Kürzung der Beitragspflichtigen Entgelte bei Krankheit in der DDR

von
Lazerus

Um wieviel darf das beitragspflichtige Entgelt für Arbeitszeiten in der DDR gekürzt werden für Arbeitsausfalltage. Sind das generell 20 Mark/ Kalendtag oder hängt es ab von der Zahl der Arbeitstage im Monat?
Beispiel:
Durch Umrechnung der ATA im SVA -Ausweis ergeben sich fiktive Arbeitsausfallzeiten vom 16.11.- 31.12.
Bescheinigt sind für das Jahr 7.200 M. Dieses Beitragspflichtige Entgelt ist also Um 600 M für Dezember und 300 Mark, also einen halben Monat November auf 6.300 Mark zu kürzen.
Gibt es eine Vorschrift wie man die Kürzung berechnet, wenn z. B der Monat 23 Arbeitstage hat und 7 Tage gearbeitet wurden?

von
Jonny

Das im Sv-Ausweis bescheinigte Entgelt wird nich gehürzt. Bei den ATA's vom 16.11.-31.12. wird es auf die Zeit vom 1.1.-15.11. verdchoben. Eine eventuelle Kürzung des Entgelts hätte der damalige Arbeitgeber bei der Eintragung schon beachten müssen.

von
rosebud

Hier noch die Fundstelle in den Anweisungen der RV:

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0276_300/gra_sgb006_p_0286c.html

Experten-Antwort

Hallo Lazerus,
die Rentenversicherungsträger haben sich (auch) aus verwaltungsvereinfachenden Gründen darauf verständigt, dass eine Kürzung der im SVA ab 01.03.1971 bescheinigten sozialversicherungspflichtigen Entgelte nur für Entgelte erfolgen soll, die 7200 M pro Kalenderjahr bzw. 600 M pro angefangenen Kalendermonat übersteigen; und zwar auch bei vorliegenden Arbeitsausfalltagen. Dies wird begründet, dass aus heutiger Sicht die tatsächlichen Verhältnisse, z. B. Lohnfortzahlung bei einigen Berufsgruppen oder Entgeltzahlung am 1. Tag der AU, nicht mehr aufgeklärt werden kann. Im Einzelfall, wenn die tatsächlichen Verhältnisse bekannt sind, kann auch eine arbeitstägliche Bestimmung der Beitragsbemessungsgrenze (Ost) erfolgen. Bei den angeführten 23 Arbeitstagen wären dies 26,09 M, gerundet 26,10 M pro Arbeitstag.