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Kündigung von Rentenversicherung &#34;Volksfürsorge Best Invest&#34; / Verzicht auf 1.500 Euro?

von
Fox

Hallo!

Ich habe vor ca. 6 Jahren über die OVB eine private Rentenversicherung abgeschlossen: &#34;Volksfürsorge Best Invest&#34;. Anfangs habe ich um die 40 Euro/Monat eingezahlt und dank der Ertragsstrategie waren es zuletzt rund 50 Euro/Monat (die monatlichen Beiträge wurden jährlich etwas erhöht).

Aus finanziellen Gründen habe ich nun eine Beitragsfreistellung bei der Volksfürsorge beantragt, was damals lt. meinem OVB-&#34;Fachmann&#34; gar kein Problem sein sollte. Als Antwort habe ich von der Volksfürsorge nun direkt einen Scheck bekommen, da eine Beitragsfreistellung nicht möglich ist. Grund: Mein Guthaben beträgt weniger als 500 Euro. Der Scheck hat einen Wert von ca. 2.000 Euro. Eingezahlt habe ich mittlerweile allerdings rund 3.500 Euro, also würde ich durch eine Kündigung 1.500 Euro verlieren.

Ich weiß, dass die Differenz dadurch zu erklären ist, weil die happigen Gebühren für diese Rentenversicherung in den ersten Jahren anfallen. Das hat mir damals allerdings auch niemand gesagt, dummerweise habe ich das natürlich trotzdem unterschrieben, da ich meinem &#34;Fachmann&#34; blind geglaubt habe und die gefühlten 200 Seiten AGBs nicht durchgelesen habe (selbst schuld, ich weiß). Dass mir damals auch gesagt wurde, ich könne diese Versicherung &#34;jederzeit kündigen&#34;, muss ich wohl auch nicht erwähnen.

Ich weiß nun nicht, ob ich den Vertrag trotzdem kündigen und auf die 1.500 Euro &#34;verzichten&#34; sollte. Allerdings werde ich diesen Betrag ja offenbar bis kurz vor Ablauf der Rentenversicherung sowieso vor mir hertragen, oder sehe ich das falsch? Ich habe kein Vertrauen mehr in die Anlage und möchte nicht, dass mein eingezahltes Geld in ~40 Jahren plötzlich gar nichts mehr wert ist; würde also lieber irgendwo einen neuen Vertrag abschließen.

Wer kann mir einen Tipp geben, was ich nun machen soll?

von
Falsches Forum

Ein Tipp wäre sicherlich, ein anderes Forum aufzusuchen. Dies ist ein Forum der deutschen RENTENversicherung.

von
Fox

Huch, das tut mir leid... Ich dachte, die Beschreibung dieses Forums passt zu meiner Anfrage:

&#34;Das ist Ihr Expertenforum zu allen Fragen der persönlichen Altersvorsorge (gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung, PERSÖNLICHE VORSORGE).&#34;

Meine Frage bezieht sich auf eine private Rentenversicherung.

von
Mitleser

Warten Sie einfach mal ab.
Hier im Forum geistert auch ein Bankexperte.
Bestimmt weiss der auch bei Ihrer Versicherung eine passende Antwort.
Also: Abwarten und Tee trinken.
Im Laufe des Tages kriegen Sie vielleicht noch eine Antwort.
Unser &#34;Schiko&#34; weiss bestimmt bescheid.

Experten-Antwort

Hallo Fox,

Ihre Frage übersteigt leider das, was wir hier in diesem Forum zur Rentenversicherung und Alterssicherung leisten können und dürfen. Ich kann Ihnen insoweit nur empfehlen, sich mit Ihrer Frage an eine Verbraucherberatung oder einen unabhängigen Versicherungsberater o.ä. zu wenden.

Experten-Antwort

Hallo Fox,

ich habe mich eben über die OVB etwas recherchiert. Das, was ich über die Geschäftspraktiken dieser Vertriebsorganisation gelesen habe, ist wahrlich nicht erbaulich.

Als Mitarbeiter der gesetzlichen Rentenversicherung können wir Ihnen leider keine konkreten Hinweise geben, wie Sie in diesem Fall weiter agieren sollten.
Ich empfehle Ihnen: Vereinbaren Sie mit der nächsten Verbraucherzentrale einen Termin. Die Beratung dort kostet zwar auch ein paar Euro, ist aber erschwinglich und nach meiner Erfahrung auf jeden Fall gut angelegtes Geld.

Um nicht irgendwelche Fristen zu versäumen, sollten Sie gegenüber der Versicherung umgehend schriftlich erklären, dass Sie den Vertrag nicht gekündigt haben, sondern lediglich beitragsfrei stellen lassen wollten. Offensichtlich sieht die Versicherung das anders.
Den Scheck würde ich solange (zumindest bis zu dem Gespräch mit der Verbraucherzentrale) gut verwahren und nicht einlösen.

von
Johann

Lieber Fox,
Sie fragen, was Sie nun machen sollen. Tun Sie es Ihrem Namensgeber aus der Fabel gleich und machen Sie sich schlau. Da sind Sie nämlich noch ein ganz weites Stück davon entfernt. Sie haben zwar die richtigen Erfahrungen gemacht, ziehen aber die falschen Schlüsse daraus. Weshalb um Himmels Willen wollen Sie denn nun schon wieder und vor allem &#34;irgendwo etwas abschließen?&#34; Das haben Sie schon einmal gemacht und dürfen jetzt dafür 1500 EURO Lehrgeld bezahlen. Sie haben Ihre Rolle vorbildlich gespielt und solange einbezahlt, bis die Abschluss-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gedeckt waren. Ab diesem Zeitpunkt sind Sie für die Branche nur als potentieller Neukunde wieder interessant und das Spiel kann von vorne beginnen.
Merke:
1. Altersvorsorge ist ein langfristiger Sparvorgang und hat mit &#34;Versicherung&#34; primär überhaupt nichts zu tun. Die Absicherung existenzbedrohender Risiken hat Vorrang vor Geldanlage. Beides sollte nicht miteinander verbunden werden.
2. Der lukrativste Sparvertrag ist wertlos, wenn ich ihn nicht bedienen kann. Sparen kann ich nur den Betrag, den mir das tägliche Leben übrig lässt.
3. &#34;Hin und her macht Taschen leer&#34;.
4. Es werden selten Beratungs- aber fast ausschließlich Verkaufsgespräche geführt. Bedenken Sie dies bei der Inanspruchnahme professioneller Hilfe. Informieren Sie sich aus neutralen, nicht provisionsorientierten Quellen.
Hierbei handelt es sich lediglich um einige Grundweisheiten der Altersvorsorge. Falls Sie nun aber neugierig geworden sind, wie Altersvorsorge tatsächlich laufen kann, besuchen Sie einfach in Ihrer Nähe den VHS-Kurs &#34;Altersvorsorge macht Schule&#34;. Das wird Ihnen weiterhelfen.

P.S. Vielen Dank an den Experten für seine Ermittlungen. Der Hinweis auf die Verbraucherzentrale sollte ebenfalls ernst genommen werden. Dort wird in der Tat neutrale und verbraucherfreundliche Beratung geboten.