Krankheit Altersteilzeit

von
MartinS

Was passiert, wenn ich in der Arbeitsphase meiner Altersteilzeit länger als 6 Wochen krank geschrieben bin?
Was passiert in der Freistellungsphase?

Experten-Antwort

Im Zeitraum der Altersteilzeit wird die ursprüngliche Arbeitszeit halbiert. Dies geschieht beim Blockmodell dadurch, dass während der Arbeitsphase voll und während der Freistellungsphase gar nicht gearbeitet wird. Durch die volle Arbeit während der Arbeitsphase wird ein Wertguthaben gebildet, das während der Freistellungsphase entspart wird. Neben dem halbierten tatsächlichen Arbeitsentgelt stockt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Nettoarbeitsentgelt auf und zahlt außerdem zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge.
Beim Blockmodell kommt ein Krankengeldbezug nur während der Arbeitsphase in Betracht. Während der Freistellungsphase ruht der Anspruch auf Krankengeld, soweit auf Grund der Vorarbeit ein Wertguthaben zum Entsparen zur Verfügung steht. Die Krankschreibung spielt daher in der Freistellungsphase keine Rolle.
In der Arbeitsphase gibt es bei Bezug von Krankengeld folgende Fallgestaltungen:
1. Sofern weder Aufstockungsbeträge noch zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden, muss die volle Zeit des Krankengeldbezuges nachgearbeitet werden.
2. Werden nur Austockungsbeträge und zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge gezahlt, ohne das der Arbeitgeber das Wertguthaben in der Höhe aufstockt, in der durch die Arbeitsunfähigkeit Wertguthaben nicht angespart werden konnte, ist eine Nacharbeit für die Hälfte der Zeit des Krankengeldbezuges erforderlich.
3. Vermehrt der Arbeitgeber das Wertguthaben in der Höhe, in der durch die Arbeitsunfähigkeit ein Wertguthaben nicht angespart werden konnte, und werden Aufstockungsbeträge und zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge gezahlt, ist eine Nacharbeit nicht erforderlich. Der Versicherte ist in diesen Fällen so gestellt, als würde er die Arbeitsphase normal weiterführen.