Kurverlängerung abgelehnt

von
Marlies

Einen schönen guten Abend,
ich befinde mich zurzeit in einer 3wöchigen Kur, 1 1/2 Wochen habe ich bereits hinter mir. Da ich erst jetzt erste ganz leichte gesundheitliche Verbesserungen spüre, habe ich heute bei der Visite den Arzt um eine Kurverlängerung gebeten, die er abgelehnt hat mit der Begründung, ich könne ja zu Hause im Zuge der Nachsorge weiterbehandelt werden.
Ich bin restlos enttäuscht, da ich nicht glaube, nach 3 Wochen einen Gesundheitszustand in dem von mir gewünschten Maß erreicht zu haben.
Außerdem ist dies mit fast 53 Jahren meine allererste Kur, ich arbeite fast zeitlebens ganztags, habe "zwischendurch" 2 Kinder großgezogen u. trotz körperlicher Beschwerden so gut wie nie "krankgefeiert". Außerdem habe ich hier Patienten im Rentenalter erlebt, die teilweise bis zu 5 Wochen hier waren (wobei ich es diesen Menschen von Herzen gönne!).
Von anderen Patienten wiederum habe ich gehört, dass vor 2 Wochen alle Patienten auf Wunsch eine Kurverlängerung bekamen, weil die Klinik nicht voll belegt war u. jetzt alle Verlängerungswünsche abgelehnt werden, weil die Klinik voll belegt ist.
Kann es denn sein, dass eine Kurdauer sich ausschließlich an der Bettenbelegung orientiert u. nicht am Gesundheitszustand der Patienten??
Was kann ich tun, um evtl. doch noch eine Verlängerung zu bekommen oder ist der Zug schon abgefahren, weil allein der Arzt hierüber entscheidet?

Herzlichen Dank für eine Antwort!
Marlies

von
KSC

wer außer dem Arzt sollte denn entscheiden, ob eine Verlängerung notwendig ist oder nicht? Er ist der medizinische Sachverständige!

Und über die Gründe zu spekulieren, bringt nichts, da wäre alles reine Vermutung und Spekulation. Da sollten Sie sich vor Unterstellungen und Behauptungen, die nicht beweisbar sind, hüten.

PS: Ihre früheren Verdienste ums Gesundheitswesen (nie krank, etc) interessieren heute nun wirklich nicht, wenn es darum geht, ob die Kur verlängert werden soll oder nicht - da geht es um jetzt und heute.

von
Corletto

Also ob eine Reha verlängert wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab,
wie zum Beispiel den entstehenden Kosten und natürlich der ärztlichen Einschätzung ihres Gesundheitszustandes.

ABER, eine Reha dient nicht dazu ihre Gesundheit wiederherzustellen ( dann müssten einige Rehas ja Monate dauern.... ) , sondern um ihre ERWERBSfähigkeit zu verbessern und/oder eine drohende Erwerbsunfähigkeit abzuwenden und Sie wieder fit für ihren Job zu machen.

Nur das ist das Ziel einer Reha !!

Insofern hat der Arzt vollkommen recht, wenn er sagt , das man an der Gesundung auch zuhause weiter arbeiten kann ( wenn nicht sogar muß ! )

Eine med. Reha kann und soll ihre Gesundheit nicht vollständig wieder herstellen, sondern allenfalls verbessern.

Die aktuelle Belegungssituation einer Klnik muß und wird natürlich schon alleine aus betriebswirtschaftlichen Gründen auch immer mit berücksichtigt und wenn die Klnik eben voll belegt ist, ist eine Verlängerung ja nun mal unmöglich.

Das haben Sie dann vielleicht auch einfach nur Pech gehabt,
das dem so ist.....

Im Übrigen ist eine Rehadauer von 3 Wochen seit Jahren durchaus üblich und Verlängerungen gibt es relativ selten und wenn dann machnmal nur um wenige Tage oder mal 1 Woche wenn man grosses Glück hat.

Die Zeiten wo diese Rehas 6-8 Wochen dauerten sind lange ( sehr lange ) vorbei !

von
Corletto

Wenn Sie absolut eine Verlängerung wollen, sollten Sie morgen versuchen den Chefarzt der Klinik zu erreichen und ihm gegenüber ihren Verlängerunswunsch zu äußern.

Habe persönlich die Erfahrung gemacht , das die Chefärze vieles möglich machen , was die behandelnden Ärzte nicht können oder wollen...

Sie sollten dies aber wirklich gleich morgen machen, da eine Rehaverlängerung ja in jedem Fall beim Kostenträger der Massnahme noch von der Klinik schriftlich beantragt werden muß und dies kann einige Tage dauern .

von
Realist

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch heutzutage noch medizinische Reha-Maßnahmen bewilligt werden, die deutlich länger als drei Wochen dauern. Entscheidend dafür ist einzig und alleine die medizinische Notwendigkeit. Ich selbst bekam zunächst vier Wochen bewilligt und dann noch mal zwei mal zwei Wochen Verlängerung, also insgesamt acht Wochen. Allerdings war in meinem Fall die Erwerbsfähigkeit bereits erheblich gemindert. Sie können getrost davon ausgehen, dass die verantwortlichen Ärzte der Reha-Kliniken Verlängerungen IMMER befürworten werden, sofern es dafür wirkliche Gründe gibt. Da eine Reha-Maßnahme aber kein Erholungsurlaub ist, gibt es grundsätzlich keine Verlängerungen, wenn es dafür keine Notwendigkeit gibt!

von
Corletto

6-8 Wochen ist lange vorbei......nur noch in absoluten Ausnahmefällen.

§ 15
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation :

(3) Die stationären Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sollen für längstens drei Wochen erbracht werden.
Sie können für einen längeren Zeitraum erbracht werden, wenn dies erforderlich ist, um das Rehabilitationsziel zu erreichen.

und von der Interseite der Deutschen-Rentenversicherung-Westfalen :

7.1 Dauer stationärer medizinischer Leistungen nur noch 3 Wochen

Stationäre medizinische Leistungen der Rentenversicherung zur Rehabilitation werden nur noch für längstens 3 Wochen erbracht. Die Rentenversicherungsträger können jedoch solche Leistungen auch für einen längeren Zeitraum gewähren, wenn dies erforderlich ist, um das Rehabilitationsziel zu erreichen. Bisher gab es im Gesetz keine Regeldauer. In der Praxis wurden die stationären medizinischen Leistungen im allgemeinen in einem Zeitraum von 4 Wochen durchgeführt. Lediglich bei psychosomatischen Erkrankungen sowie bei Drogen- oder Alkoholsucht wurden auch bisher schon deutlich längere Rehabilitationsleistungen gewährt. Daran wird sich bei diesen besonderen Indikationen auch in Zukunft nichts ändern.

von
Marlies

Danke für die Antworten!
In den Beiträgen ist immer wieder die Rede von "Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederherstellen".
Womit ist dann aber die Rehadauer von 4 - 5 Wochen zu erklären, die vielen Menschen im Rentenalter bewilligt wird?
Wohlgemerkt: Ich gönne diesen Patienten dies von Herzen, sie haben es sich sicherlich verdient!

Und ganz sicher sehe ich die Reha nicht als "Urlaub" an, sondern hier wird mir derzeit klar, dass ich schon viel zu lange mit einer Reha gewartet habe, da im Lauf der Jahrzehnte nun mehrere "Baustellen" zusammengekommen sind u. eine vollkommene Wiederherstellung bzw. Schmerzfreiheit fast nicht mehr möglich ist.
Tja, das war wohl meine eigene Schuld...

von
Jonas

Hallo Marlies!

Die Patienten im Rentenalter werden nicht von Rententräger in die Reha geschickt. Für Altersrentner sind die Krankenkassen zuständig (außer Krebspatienten), und die haben andere Voraussetzungen wie ein RV-Träger. Bei denen kommt es nicht auf die Erwerbsfähigkeit an. Da geht es nur darum, den Gesundheitszustand zu verbessern (allgemeiner Reha-Bedarf). Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit spielen hier keine Rolle.

MfG

Jonas

von
Corletto

Bei den Rehas der Rentner ist deren Krankenkasse der Kostenträger und eben nicht die Rentenversicherung.

Bei Rentner geht es alleine um die Gesundheit und um eine drohende Pflegebedürftigkeit abzuwenden und/oder zu verbessern sowie eine bestehende Erkrankung aufzuhalten und/oder zu verbessern.

Da speilt die Erwerbsfähigkeit ja keine Rolle mehr...

Das ist ein sehr grosser Unterschied zu einer med. Reha für Erwerbstätige der RV .

Hier steht einzig und alleine die Erwerbsfähigkeit im Vordergrund und diese
ist - in der Regel - in kürzerer Zeit wieder herzustellen ( da die Patienten im Erwerbsfähigen Alter ja erheblich jünger sind als die Altersrentner ! )flegebedürftigkeit

Darum werden seitens der Krankenkasse schon mal mehr als diese 3-4 Wochen bei Rentnern genehmigt !

von
Marlies

Gut zu wissen.
Bin jetzt fast 53, habe inzwischen chronische Schmerzen, stehe noch mindestens 10 Jahre im Berufsleben....dann freue ich mich mal auf mein Rentendasein, da bekomme ich dann ja vielleicht in einer Reha die Zeit, die ich brauche, um mich wieder wirklich gut zu fühlen....
Sorry, dass ich so sarkastisch klinge, aber ich bin momentan total frustriert.

von
Corletto

Tut mir leid, aber ich kann ihren Sarkasmus wirklich nicht nachvollziehen.

Sie haben - leider - scheinbar immer noch nicht den Sinn und Zweck einer med. Reha verstanden oder wollen dies nicht verstehen.

Eine Reha soll und kann Sie nicht gesund machen.

Dafür ist eine med. Reha nicht gedacht und das kann eine Reha in der kürze der Zeit auch gar nicht leisten.

Nicht in 3 Wochen , aber auch nicht in 8 oder 10 Wochen.

Außerdem hätten Sie ja auch schon vor 10 jahren oder früher eine Reha beantragen können.

Das Sie erst jetzt mit 53 Jahren ihre erste Reha machen,
können Sie doch außer sich selbst niemanden anlasten !

Ich verstehe wirklich ihr Problem nicht, als ob von der Rehaverlängerung die Welt abhinge...und ihre chronischen Rückenschmerzen werden durch eine 1 oder 2 wöchige Rehaverlängerung auch nicht verschwinden.

Tun Sie daheim und auf lange Sicht etwas für ihre Geusndheit, das bringt viel mehr als eine 4 oder 5 wöchige Reha.

Totzdem alles Gute für Sie !

von
Realist

Zitat: "Sie können für einen längeren Zeitraum erbracht werden, wenn dies erforderlich ist, um das Rehabilitationsziel zu erreichen.

und von der Interseite der Deutschen-Rentenversicherung-Westfalen :

Stationäre medizinische Leistungen der Rentenversicherung zur Rehabilitation werden nur noch für längstens 3 Wochen erbracht. Die Rentenversicherungsträger können jedoch solche Leistungen auch für einen längeren Zeitraum gewähren, wenn dies erforderlich ist, um das Rehabilitationsziel zu erreichen."

Na also, dann sind also nach wie vor achtwöchige Reha-Maßnahmen möglich!

(Ich bin übrigens weder Drogen- noch Alkoholabhängig, werter @Corletto! Es gibt auch neurologische oder Orthopädische Krankheitsbilder, die eine längerfristigere Reha rechtfertigen können!)

von
Marlies

Nein, "gesundmachen" sollte mich die Reha nicht, allerdings wenigstens mal für eine zeitlang schmerzfrei u. dieses Ziel wäre durchaus mit einer Verlängerung erreichbar gewesen.
Wenn man Ihre Worte hört, möchte man meinen, eine Reha brächte eigentlich überhaupt nichts.....

von
Lena

Hallo Ich habe 5 Wochen Reha hinter mir.Das ist die 4 seit über vier Jahren,da ich jetzt die 5 Knie Op hatte.Ich bin jetzt 27 Jahre alt und Berufsunfähig entlassen worden.Ja ich hätte auch dringend Reha Verlängerung gebracht,aber dei Kostenträger hatten das knadenlos abgelähnt.Die Ärzte können nichs dafür.Da frage ich mich die ganze Zeit ob das Gesetzlich in Ordnung ist.3 Wochen weden immer drinnen sein.4 Woche werden bei den meisten angeboten.Ich habe in der Reha mitlerweile bemerkt das viele jammern und die Verlängerung ablehnen und null Bock haben Gesund zuwerden.Die kann ich net verstehen.Manche nutzen die Reha aus und gehen feiern statt auch selbst was dafür zutuen.Die die es dringend brauchen,bekommen keine Verlängerung.Das find ich Gesätlich nicht in Ordnung.Ich kam mit Knie Othese 50%Mobil aus der Reha und ohne bin ich 20%Mobil.Alles dreht sich nur ans Geld .An die Gesundheit denken sie nicht.Rheamaßnahmen sollten dringent geändert werden.3 oder 5 Wochen für exsteme Fälle sind zuwenig.Wie würdet ihr das beurteilen? Ich habe im Internet gesucht ob es nicht doch was gäbe im Recht zusein das Reha weiterhin dringend Notwenig ist und nach Gestz auch eine 2 Reha zusteht.Weiß jemand was?Dann hilft mir. Vielen geht es genauso wie mir Vielen Dank fürs zuhören