Kur bewilligt aber Widerspruch gegen die genannte Klinik eingelegt, der abgwiesen wurde

von
Schluti

Hallo, ich hab im Januar eine psychosomatische Kur beantragt und 1 Woche später bestätigt bekommen. Leider wurde mir eine Kureinrichtung genannt, die sich nur 30km von meiner Wohnung entfernt befindet und ich zudem dort schon eine Reha hatte, die ich absolut negativ bewertet mußte. Kurz und gut, ich möchte auf keinem Fall in diese genannte Klinik. Jetzt hab ich die Frage, weil ich immer wieder höre, dass man das Recht auf "Freie Klinikwahl" hat. WAs bedeutet das? Kann ich erneuten Widerspruch einlegen?

von
???

Die sog. "freie Klinikwahl" gibt es nicht. Bei der Klinikauswahl sind Ihre Wünsche zwar zu berücksichtigen, die DRV kann jedoch Ihnen auch eine andere geeignete Klink zuweisen. In der Regel ist man jedoch bemüht, die Wünsche zu berücksichtigen. Sie können eine Kurheim-Änderung beantragen und falls die abgelehnt wird, dagegen auch Widerspruch einlegen. Sie sollten Ihre Gründe dafür, dass Sie die ausgesuchte Klinik nicht wollen möglichst sachlich und ausführlich begründen und möglichst auch belegen. Z.B reicht es nicht aus zu sagen: "Ist nur 30 km von meinem Wohnsitz entfernt", sondern Sie sollten begründen, inwieweit sich das negativ auf den Behandlungserfolg auswirken wird.
Viel Glück!

von
Heijessi

Hallo,

mir geht/ging es genauso. Auch meine Reha-Klinik ist "nur" 30 km von meinem Wohnort entfernt. Ich habe versucht, eine andere Klinik zu bekommen. Negativ.
Mittlerweile hab ich mich damit abgefunden, es hat ja auch was für sich: Man kann am Wochenende u. U. (wenn es erlaubt ist) "mal eben schnell" nach Hause.

Ich würde mir da nicht so viel Hoffnungen machen.
Gruss

von
Corletto

Wie heisst es doch so schön :

" Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch welche Stücke gespielt werden "

In dem Fall ist die RV der Kostenträger der Massnahme und kann alleine schon deshalb
die Rehaklinik bestimmen.

Es geht bei der Klnikbestimmung auch immer um die Kostenseite und hier werden RV eigene Rehakliniken sicherlich aus diesem Grunde alleine schon bevorzugt belegt.

Wünsche für eine entsprechende Rehaklinik sollten immer VORHER - also bei Beantragung geäußert werden - da dann die Chancen grösser sind, das dieser Wunsch - mehr kann und ist es nicht ! - berücksichtigt wird.

Wenn Sie Widerspruch gegen die ausgewählte Rehaklinik einlegen , sollten Sie gleich ihre Wunschklinik angeben und dieses sehr gut in aller erster Linie medizinisch begründen.

Auch wäre es sehr hilfreich wenn ihr behandelnder Arzt ihr Ansinnen in einem Attest unterstützen würde !

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Schluti,

der Rehabiltations- bzw. Rentenversicherungsträger bestimmt die Auswahl der Rehabilitationsklinik. Vorrangig werden hier die medizinischen Aspekte, d.h. Ihre Diagnose, berücksichtigt. Natürlich müssen hiebei auch die Kriterien der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit beachtet werden. D.h. vorrangig belegt der Rehabilitationsträger seine eigenen Häuser und Vertragskliniken. Sofern medizinische Gründe für eine Durchführung in einer anderen Klinik vorliegen, kann im Einzelfall auch eine andere Klinik (= fremde Klinik) belegt werden.

Wir emfehlen Ihnen Widerspruch gegen die Bewilligung einzulegen und den Rehabiltationsträger unter Darlegung Ihrer Gründe um Überprüfung und ggf. Änderung der ausgewählten Kurklinik zu bitten.

von
Schluti

So, den Widerspruch, bzw die Bitte um Kurheimänderung hab ich soeben per Fax abgeschickt, Jetzt bin ich gespannt, wie die Antwort ausfallen wird.

von
Wir sind die Beitragszahler

Richtig gebrüllt Löwe.Aber!Nicht die DRV iergendwas zahlt die Reha sonder jeder Einzelne Beutragszahler.Wir blöden Beitragszahler sind doch wohl die viel genannte Solidargemeinschaft. Oder?Also dann sollte ich doch wohl auch bestimmen können sorry wünschen können wohin es geht.Die DRV verwaltet lediglich die Beiträge.

von
V wie Vendetta

und Bla Bla Bla macht der Experte/in.Wenn es die DRV so will,dann will sie es so.Aber schön auswendig gelernt Experte/in.

von
Schade

und was hätten Sie dem Fragesteller geantwortet?

Viel mehr als blöde Sprüche sind von Ihnen im Forum auch nicht zu hören.

von
V wie Vendetta

Lesen Sie Schlaumeier mal was da oben unter "Wir sind die Beitragszahler steht."Man gibt em versicherten den Eindruck,daß er mitbestimmen könnte indem man ihn glauben läßt er können eine Klinik sich auswählen.Und dann!Dann bekommt er den Bescheid die von ihnen gewünsche Klinik wird von der DRV nicht belegt usw.das hätte ich dem Herren geantwortet.Und noch einiges Andere.

von
eleanor

>"Natürlich müssen hiebei auch die Kriterien der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit beachtet werden."

also das ist ja aber auch nur Theorie. Die Rehaklinik, in der ich war, war sicherlich billig, aber soo billig, dass sie langfristig garantiert nicht wirtschaftlich ist, weil die Patienten dort bei Entlassung kränker sind als vorher und somit zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem verursachen.

Und wenn ich mich dann hier im Forum auf meine Anmerkung, dass die Klinik Leistungen abgerechnet hat, die gar nicht stattfanden, von einer DRV-Mitarbeiterin anranzen lassen muss "was wollen Sie denn, SIE müssen es doch nicht bezahlen", finde ich das alles andere als sparsam. Ich habe in der Klinik nur 30-150 Minuten Behandlung pro Tag bekommen. Das bisschen Krankengymnastik hätte man nun wirklich sparsamer (und für mich stressfreier) ambulant haben können.

Wenn die DRV wirklich sparsam sein wollte, würde sie Beschwerden und Hinweise der Patienten/Beitragszahler etwas ernster nehmen!!

von
andy

ich habe das gleiche problem
:-( man hat null chancen um in einen andere klinik zu kommen , mein widerspruch wurde abgelehnt , keine ahnung wie es jetzt weiter gehen soll