Kurzfristige Einladung zum DRV-Gutachtertermin

von
benito63

Hallo zusammen.

So, nun gehts los. Ich habe gestern die Aufforderung zum Erscheinen zu einem Gutachtertermin bzgl meines EMR-Antrages in vier (!) Tagen bekommen. Der Brief war - gemäß des Erstellungsdatums - neun (!) Tage unterwegs.

Natürlich habe ich nun Angst davor, was mich da erwartet (unabhängig von der für mich und meine psychischen Belastungen sehr schlechten
Kurzfristigkeit der Einladung), zumal der betreffende Arzt als, Zitat "schlecht und arrogant und menschliches A...loch" bewertet wurde. Ja, ich weiß: Einzelfall, Anonymität de WWW, Rufmord, eigenes Bild machen etc...

Sicherlich hat jemand von Euch / Ihnen schon Erfahrungen mit psych.
Gutachtern der DRV, ich jedenfalls habe schon mal gehörige Angst und bin wieder mal total verunsichert.

Gibt es so etwas wie "No-Goes" für mich, etwas was ich tunlichst vermeiden sollte?

Danke für die Einschätzungen.

von
Die Wartende

Hallo Benito,
Ich fand meinerseits die kurzfristige Einladung gut, hatte ich doch dadurch nicht soviel Zeit, mich völlig verrückt zu machen.
Wie andere ihren Gutachter beurteilen, würde mich wenig interessieren. Evtl. ist es wie mit anderen Bewertungen. Oft schreiben diejenigen, die etwas zu meckern haben.
Bei meinem psychiatrischem Gutachten bin ich der Empfehlung meines Therapeuten gefolgt und war schlichtweg so wie ich bin. Die Situation weder beschönigt noch verschlimmert. Mein Gegenüber war ein erfahrener Arzt Ende 60 und hätte sicherlich jede Unwahrheit bemerkt. Überraschend für mich war die Blutentnahme vorab. Ansonsten ein Termin von ca. 2 Stunden.
Danach folgten noch Reha und eine weitere Begutachtung, bevor ich dann fast 2 Jahre später den Bescheid bekommen habe. Ihnen alles Gute

Experten-Antwort

Hallo Benito,

"Die Wartende" hat Ihnen meines Erachtens bereits sehr gute Ratschläge gegeben.
Genau wie ein Facharzt oder ein Psychotherapeut auch, versucht der Gutachter Ihren Gesundheitszustand so genau wie möglich zu erfassen, um dann eine Einschätzung Ihres Leistungsvermögens abgeben zu können.
Wenn Sie genauso in die Untersuchung gehen, wie bei einem Facharzt, den Sie bisher nur noch nicht kennen, können Sie eigentlich nichts falsch machen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam

von
PeterT

Eigene Erfahrung:
Einfach du selber bleiben. Nichts verschönern oder verschlimmern. Die Gutachter merken sofort ob einer Übertreibt oder die Wahrheit sagt.
Sich nicht schämen seine Gefühle zu äußern. Dazu zählen auch seine Ängste und seine Gedanken wieder zu geben.
Auch seinen Emotionen sollte man freien Lauf lassen.

Bei MIR war nach 30 Minuten schon Schluss.

2 Monate später war der positive Bescheid im Briefkasten.

Ich wünsche viel Kraft und viel Erfolg.

von
W°lfgang

Zitiert von: benito63
Gibt es so etwas wie "No-Goes" für mich, etwas was ich tunlichst vermeiden sollte?

...unmäßiger Alkoholgenuss und Chanel N°5 unmittelbar vor dem Termin – kann zu Sprachbarrieren führen.

Verfälscht zwar beides bei regelmäßigem Konsum nicht die vorhandenen Blutwerte, könnte aber die objektive Bewertung der EM des med. Personals beeinflussen ;-)

Gruß
w.

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