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Experten-Antwort

Krankenkasse stimmt Verschiebung REHA nicht zu

von jenoe27.02.2019 | 17:08
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Hallo, die Krankenkasse will einer Verschiebung eines REHA-Termines nach hinten nicht zustimmen. Begründung : eingeschränktes Dispositionsrecht; Reha-Kliniken sind aufgefordert den schnellstmöglichen Termin anzubieten uvm. Es wird mit Kürzung des Krankengeldes gedroht. Meine konkrete Frage ist nun: Ist es entscheidend ob der Antrag aufgrund der Aufforderung durch die Krankenkasse gestellt wurde? Im konkreten fall wurde der Antrag ohne Aufforderung gestellt. Die Krankenkasse schreibt, dass wir durch Antragstellung der Pflicht nachgekommen sind. Weitere Information: Bevor das Schreiben der Krankenkasse zur Einschränkung des Dispositionsrechtes vorlag wurde in Absprache mit der Reha-Einrichtung der Termin verschoben. Dieser Verschiebung widerspricht die Krankenkasse und droht mit Entzug des Krankengeldes ab dem zuerst zugesagten Aufnahmetermin. Ist dies rechtlich zulässig? Vielen Dank vorab für nützliche Informationen/Erfahrungen Jenoe

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Jenoe,

sofern ein Versicherter von sich aus bereits einen Antrag gestellt hat, kann die Krankenkasse das Dispositionsrecht grundsätzlich auch nachträglich einschränken.

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7 Antworten

Schorscham 27.02.2019 | 18:39
Auch wenn es manche Leute nicht gerne hören, handeln die Krankenkassen in den allermeisten Fällen korrekt. Und da das Dispositionsrecht auch rückwirkend eingeschränkt werden darf, sind Sie bezüglich der Terminverschiebung auf das Einverständnis Ihrer Krankenkasse angewiesen. Gute Besserung! MfG
Klugpuperam 27.02.2019 | 18:51
Weswegen wurde die Reha denn verschoben. Wenn es gute Gründe dafür gab, dann lässt sich auch dies rechtfertigen. (z. B. Reha-Fähigkeit vorläufig nicht gegeben)
Justusam 27.02.2019 | 19:09
So schlau sind die Krankenkassen auch. Wetten? Außerdem ist es selbstverständlich, dass eine Reha bei vorliegender Reha-Unfähigkeit nicht angetreten werden kann, auch nicht auf Druck einer Krankenkasse.
Danielaam 28.02.2019 | 10:25
Die Krankenkasse handelt zu recht, da du im Krankengeld Bezug verpflichtet bist, dich schnellstmöglich wieder herzustellen, um wieder arbeiten zu können. Deshalb die schnelle Reha. Aber, wenn es wirklich massive, gesundheitliche Probleme gibt, die eine sogenannte Rehafähigkeit nicht möglich machen, ist eine kurze Verschiebung bis zur Genesung durchaus möglich. Dazu müsstest du aber mit der Krankenkasse sprechen und auch entsprechende Facharztberichte einreichen, die das belegen. Eine Rehaverschiebung aus privaten Gründen, weil man zb lieber im Sommer möchte, geht aber natürlich nicht.
Jenoeam 28.02.2019 | 13:54
Vielen Dank für eure Antworten. Insbesondere die Aussage, dass die Kasse auch rückwirkend einschränken kann. Das war der für mich wichtige Teil meiner Frage. Defacto ist es so, dass bei einer späteren Beantragung (10 Wochen nach Aufforderung) die Reha auch später stattgefunden hätte. Aber dieses Argument greift dann natürlich rechtlich nicht. Ich finde es grundsätzlich ja auch gut, dass die Krankenkassen im Sinne der Beitragszahler da hinter her sind. Mir ging es darum ggf. zu vermeiden Atteste beibringen zu müssen. Aktuell gibt es nur eine Empfehlung vom Arzt. Aber die Verschiebung ist nicht so kritisch, dass sich hier ein Streit mit der Kasse lohnt. Insofern nochmal vielen Dank für alle Antworten! Jenoe69
Jenoeam 28.02.2019 | 13:54
Vielen Dank für eure Antworten. Insbesondere die Aussage, dass die Kasse auch rückwirkend einschränken kann. Das war der für mich wichtige Teil meiner Frage. Defacto ist es so, dass bei einer späteren Beantragung (10 Wochen nach Aufforderung) die Reha auch später stattgefunden hätte. Aber dieses Argument greift dann natürlich rechtlich nicht. Ich finde es grundsätzlich ja auch gut, dass die Krankenkassen im Sinne der Beitragszahler da hinter her sind. Mir ging es darum ggf. zu vermeiden Atteste beibringen zu müssen. Aktuell gibt es nur eine Empfehlung vom Arzt. Aber die Verschiebung ist nicht so kritisch, dass sich hier ein Streit mit der Kasse lohnt. Insofern nochmal vielen Dank für alle Antworten! Jenoe69
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