KVdR und Mütterrente

von
W*lfgang

Zitiert von: Anna
Fragen zum besseren Verständnis.
Es geht um 2 verschiede Regelungen?

1. Bei geringer Rente wird die Rente geringer gerechnet(für evtl. Familienversicherung), wenn Kinderzeiten im Rentenkonto?

2. Zu der 90% Regelung in der 2. Hälfte des Arbeitsleben (wegen KVdR) kommen zu den Monaten noch die Kinderzeiten(3 Jahre je Kind) hinzu?

2a. Gilt das auch für in der ersten Hälfte geborene Kinder?

Hallo Anna,

zu 1. ist grundsätzlich nur für die freiwillige Krankenversicherung von den Bedeutung - wenn Sie die KVdR-Bedingungen nicht erfüllen und dann erst Ihr Einkommen/Ihre Rente im Rahmen einer kostenfreien Familienversicherung beim versicherten Partner zu berücksichtigen ist - und dann Ihre Rente um den Wert der Erziehungszeiten für die KV bereinigt wird.

zu 2. ja, pro Kind werden 3 Jahre pauschal auf die erforderlichen 9/10 draufgerechnet.

zu 2a. die Geburt der Kinder in der ersten oder 2. Hälfte spielt gar keine Rolle, es geht ausschließlich um Pauschal-KV-Zeiten für die/alle anrechenbaren Kinder.

Gruß
w.
PS: ...nebenbei, sind alles Fragen, die Ihre KV als Rentnerin betrifft und nicht von der DRV beantwortet werden können ;-)

von
Hi

Zitiert von: Zum Nachdenken
Wenn wirklich die KVdR nicht möglich ist und es grundsätzlich zu einer beitragsfreien FamVers kommen kann UND alleine der Rentenzahlbetrag zu höch wäre (kaum, da hier die 3 Kinder ZAhlbetragsmäßig wieder rauszurechnen sind) könnte man immer noch nach geltender Rechtslage eine einkommensunabhängige Teilrente wählen, so dass der Betrag unter der Grenze (glaube 425€) ist, hm? Schöne neue Flexi-Welt

Ja, so ist es. Schöne neue Flexi-Welt. Antwort der Krankenkasse: sie dürfen nicht auf einen Teil der Rente verzichten! Von daher: Bitte nie zur Beratung an die Krankenkasse verweisen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Hi
Ja, so ist es. Schöne neue Flexi-Welt. Antwort der Krankenkasse: sie dürfen nicht auf einen Teil der Rente verzichten! Von daher: Bitte nie zur Beratung an die Krankenkasse verweisen.

Ergänzend:

verweise ich noch mal auf den Beitrag von @rosebud (16.11.2017, 11:02) in diesem Thread, dass ein bewusster Teilrentenbezug andere Sozialleistungsträger/hier KK, einen 'Feuchten' angeht, wenn Versicherte Ihre zulässigen Gestaltungsrechte einfach per Gesetz wahrnehmen wollen und dürfen.

Wenn KK das anders sieht, ist das schlicht Rechtsmissbrauch/Falschauskunft ... und der/die MA hat anschließend ein 'Problem', wenn es ihm/ihr nachweisbar ist ;-) Insofern dann natürlich den schriftlichen Frageweg wählen! Geht auch unter Zuhilfenahme von Versicherungsbehörden, die SV-Recht komplett bedienen *g

Gruß
w.

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