KVdR

von
sommertau

hallo, habe einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, bin z.Zt. pflichtversichert in GKV wegen Beschäftigung ( z. ZT. krank) und beziehe Versorgungsbezüge nach Beamtenrecht (Witwe). Kann ich bei Rentenbewilligung mich von der KVDR befreien lassen und in eine private KV wechseln, bekommen ja Beihilfe in Höhe von 70 %?

von
bekiss

Ob Sie diese Möglichkeit haben, muss die Krankenkasse entscheiden. Also fragen Sie Ihre Krankenkasse nach der Versicherungspflicht.

Wenn Sie nicht krankenversicherungspflichtig werden, sollten Sie sich bei der Beihilfestelle erkundigen, ob der Beitragszuschuß der gesetzlichen Rentenversicherung zu Ihrer freiwilligen oder privaten Krankenversicherung einen Höchstbetrag nicht überschreiten darf.

Ansonsten würde Ihr Anspruch auf Beihilfe durch den Beitragszuschuß wegfallen.

Sollte es einen Höchstbetrag geben, können Sie beim Rentenversicherungsträger eine Begrenzung des Beitragszuschusses zu den Krankenversicherungsbeiträgen auf den höchstmöglichen Betrag, den Sie beziffern müssen, beantragen. Da eine rückwirkende Verzichtserklärung nicht möglich ist, sollten Sie die Begrenzung zügig, besser noch zugleich mit dem Antrag auf Beitragszuschuß, beantragen, damit Sie nicht auf 70% Arztkosten hocken bleiben!

Solche schmerzlichen finanziellen Desaster hat es leider schon gegeben.

von Experte/in Experten-Antwort

Sie sollten sich möglichst bald von Ihrer Krankenkasse beraten lassen, damit Sie über Vor- und Nachteile informiert sind. Diese entscheidet auch darüber, ob Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert wären.

Falls Sie nicht krankenvesicherungspflichtig werden, käme ein Beitragszuschuss in Betracht, den Sie beim Rentenversicherungsträger gesondert beantragen müssten.

Um einen maximalen Beihilfeanspruch zu behalten, sollten Sie bei Ihrer Beihilfestelle den Teilverzicht auf einen etwaigen Beitragszuschuss prüfen lassen.