langjährig Versicherte, Jahrgang 1946

von
pauline

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter (geb. 10/46, ca. 45 Arbeitsjahre) möchte zum Jahresende in Rente gehen - verdienterweise, wie ich finde. Ist das möglich und mit welchen Abzügen hat sie zu rechnen?

Vielen Dank!

von
Schade

kein Problem, wenn Sie 45 Arbeitsjahre hat, ist die Bedingung für die Altersrente für Frauen wäre bereis mit 60, also seit 2 Jahren erfüllt gewesen.

Geht eine Frau mit Geburtsmonat Oktober 46 zum 01.01.09 in Rente, hat sie 10,2% Abschlag.

von Experte/in Experten-Antwort

Für ihre Mutter käme die Frauenaltersrente in Frage. Dafür müsste sie nach Vollendung des 40. Lebensjahres 121 Monate Pflichtbeiträge entrichtet haben.
Wird der Antrag auf frühestmögliche Altersrente 10/2008 gestellt, würde die Rente zum 1.10.2008 beginnen und wäre mit einem Abschlag von 11,1 % belastet.

von
pauline

Vielen Dank für die Antworten! Bin in diesem Zusammenhang im Netz auf das Wort "Vertrauensschutz" gestoßen. Die Def., die ich gefunden habe, ist leider sehr allgemein.
Könnte es sein, dass sich ihr Abschlag durch irgendwelche Vertrauensschutz-Regelungen o.ä. noch verringert? (Kinder, DDR, immer voll, nie Teilzeit gearbeitet o.ä.)

von
KSC

nein, der Abschlag wäre nur bei Schwerbehinderung (50%) geringer.

Aber erstaunlich, dass Sie das nicht alles längst wissen.
Sie müssen doch schon unzählige Rentenauskünfte und Versicherungsverläufe haben?

von Experte/in Experten-Antwort

Für den Vertrauensschutz, der den Abschlag in der Rente ihrer Mutter beeinflussen würde, müsste Sie am 16.11.2000 schwerbehindert (= 50 %) oder berufs- bzw. erwerbsunfähig nach dem bis 31.12.2000 geltenden Recht gewesen sein. Außerdem muß zum Rentenbeginn Schwerbehinderung oder BU/EU vorliegen. Die anderen Vertrauensschutzregelungen finden bei ihrer Mutter keine Anwendung. Deshalb habe ich davon abgesehen, diese näher zu erläutern.

von
pauline

Ich habe mich, ehrlich gesagt, noch nicht durch die Bescheide meiner Mutter gelesen.
Sie hatte lange mit sich gerungen und sich jetzt ziemlich kurzfristig entschieden, schon zum Jahresende aufhören zu wollen. Es taten sich eben gestern ein paar Fragen (bei mir) auf und ich wollte mich für sie mal im Netz dazu belesen. (Was sich als recht verwirrend rausstellte, deshalb meine Frage hier.) Sie wird sich aber nächste Woche auch nochmal vor Ort bei der RV erkundigen.

von
Horst Sergio

Meine Güte, es ist wirklich erschreckend, wie extrem arrogant und unhöflich manche von den sogenannten "Experten" hier sind. Hab mir jetzt einige Threads hier durchgelesen, da ich grad in einem ähnlichen Dilemma stecke, und saß teilweise einfach nur kopfschüttelnd vor meinem Monitor. Übrigens, entschuldige das ich deinen Thread hier grad "hi-jacke", pauline. Ich finde das musste mal gesagt werden. Für manche Leute ist es anscheinend unvorstellbar das man sich in all dem Renten -, paragraphen - und Gesetzesdschungel nicht sofort zurecht findet.
Ich wüsste doch zu gern was für "Gestalten" sich hinter den Namen verbergen. :)

Nichts für Ungut

von Experte/in Experten-Antwort

@ horst sergio
Vielleicht können Sie das genauer erläutern, was bei meinen Ausführungen zur Anfrage von Pauline "arrogant und unhöflich" war?

von
Horst Sergio

Mein Beitrag auf in erster Linie auf den herrlich sarkastischen Kommentar von KSC bezogen. Ich möchte das jetz hier auch ungern breittreten. Sonst schweifen wir vom Thema ab :)

von
xxxx

bestimmt durch DDR

von
pauline

Sehr geehrte(r)? xxxx,

ich verstehe den Kommentar/die Frage nicht!

Ich hatte folgendes im Netz beim Stichwort Vertrauensschutz gefunden: "Derartige Vertrauensschutzregelungen bestehen z. B. im Zusammenhang mit folgenden gesetzlichen Maßnahmen: - Überleitung des Rentenrechts der DDR auf das gesamtdeutsche Rentenrecht..."

Da das auf sie zutrifft, hab ich das in meine Frage zum Vertrauensschutz reinformuliert.

Ich entschuldige mich hiermit herzlichst, für meine dümmlichen Ossi-Fragen.

von
KSC

wenn es sarkastisch rübergekommen ist, war das nicht meine Absicht - ich ging und gehe halt davon aus, dass sich eine 62 jährige berufstätige Frau schon mal mit dem Thema "wann gehe ich in Rente" beschäftigt hat.

Im übrigen habe ich ja im ersten Satz die gestellte Frage klar beantwortet - oder?

:-)

von
Rosanna

Der Vertrauensschutz für die in Frage kommende Altersrente für Frauen ist im § 237 a SGB VI, Abs. 3 , genannt.

Da diese Vertrauensschutzregelungen bei Ihrer Mutter nicht zutreffen, wird die (frühestmögliche) Altersgrenze von 60 Jahren angehoben.

Die Vertrauensschutzregelung für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wurde vom Experten ja bereits genannt.

SÄMTLICHE Vertrauensschutzregelungen für vorzeitige Altersrenten haben absolut nichts mit dem Rentenrecht der ehemaligen DDR, Kindererziehung oder sonstigem zu tun, sondern mit Arbeitslosigkeit zu einem bestimmten Stichtag, Altersteilzeitvereinbarung zu einem bestimmten Stichtag oder eben Schwerbehinderung oder BU/EU am 16.11.2000 bei bis zum 16.11.1950 geborenen Versicherten (diese waren zum Stichtag 50 Jahre alt). Sie sind immer im entsprechenden Paragraphen genannt.