< content="">

Krebsnachsorge

von
Biggi

In der Broschüre der Dt. Rentenversicherung habe ich gelesen, dass eine Rehabilitation zur Krebsnachsorge nur innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Erstbehandlung möglich ist.

Wie verhält es sich, wenn ca. 1 Jahr nach der ersten Behandlung (Entfernung des tumors) wieder ein Tumor (beides Brustkrebs - gleiche Brust) festgestellt worden ist? Zählt das dann als separate Erkrankung und ist wieder eine Erstbehandlung?

Wie oft in diesem einen Jahr darf man dann in Kur fahren? Nur einmal oder ggf. auch mehrmals?

Experten-Antwort

Hallo Biggi,
für die Erbringung von Krebsnachsorgeleistungen haben die Träger der Rentenversicherung gemeinsame Richtlinien erlassen.
Nach § 1 Abs. 2 dieser Richtlinien werden onkologische Nachsorgeleistungen nur bis zum Ablauf eines Jahres nach einer beendeten Primärbehandlung gewährt.
Über die Jahresfrist hinaus können aber spätestens bis zum Ablauf von zwei Jahren nach beendeter Primärbehandlung Maßnahmen im Einzelfall erbracht werden, wenn erhebliche Funktionsstörungen entweder durch die Tumorerkrankung selbst oder durch Komplikatio-nen bzw. Therapiefolgen vorliegen.
Innerhalb der Ein- bzw. Zweijahresfrist nach beendeter Primärbehandlung können onkologische Nachsorgeleistungen auch wiederholt gewährt werden, wenn hierfür jeweils die persönlichen Voraussetzungen vorliegen und die Leistungen erforderlich sind.
Wird wegen Metastasenbildung eine weitere operative Strahlentherapie erforderlich, können bei medizinischer Notwendigkeit weitere Nachbehandlungen gewährt werden. Es beginnt insoweit eine neue &#34;Zwei-Jahres-Frist&#34;.

von
Biggi

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Also zählt in diesem Fall der erneute Ausbruch der Krebserkrankung mit erneuter operativer Entfernung als neue Erstbehandlung...

von
g-s

bin 2007 am darmkrebserkrank 2007 2op und 2008 noch eine op habe 9 jahrerente eingezahlt 5 kinder grossgezogen und bin seit der erkrankung nicht mehr in der lange zu arbeiten wenn ich 2 stunden gearbeitet habe bin ich fertieg für den rest des tages bin 49 jahre alt zu 85%schwerbehindert kann ich darauf meine rente kriegen bitte um eine rückantwort danke...........

von
Rosanna

Hallo g-s,

es wäre sinnvoller, bei einer neuen Frage einen neuen thread aufzumachen....

Ihre Frage kann hier im Forum ohne Kenntnis Ihres genauen Versicherungsdaten nicht beantwortet werden.

Ich empfehle Ihnen, bei der zuständigen Deutschen Rentenversicherung nachzufragen, ob Sie die VERSICHERUNGSRECHTLICHEN VORAUSSETZUNGEN erfüllen.

Diese sind, GROB gesagt:

1. Wartezeit von (mindestens)5 Jahren muß erfüllt sein &#62; dies ist bei Ihnen der Fall

2. In den letzten 5 Jahren vor Eintritt des für die Rente maßgebenden Leistungsfalles MÜSSEN mindestens 36 Pflichtbeiträge entrichtet worden sein. Als Pflichtbeiträge gelten auch Zeiten der Kindererziehung, des Bezuges von Leistungen der Arbeitsverwaltung/ARGE/Jobcenter oder der Krankenkasse, soweit sie in diesen 5-Jahreszeitraum fallen.

Sind nach Abklärung mit der DRV die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, können Sie jederzeit unter Vorlage von ärztlichen Unterlagen/Attest einen Antrag auf Erwerbsminderung stellen.

Ob Ihnen dann aber auch eine solche Rente gewährt werden kann, entscheidet sich im Rentenverfahren. Auch hierzu kann niemand im Forum Stellung nehmen.

Eine Schwerbehinderung hat im Übrigen KEINEN Einfluss auf eine Rente wegen EM.

Sie können auch prüfen lassen, ob Sie mit den Beitragszeiten und den Kindererziehung- und Berücksichtigungszeiten evtl. die Wartezeit von 35 Versicherungsjahren erfüllen. Dann hätten Sie auf jeden Fall mit der Schwerbehinderung von 85 % einen Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen, frühestens ab dem 60. Lebensjahr (kommt auf Ihr Geburtsdatum an).

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Um überhaupt einen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung geltend machen zu können, müssen Sie die sog. versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für diese Rente erfüllt haben.

Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen haben (grundsätzlich) Versicherte erfüllt, wenn sie
1. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren (u. a. Beiträge aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, auch &#34;fiktive&#34; Beiträge für die Erziehung von Kindern) erfüllt haben
und
2. in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung (auch für die Erziehung von Kindern) haben.

Zur Klärung, ob Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung erfüllt haben, sollten Sie sich an eine unserer Auskunfts- und Beratungsstellen wenden. Die für Sie nächstgelegene können Sie unter Angabe Ihrer Postleitzahl auf dieser Seite unter &#34;Service - Beratungsstellen&#34; herausfinden.

von
Frank Morris

Da sie nur 9 Jahre eingezahlt haben und schon 49 sind ( also nur noch 11 Jahre Zurechnungszeit angerechnet bekommen ) dürfte diezu erwartende EM-Rente mehr als bescheiden ausfallen.....

Holen sie sich erstmal eine Renteninfo, damit sie wissen
welchen Betrag sie zu erwarten haben.

Grundsätzlich besteht natürlich
immer wegen Krebs und seinen Folgen eine EM-Rente zu erhalten !

von
Rosanna

Hallo Frank,

Sie schreiben: &#34;Grundsätzlich besteht natürlich
immer wegen Krebs und seinen Folgen eine EM-Rente zu erhalten !&#34;

Haben Sie die Wörter &#34;die Möglichkeit&#34; vergessen? Denn es besteht keineswegs GRUNDSÄTZLICH Anspruch auf eine EM-Rente bei einer Krebserkrankung!

Außerdem - wenn ich mich recht an den Beitrag von g-s erinnere, hat sie mehrere (5?) Kinder erzogen. Das ergibt doch schon eine ganz andere Berechnung, als wenn man nur von den 9 Beitragsjahren ausgeht. Und 11 Jahre Zur.Zeit ist doch auch eine ganze Menge.

Ich halte es für unerläßlich, dass @g-s sich bei einer Beratungsstelle der DRV zunächst einmal erkundigt, ob sie eben die zusätzlichen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen 36 in 60 erfüllt!