Krankenkasse setzt mich unter Druck / Reha in Begleitung von zwei Kleinkindern trotz Corona?

von
Schorsch

Zitiert von: Ella

Ich habe jahrzehntelang sehr hart gearbeitet und selbstverständlich immer meine Versicherungsbeiträge eingezahlt. Wer, wenn nicht die Kranken-Versicherung soll weiterhelfen, wenn man ernsthaft erkrankt? Eine Arbeitsunfähigkeit sucht man sich weiß Gott nicht aus.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Versicherten MitwirkungsPFLICHTEN haben.

Arbeitnehmer können auch nicht einfach wegen "Corona-Angst" zuhause bleiben und weiterhin Lohn von ihrem Arbeitgeber verlangen.

Da frühestens in einem Jahr mit einem Corona-Impstoff gerechnet wird, werden Sie wohl oder übel lernen müssen, bis dahin mit diesem Virus zu leben.
Genauso wie jeder andere Bürger.

Sollten Sie nicht reiseunfähig sein, hat ihre Krankenkasse das Recht auf ihrer Seite.

Wenn jeder Versicherte einfach so eine bewilligte Reha-Maßnahme wegen "Corona-Angst" bis auf weiteres absagen dürfte ohne seinen Krankengeldanspruch zu gefährden, wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

Wer das nicht einsehen will, hat Scheuklappen vor den Augen.

MfG

von
nur mal so

@ Schorsch

Die DRV hat schon wiederholt die mit ihr kooperierenden Rehakliniken zu Aufnahmestopps aufgefordert - zuletzt so lange, wie die Maßnahmen der Bundesregierung gelten. Siehe hier:

https://www.degemed.de/wp-content/uploads/2020/04/RS_Nr_22_2020.pdf

Warum macht die DRV das wohl?

von
Mal nachgedacht

Zitiert von: nur mal so
@ Schorsch

Die DRV hat schon wiederholt die mit ihr kooperierenden Rehakliniken zu Aufnahmestopps aufgefordert - zuletzt so lange, wie die Maßnahmen der Bundesregierung gelten. Siehe hier:

https://www.degemed.de/wp-content/uploads/2020/04/RS_Nr_22_2020.pdf

Warum macht die DRV das wohl?

In der Zwischenzeit haben viele Kliniken Sicherheitsstandards wie Abstandsregelungen, Hygieneregelungen u.s.w. eingeführt und in Absprache mit den zuständigen Behörden wieder geöffnet. Warum machen die Kliniken das wohl?

von
DaVi

Hallo,
der Leitspruch heißt mormalerweise Reha vor Rente.
Machen Sie doch ihrer Krankenkasse den Vorschlag, einen EM-Rentenantrag zu stellen.
Die KK darf Sie zu diesem nicht selbst auffordern.
Das Ziel der KK ist doch
a) eine weitere stringente Therapie
b) so schnell wie möglich das Krankengeld zu beenden.

Wenn Sie anstatt zur Reha gehen, gleich einen Rentenantrag stellen, wäre es wenigstens ein Schritt auf die KK zu.
Sofern Sie davon ausgehen, dass die AU auch länger läuft, kann der RV-Träger dann evtl eine EM-Rente auf Zeit prüfen.

Mfg

von
Max4.0

Nur, um die KK zufriedenzustellen, soll die Posterin einen EM-Antrag stellen?
Was ist das denn für ein Quatsch!

Im übrigen bedeutet das mitnichten, dass sie nicht doch zur Reha muss.
Wie Sie bereits richtig gesagt haben, "Reha vor Rente".

von
DaVi

Hallo,
ich denke nicht, dass das Quatsch ist.
Ich verfolge eher den pragmatischen Ansatz. Womit ist der Versicherten am meisten geholfen?
Ein Reha-Aufenthalt über so einen langen Zeitraum in Begleitung von Kleinkindern stelle ich mir auch nicht sehr angenehm und gesundheitsfördernd vor.
Eine EM-Rente kann gezahlt werden, wenn die Krankheit mehr als 6 Monate und dauert und die Prognose auf weitere AU vorliegt.
Wenn die Vers. eine EM-Rente auf Zeit bekommt, kann sie sich ohne Einmischung der Krankenkasse um ihre Gesundung kümmern.
Ob es finanzell sinnvoll ist, lasse ich bewusst außen vor.
Man kann aber eben nicht alles haben.
Mfg

von
Ähnlich

Wenn jemand nicht von dem Partner und den 2 Kindern getrennt sein will wäre es förderlich keinen Rehaantrag zu stellen und ambulante Angebote zu nutzen.

von
Max4.0

@DaVI:
Der Posterin ist aber sicherlich NICHT geholfen, wenn sie nur, um ihrer Krankenkasse entgegenzukommen, die sich zudem äußerst fragwürdig verhalten hat, einen Antrag auf EM stellt, der auch je nach Fall gut und gerne ein Jahr lang laufen kann.

Die DRV wird zwar einen solchen annehmen; vorausgesetzt, die Posterin möchte das, was ich bisher nicht rauslese. Und mal allen Ernstes: Wer will in aller Regel frw. in die EM gehen? Dann wird der Rentenversicherungsträger aber sehen, dass bereits eine Reha bewilligt wurde. Ende vom Lied: Rehabewilligung bleibt / Reha vor Rente. Denn eine solche wäre nicht bewilligt worden, wenn keine Aussicht auf Erfolg bestünde.

von
Katinka1971

Aus eigener Erfahrung kann ich mich der einen Antwort nur anschließen. Versuchen Sie alleine zu fahren. Gerade bei dieser Art der Reha würde ich dazu raten. Das setzt einem zu. Man packt dann nicht noch zwei Kinder zu betreuen.
Und Kinder packen mehr als man glaubt. Ich war bei der 6wöchigen Reha wegen Depressionen, Zwänge,Panikattacken in einer 600 km entfernten Klinik. Ich habe nicht gedacht, dass ich das durchhalte so lange von meinem Kind getrennt zu sein. Aber es tat mir gut. 1x wurde ich besucht. Und war froh, als es vorbei war. Trotz aller Freude. Weil einen die Reha unheimlich viel Kraft fordert.

Bei der orthopädischen Reha habe ich die wöchentlichen Besuche genossen.

von
ruhrs

Andere Seite der Medaille: Einige private, psychosomatische Kliniken nehmen Rehabiltitanten auf, obwohl vor Ort Therapien und Sport ausfallen, Besuchsverbote und Quarantänemaßnahmen herrschen, also nichtmals das Gebäude verlassen werden darf. Sie halten damit hinterm Berg, was tatsächlich noch stattfindet, was den Sinn einer psychomatischen Kur ad absurdum stellt. Und das tun sie sicher nicht, weil sie um das Wohl ihrer Patienten besorgt sind, sondern um die Kursabstürze ihrer aktiennotierten Unternehmen. Hier werden ausgerechnet Psychosomatiker mit Krankengeldbezug allein gelassen und zerrieben zwischen den wirtschaftlichen Interessen von Krankenkassen und Privatkliniken. Das kann nicht Sinn der psychosomatischen Genesung sein, Patienten brauchen da Hilfe! Offensichtlich interessiert dieses Geschachere auf Kosten von Kranken bisher auch medial niemanden!

Bestehen Sie darauf, dass die Klinik Ihnen genau - schriftlich - sagt, was dort stattfindet und was nicht, welche Hygienemaßnahmen und evtl. Quarantänebeschränkungen vor Ort herrschen. Sprechen Sie dann mit Ihrem Hausarzt, der mit IHnen entscheidet, ob dies für Ihre Gesundheit förderlich ist oder eher das Gegenteil.