Krankheit - Kündigung - Urlaubsabgeltung

von
Markus

Meine Fall:
Ich bin seit Mitte Oktober 2014 krank geschrieben und beziehe seither Krankengeld. Mir wurde Mitte November 2014 zum 31. Mai 2015 gekündigt. Ich werde voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr erwerbstätig sein.

Es wurden mir mit der letzten Lohnbescheinigung die Urlaubstage aus 2014 und anteilig 2015 (brutto = netto >6.000 Euro) ausbezahlt. Allerdings wurden hier keine Lohnsteuer oder SV Abgaben entrichtet.

Ferner bekam ich die letzten 6 Monate auch eine Krankengeldaufzahlung so dass ich meinen altes Nettolohnniveau aufrecht erhalten konnte. Auch dieses wurde monatlich nicht versteuert.

Ist das seitens des Arbeitgebers korrekt?

Ganz lieben Dank im Voraus

von
GroKo

Zitiert von: Markus

Meine Fall:
Ich bin seit Mitte Oktober 2014 krank geschrieben und beziehe seither Krankengeld. Mir wurde Mitte November 2014 zum 31. Mai 2015 gekündigt. Ich werde voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr erwerbstätig sein.

Es wurden mir mit der letzten Lohnbescheinigung die Urlaubstage aus 2014 und anteilig 2015 (brutto = netto >6.000 Euro) ausbezahlt. Allerdings wurden hier keine Lohnsteuer oder SV Abgaben entrichtet.

Ferner bekam ich die letzten 6 Monate auch eine Krankengeldaufzahlung so dass ich meinen altes Nettolohnniveau aufrecht erhalten konnte. Auch dieses wurde monatlich nicht versteuert.

Ist das seitens des Arbeitgebers korrekt?

Ganz lieben Dank im Voraus


Nein

von
Markus

Kann mir sonst noch wer helfen?

Es heißt ja Expertenforum. Da würde ich mir auch eine qualifizierte Antwort wünschen.

von
Matthias

Dies ist ein für Rentenfragen und nicht für steuerrechtliche bzw. arbeitsrechtliche Fragen.

von
Markus

Wie oben geschrieben, wurden keinerlei Abgaben auf der Lohnbescheinigung aufgeführt das betrifft also auch die Rentenbeiträge.

von
Herz1952

Hallo Markus,

wenden Sie sich bitte mit Ihrer Frage am besten an Ihre Krankenkasse. Diese richtet die Höhe der Versicherungspflicht nämlich nach der Rentenversicherungspflicht. (Ausnahme: andere Höchstbeträge und natürlich andere Beitragssätze). Allgemein gilt: Wenn die Bezüge nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, gilt das auch für die Krankenversicherung.

Ich bin schon zu lange "aus dem Geschäft", aber die Bezüge, die Sie genannt haben, sind sehr wahrscheinlich beitragsfrei in KV/RV.

Hierauf kann Ihnen der Experte wahrscheinlich Antwort geben (es geht auch - wie Sie erwähnten um die Höhe der zukünftigen Rente).

Wegen der Lohnsteuer kann Ihnen nur die Personalabteilung bzw. der Steuerberater Ihres Arbeitgebers Auskunft erteilen. Der Arbeitgeber ist für die richtige Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer verantwortlich.

Dass keine Steuern anfallen, kann auch mit dem Verdienstausfall, bzw. den Lohnersatzleistungen zusammenhängen. Dafür gibt es durch Hochrechnung auf den fiktiven steuerpflichtigen Betrag mit Abstellung auf die Jahreslohnsteuer eine besondere Berechnungsformel. Hierfür kann Ihnen vielleicht Ihr Arbeitgeber, bzw. dessen "Steuerbüro" Auskunft geben.

von Experte/in Experten-Antwort

Ihre Krankenkasse ist die "Einzugsstelle" für die Sozialversicherungsbeiträge zur Kranken-, Pflege- Arbeitslosen- und Rentenversicherung und entscheidet über das Bestehen bzw. Nichtbestehen einer Versicherungspflicht in diesen Zweigen der Sozialversicherung. Bitte wenden Sie sich dorthin.

Grundsätzlich sind Zahlungen zur Abgeltung vertraglicher Ansprüche, die der Arbeitnehmer bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Beschäftigung erworben hat (z. B. Urlaubsabgeltungen),
als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt zu behandeln und dem beendeten Beschäftigungsverhältnis
zuzuordnen.
Zuschüsse des Arbeitgebers zum Krankengeld, die für die Zeit des Bezuges von Krankengeld weiter erzielt werden, gelten grundsätzlich (unter bestimmten Voraussetzungen) nicht als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt.

von
Markus

Vielen Dank für Ihren Beitrag.

Ich habe die Krankenkasse über diesen Fall informiert. Sie wird meinen letzten Arbeitgeber kontaktieren.

Beste Grüße