix

Hallo helftmir!

Das Übergangsgeld berechnet sich wie folgt:

Das tatsächlich zuletzt erzielte Arbeitsentgelt (letzer Monat, in dem Sie voll einen vollen Monat gearbeitet haben) wird mit dem Tarifentgelt von heute verglichen.

Beispiel:
Umschulungsbeginn: 01.02.2010
3-Jahreszeitraum 01.02.2007 -31.01.2010

In diesem 3-Jahreszeitraum müssen Sie gearbeitet haben, damit das Tarifentgelt von heute, welches also für Ihren zuletzt ausgeübten Beruf in der Zeit 01.01.2010 bis 31.01.2010 laut Tarifvertrag gültig ist,mit dem letzten Arbeitsentgelt, welches Sie in den letzten 3 Jahren erzielt haben, verglichen werden kann.
Massgebend ist der höhere Wert. Wenn Sie also im 3-Jahreszeitraum im letzten Beschäftigungsmonat mehr Monatsbruttogehalt erzielt haben, als das Tarifentgelt im Januar 2010, dann wird das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt für die weitere Berechnung herangezogen; sonst ist das Tarifentgelt massgebend, welches für den von Ihnen zuletzt ausgeübten Beruf.

Maßgebend für die Auswahl des Tarifentgeltes ist der Beruf, den Sie zuletzt überwiegend ausgeübt haben.
Die Ermittlung des Tarifentgeltes ist eine individuelle Sache und wird vom Sachgebietsleiter der Abteilung Rehabilitation in der Deutschen Rentenversicherung aufgrund der individuellen Umstände, welche aus Ihrer Akte hervorgehen, berechnet.

Deshalb kann ich dazu keine Auskünfte geben. Normalerweise muss aber die letzte ausgeübte Beschäftigung genommen werden und hierbei das Vollzeitarbeitsentgelt berücksichtigt werden, welches Sie in diesem Beruf verdient hätten. Ausbildungsgehälter sind hier nicht relevant.

Gehen wir also von einem Beispiel aus aufgrund Ihrer Angaben:

Beispiel:
Tarifentgelt im Monat Januar 2010 = EUR 2.500,--

Kürzen auf 65% = EUR 1.625,--

Hiervon 68% = EUR 1.105,-- monatlicher Übergangsgeldauszahlbetrag, wenn Sie keine Kinder haben,

sonst 75% = EUR 1.218,75,-- monatlicher Auszahlbetrag Übergangsgeld, wenn Sie Kinder unter 18 Jahren haben.

Einer dieser beiden Übergangsegldbeträge(Nettobeträge), je nachdem ob Sie Kinder haben oder nicht, dürfte bei Ihnen als monatliches Übergangsgeld zur Auszahlung kommen.

Zusätzlich steht Ihnen möglicherweise Verpflegungskostenzuschuss in Höhe von monatlich EUR 70,30 bzw. täglich EUR 3,80 und Anspruch auf Fahrkosten in voller Höhe, wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren bzw. in Höhe von EUR 0,20/KM, wenn Sie mit dem Pkw fahren, zu.

Kosten für Lehrmittel wie zu beschaffende Bücher für die Schule werden nach Vorlage von Notwendigkeitsbescheinigungen ebenfalls voll erstattet.

Viele Grüsse
Nix