Krankenversicherungsbeiträge

von
Wolleo

Hallo,
habe gerade Bescheid von meiner gesetlichen Krankenkasse bekommen, dass ich auf die Auszahlung meiner Direktversicherung 120 Monate einen Beitrag zu zahlen habe, der in der Summe 16,1% des ausgezahlten Betrages beträgt.
Abgesehen davon, dass bei Vertragsabschluß diese "Regelung" nicht bestand, frisst dieser Beitrag meine Rendite mehrfach auf.
Wie wird eigentlich dieser Beitrag berechnet?
Und ist das überhaupt rechtlich möglich in laufende Verträge einfach einzugreifen?, denn wenn ich das vorher gewußt hätte, hätte ich diese Form der Altersvorsorge ja nicht abgeschlossen, da sie ein negatives Ergebnis bringt.
Vielen Dank für ihre Antwort im Voraus!

von
Schade

und was wollen Sie jetzt von den Rentenfachleuten, die dieses Forum betreiben hören?

Zum einen betrifft Ihre Frage die Krankenversicherung
und
zum anderen führt eine Diskussion um "die Gerechtigkeit dieser Welt" zu gar nichts.

m.E. verhält sich die Kasse vollkommen legal im Rahmen der Gesetze.

von
Sie sind nicht der Einzige

Ihr Thema wurde hier schon sehr oft behandelt. Ist alles rechtens.

von
sonnenschein

Einfach Widerspruch erheben und hoffen, hoffen, hoffen :-)))

Mich trifft nächstes Jahr das gleiche Schicksal.

von
heinrich

Auch ich bin davon betroffen, wolleo hat vollkommen recht, es ist zwar aufgrund der beschlossenen Gesetze "Rechtens", es ist und bleibt trotzdem eine riesengroße "Schw-----". auch ich fühle mich betrogen, so etwas kann nur der Staat /Politiker machen . Momentan hilft wirklich nur eines: Widerspruch einlegen, laufende Gerichtsver-fahren abwarten, Ausgang ???

von
Schiko.

Sie haben natürlich nicht unrecht, dies wurde praktisch
über nacht so eingeführt.

Wird ihnen zwar ein schlechter trost sein, trotzdem ein
musterbeispiel. Natürlich, je höher der beitrag bei ihrer
krankenkasse desto höher die belastung.

Im gegensatz zur gesetzlichen rente- dies gilt auch für
privatrenten-, fehlt der hälfteanteil , deswegen erhöht sich
der beitragssatz entsprechend.
Nachdem sie ja die 16,1% bereits als einbuße feststellten
wissen sie schon bescheid, trotzdem:

Angenommen 100.000 auszahlung auf 10 jahre verteilt
sind 10.000 im jahr : 12 E. 833.33 monatlich zusätzlich
beitragspflichtig bis zur monatlichen bemessungsgrenze
von derzeit 3.562,50 .

Ausgehend von 7,25% hälftebeitrag x 2 = 14,50 % und
0,90 % sonderbeitrag sowie 1,70 pflegeversicherung(später
mehr) ergeben 17,10 % kassenbeitrag.

Bei 833,33 E. 142,50 beitragsanteil im monat x 120 E.
17.100 gesamtbeitrag.

Nicht ärgern, nur wundern, aber nicht bewundern.

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

Mitglieder von gesetzlichen Krankenkassen unterliegen während der Auszahlungsphase betrieblicher Altersrenten (auch bei Direktversicherung) der vollen Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung unabhängig davon, ob bei Vertragsschluss dies den Vertragspartnern bekannt war. Während der Ansparphase unterliegen dagegen die Beiträge zur betrieblicher Altersvorsorge weder der Einkommenssteuer noch der Beitragspflicht zur Sozialversicherung. Grenzwerte sind hierbei zu beachten.

Der Beitrag zur Krankenversicherung (voller Beitrag) ist von Kasse zu Kasse verschieden und ist bei ihrer Krankenkasse zu erfragen. Der Beitrag zur Pflegeversicherung beträgt bei Elterneigenschaft 1,7 %, liegt keine Elterneigenschaft vor, beträgt der Beitrag zur Pflegeversicherung 1,95 %.

Ein Großteil der Rendite wird durch die Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung leider aufgezehrt.