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Krankenversicherung für Rentner aus Beitrittsländer

von
Dora

Hallo,

meine Mutter möchte gerne nächstes Jahr als Rentnerin aus Ungarn nach Deutschland ziehen. Es geht auch, wenn man ausreichende finanzielle Mittel und ausreichende Krankenversicherung hat. Leider habe ich keine weitere Informationen darüber gefunden, was &#34;ausreichend&#34; heisst, und wie kann man es beweisen, deswegen suche ich hier nach Rat.

Ich habe bei meinen Krankenkasse hier in Deutschland angerufen, und es gibt tatsächlich so ein Aushilfsabkommen, wo sie die Leistungen erbringen und mit den ungarischen Versicherung abrechnen. Aber gibt es da keine Leistungsbegrenzungen? Ich möchte sicher gehen, dass sie die selben Leistung bekommt, als hätte sie einen normale Versicherungskarte. Und das konnte mir die Dame von der Krankenversicherung nicht bestätigen.

Eine andere Sache ist die ausreichende Mittel. Natürlich ist die gesetzliche Rente aus Ungarn nicht genügend (muss über Warmmiete + 351 EUR monatlich liegen). Welche Nachweise werden noch akzeptiert? Privatrente? Zinsen aus Kapitalanlagen? Oder kann ich als Arbeitnehmerin in Deutschland für sie &#34;bürgen&#34;?

Vielen herzlichen Dank,
Dora

von
Hier sind sie falsch

Fragen Sie Ihre Krankenversicherung.

von
Rosanna

Ich sag es nicht gerne, aber hier sind Sie eigentlich wirklich im falschen Forum!

Ich probier´s trotzdem mal:

Was die Krankenversicherung angeht, MUSS Ihnen jemand von einer Krankenkasse GENAUE Auskunft geben (können). Fordern Sie eine genaue Auskunft auf Ihre Fragen SCHRIFTLICH an, damit Sie etwas in der Hand haben, wenn (!) Ihre Mutter nach Deutschland kommt.

Ich kenne es nur von anderen Ländern außerhalb der EU:

Falls Ihre Mutter mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt lebt, dürfte eine Bürgschaft oder Verpflichtungserklärung ausreichen. Mit einer knappen Rente, die für den Lebensunterhalt nicht ausreichen wird, hat sie sonst schlechte Karten! Denn sie wird vom deutschen Staat nicht unterstützt werden!!!

Falls Ihre Mutter in Ungarn noch etwas gespart hat, sollte dies natürlich angegeben werden. Macht sich immer gut.

Braucht sie nicht sogar ein Visum? Dann müßten Sie doch eine Verpflichtungserklärung unterschreiben (zur Familienzusammenführung), wonach SIE für alles aufkommen! Wenn IHR Einkommen nicht ausreichend ist, noch für eine weitere Person zu sorgen, die auch nicht viel hat, sieht es m.E. schlecht aus...

Besprechen Sie am Besten nochmal die ganze Angelegenheit mit der zust. Behörde.

MfG Rosanna.

von
Dora

Danke. Natürlich habe ich sie schon gefragt, und konnten nicht antworten. Deswegen bin ich hier. Naja. Ich suche weiter. Danke nochmals.

von
?-?

Ach Schiko, müssen Sie sich eigentlich überall einmischen?

von
?-??

natürlich, es gibt doh sovielvon dem er keine Ahnung hat :-))

von
Schiko.

Zum ausgleich leisten dafür
sie sehr wertvolle beiträge.

von
H

Es ist nicht das falsche Forum; denn es handelt sich um eine KVdR Frage. Bei dem Zuzug aus Ungarn handelt es sich um einen Zuzug aus einem EU Land. Somit sind Art.26-34 VO(EWG)Nr. 1408/71 anzuwenden. Aus dem Beitrag geht nicht hervor, ob die Versicherte Einfachrentnerin (d.h. Rente nur aus einem EU Mitgliedsstaat) ist. In diesem Fall unterliegt sie der KVdR dieses Staates auch dann, wenn sie in einem anderenn Mitgliedsstaat wohnt. Ist die Versicherte Doppelrentnerin(Rente aus zwei oder mehr EU Mitgliedsstaaten),so ist sie nur im KV System eines Mitgliedstaates versichert. Grundsätzlich unterliegt sie der KV des Wohnstaates. Besteht aber gegen den Wohnstaat kein Rentenanspruch oder ein Rentenanspruch ohne KV Sachleistungen, so unterliegt sieder KV des rentengewährenden EU Staates der KV Sachleistungen gewährt.
Außerdem benötigt man innerhalb der Eu kein Visum.Es herrscht Niederlassungsfreiheit.Nur Anmeldung beim Ausländeramt.

von
Siggi

Visum ???? In der EU ???
Nee - übrigends - die DDR is och nich mehr....

von
Rosanna

Okay, mit dem Visum lag ich falsch! ;-((

Ich dachte aber auch an die geänderten Einreisebestimmungen, die mir vor 1/2 Jahr ein seit 30 Jahren in Deutschland lebender Ex-Jugoslawe erklärte: Dass nämlich auch die Familienzusammenführung für im ehem. Jugosl. lebende Rentner mit in D lebenden Verwandten nicht mehr so einfach ist wie noch vor Jahren! Deshalb wohl auch der Beitrag von Dora:

&#62;Eine andere Sache ist die ausreichende Mittel. Natürlich ist die gesetzliche Rente aus Ungarn nicht genügend (muss über Warmmiete + 351 EUR monatlich liegen). Welche Nachweise werden noch akzeptiert? Privatrente? Zinsen aus Kapitalanlagen? Oder kann ich als Arbeitnehmerin in Deutschland für sie &#34;bürgen&#34;?&#60;

Auf diese Frage ist außer mir niemand eingegangen, weil sie eigentlich NICHT in dieses Forum gehört.

Also wird doch wohl für einen Daueraufenthalt einer ungarischen Rentnerin hier in Deutschland ein bißchen mehr verlangt als nur die Anmeldung beim Ausländeramt!?

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Aus dem EG-Vertrag ergibt sich für jeden EG-Bürger, also auch für Rentner das Recht den Wohnsitz in jedem Land der EG frei zu wählen. Allerdings kann jedes Land aufgrund der Freizügigkeitsrichtlinien festlegen, wann ausreichender Krankenversicherungsschutz und ausreichende Existenzsicherung vorliegt. Ob und welche Voraussetzungen für eine ausreichende Existenzsicherung notwendig sind, und ob diese im Einzelfall erfüllt werden, prüfen die Ausländerbehörden. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mich als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu .dieser Frage nicht positionieren kann.
Einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz hat Ihre Mutter, selbst dann, wenn Sie wie im Beitrag von &#34;H&#34; angeführt &#34;Einfachrentnerin&#34; in Ungarn ist, und bei der Krankenversicherung in Ungarn Sachleistungsansprüche hat, dann sollte Sie sich diese in Ungarn vom dortigen Sachleistungsträger (Krankenkasse) bescheinigen lassen. Mit dieser Bescheinigung kann Sie sich dann bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse eintragen lassen. Sie erhält dann genau die gleichen Sachleistungen wie jeder in Deutschland bei einer gesetzlichen Krankenkasse versicherte Rentner. Zumindest dieses Kriterium der Freizügigkeitsrichtlinie würde Ihre Mutter erfüllen.

von
Dora

Vielen herzlichen Dank! Damit ist erstmal die Frage mit Krankenkasse abgehackt. Wegen Beweise von ausreichende finanzielle Mittel habe ich mich an die Ausländerbehörde gewendet.

Nochmals danke für die Hilfe,
Dora