Krankheit, Kündigung: brauche dringend Euren Rat !!

von
Alina

Hallo,
ich brauche dringend Euren Rat.
Folgendes Problem:

20 Arbeitsjahre, Kündigung wegen Krankheit zum 30.11.2012,
Gleichstellung: 40 Grad Behinderung,

Die Kündigung bedarf der Zustimmung des Integrationsamtes, welchem hier
aber gravierenden Fehler unterlaufen ist, was rechtswiedrig ist.
(Es gab einen 1-Monatige Widerspruchsfrist, die das Integrationsamt übersehen hat)
Auch dem Arbeitgeber sind Fehler unterlaufen.
Gottseidank habe ich beizeiten einen Anwalt für Arbeitsrecht eingeschalten.
Meine Kündigung soll zum 30.11.2012 stattfinden, ob diese wirklich durchgeht ist noch unklar.

Das ganze geht vor Gericht und zieht sich in die Länge.

Ich bin seit 9 Monaten krank geschrieben und bekomme Krankengeld
(Aussteuerung aus der Krankenkasse im Februar 2013)
Ich werde auch weiterhin krankgeschrieben sein, (MDK sieht es auch so) da es hier um einen
leidensgerechten Arbeitsplatz in meiner Firma geht und vor Gericht geklärt werden muß.

Nun meine Fragen:

Ich muß mich 3 Monate, also bis 30.08.2012, auf dem Arbeitsamt melden, so steht es auf der Kündigung.

Wie ist hier die Rechtslage ????
Muß ich trotz weiterer Krankschreibung dem Arbeitsamt zur Verfügung stehen und mich dort melden als arbeitslos und arbeitssuchend und auch bewerben ?????

Meine Aussteuerung aus der Krankenkasse ist im Februar 2013 - wie geht es danach weiter, wenn ich weiter krankgeschrieben bin und auch noch keine gerichtliche Klärung in Sicht sein sollte ???
Was muß ich auf dem Arbeitsamt beantragen und tun ????
Ich stehe das erste Mal vor so einem Dilemma.

Für Eure Antworten bin ich sehr dankbar.

Alina

von
Valentin

" da es hier um einen leidensgerechten Arbeitsplatz in meiner Firma geht und vor Gericht geklärt werden muß."

Das ist doch alles nur Wunschdenken und Träumerei. Der AG muss ihnen doch so einen Arbeitsplatz gar nicht zur Verfügung stellen wenn er das nicht möchte. Die brutale Realität ist, das der AG Sie kündigen will und dies auch durchzieht - ohne wenn und aber. Sollte die jetzt laufende Kündigung vom Arbeitsgericht abgelehnt werden, kündigt er Sie dann noch mal und zwar spätestens dann eben unter Einhaltung aller Formalitäten, sodass die Kündigung dann glatt durchgeht. Kein Gericht dieser Welt oder geschweige denn dieses Integrationsamt kann einen Arbeitgeber doch dazu zwingen einen Arbeitnehmer weiter gegen seinen Willen zu beschäftigen.. Ihren Job sind Sie also defintiv los, nur das genaue Datum des Auslaufens ihres Arbeitsvertrages ist momenmtan eben noch nicht ganz klar...Dieser Realotät sollten sich sich stellen und keinen Träumerein nachhänbgen die nichts mehr bringen.

Es geht jetzt doch nur noch darum evet. noch eine Abfindung vor Gericht zu erzielen - um mehr nicht mehr ! Dies sollte ihnen ihr Anwalt auch so klar mal sagen ( wenn er ehrlich ist .. ) .

" Muß ich trotz weiterer Krankschreibung dem Arbeitsamt zur Verfügung stehen und mich dort melden als arbeitslos und arbeitssuchend und auch bewerben ?????"

Ja, das müssen und sollten Sie zur Sicherheit auf jeden Fall. Ob Sie sich dann aber wirklich bewerben müssen etc. entscheided dann der Sachbearbeiter je nach Einzelfall . Sie könnten dann dort auch aufgefordert werden einen Rehantrag zu stellen um damit letztlich von der RV klären zu lassen ob bei ihnen Erwerbsminderung vorliegt und damit dann eine EM-Rente zu zahlen wäre.

" Was muß ich auf dem Arbeitsamt beantragen und tun ????"

ALG I natürlich - was denn bitte sonst ??

Im übrigen sollte ihnen ihr Anwalt alle ihre Fragen eigentlich beantworten können.

von
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von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Alina,
Ihre Fragen zum Arbeitsrecht würde ich dem Anwalt stellen.