Kürzung der VBL

von
Jürgen S.

Ist es so, das der volle Beitrag Krankenkasse u Pflegekasse von der Betriebsrente-VBL abgezogen werden? Nach der Kürzung der VBL 2001 der nächste Hammer für mich, dann bleiben mir von 300 Brutto noch nach 20% Abzug noch 240 Euro Netto? Stimmt diese Rechnung? wenn ja, für mich fürchterlich dieser Staat. Immer bei Wind u Wetter arbeiten und 300 Euro mehr in der Tasche als Menschen die nie arbeiten.

von
W*lfgang

Zitiert von: Jürgen S.
Ist es so, das der volle Beitrag Krankenkasse u Pflegekasse von der Betriebsrente-VBL abgezogen werden?
Jürgen S.,

warum überrascht Sie das gerade jetzt? ...wo es seit mehr als 10 Jahren Praxis/Recht ist, das von Altersversorgungen aller Art die vollen KV-Beiträge eingezogen werden.

Haben Sie etwa die Zeit verschlafen und sind erst jetzt darauf aufmerksam geworden? - nun, wenn man seine eigene 'Netto'-Versorgung erst jetzt hinterfragt ...wer ist 'schuld'? - natürlich, die 'Anderen' ;-)

Gruß
w.

von
Volker Schlimm

Die rückwirkende Belastung von Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträgen durch das sog. GMG 2004 war eine eklatante Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien wie Vertrauensschutz, Rückwirkungsverbot. Leider war den Richtern aber ihre monatlichen Einkommenszahlungen wichtiger als diese Prinzipien und so haben sie dies abgesegnet.

Daß sie dies erst jetzt bemerkt haben, ist typisch für viele Betroffenen. Denn auf diese Weise konnte die Regelung klamheimlich durchgesetzt werden.

Vielleicht haben sie sogar jahrelang noch die Parteien gewählt, die uns das eingebrockt haben.

Schlimm, Schlimm

von
MWXZ

Zum 1. Januar 2004 müssen alle in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Bezieher von Betriebsrenten und anderen Versorgungsbezügen - unabhängig davon, ob sie pflichtversichert oder freiwillig versichert sind - auf ihre Versorgungsbezüge den vollen Beitragssatz zur Krankenversicherung entrichten.

Was der damalige Verhandlungsführer der Unionsparteien und heutige bayerische Ministerpräsident Horst
Seehofer nach durchdiskutierten Nachtsitzungen mit der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)
als „eine der schönsten Nächte meines Lebens“ kommentierte, entpuppte sich bald für viele Versicherte als
finanzieller Albtraum.

von
Garstig

Heul, heul, heul, ihr traurigen Jammerlappen!
Jetzt Krokodilstränen vergießen, aber erst die Typen immer schön fleißig wählen. Recht geschieht euch, ihr solltet noch viel mehr Abzüge bekommen!
Denkt dran: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!

von
Jürgen S.

Das bescheuerte daran ist ihr habt auch noch recht, ich habe immer auch noch SPD gewählt.

von
Vor der Rente

Na ja,

ob sie wirklich 300€ mehr haben, als Menschen die nie arbeiten ist die Frage?
Dann wären sie als Angestellter im ÖD nicht mal der typische Eckrentner.
Das kann ich mir kaum vorstellen.

Diese Zusatzversorgung gab es schon lange, da wussten viele noch nicht, wie sich bAV schreibt. Meine persönliche Meinung ist, dass man für diese Versorgung auch dankbar sein könnte.

Bei mir ist es leider so, dass diese Bezüge in Summe zu den bAV-Leistungen kommen.
Das ich höchstens ca. 190€ erreiche könnte, werde ich meine Beiträge verringern, dass ich die 1% der Bezugsgrösse nicht überschreite. Dann habe ich netto mit 145€ oder zukünftig etwas mehr fast gleich viel.
Bei 300€ oder mehr muss man eben in den sauren Apfel beissen. Besser ein durchschnittliches Renteneinkommen + 300€, als keine VBL- oder ZKA-Leistungen.

Gruß

von
Benno B.

Zitiert von: MWXZ

Zum 1. Januar 2004 müssen alle in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Bezieher von Betriebsrenten und anderen Versorgungsbezügen - unabhängig davon, ob sie pflichtversichert oder freiwillig versichert sind - auf ihre Versorgungsbezüge den vollen Beitragssatz zur Krankenversicherung entrichten.

Was der damalige Verhandlungsführer der Unionsparteien und heutige bayerische Ministerpräsident Horst
Seehofer nach durchdiskutierten Nachtsitzungen mit der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)
als „eine der schönsten Nächte meines Lebens“ kommentierte, entpuppte sich bald für viele Versicherte als
finanzieller Albtraum.

Ja, ja die Ulla Schmidt, erwähnenswert und wahr ist auch, daß diese Dame mit ihren Freundinnen mit dem Dienst-Mercedes nach Spanien in Urlaub fuhr. Das ganze wurde offenbar, weil der Mercedes gestohlen wurde.

Experten-Antwort

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