Leistung zur Teilhabe am. Arbeitsleben nach med. Reha

von
michapelig

Kennt sich jemand mit dem Thema "Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben" genauer aus?

Ich vermute nämlich das am Ende meiner med. Rehabilitation die Ärzte mir so etwas anraten bzw. das so im GA für die DRV vorgeschlagen wird.

Ich bin Krankenpfleger und würde gerne bei meinem bisherigen Arbeitgeber weiter tätig sein.

Aus gesundheitlichen Gründe ist wahrscheinliche eine Tätigkeit im stationären Bereich nicht mehr möglich.

Es besteht ja, bei der "Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben", die Möglichkeit einer innerbetrieblichen Umsetzung.

Unterstützt mich dann die DRV bei den Gesprächen, mit meinem Arbeitgeber um nach einer Lösung zur innerbetrieblichen Umsetzung bzw. gar einer Umschulung, beim jetzigen Arbeitgeber?

Ist mein Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet nach internen Lösungen für mich zu suchen, falls es Lösungen gibt?

Ist er aber wenigstens verpflichtet nach Lösungen zu suchen, ganz unabhängig davon ob es interne Lösung gibt?

von
toto

Selbstverständlich werden Sie nach Antragstellung und einem positiven Leistungsbescheid von einem Rehaberater der DRV eingehend beraten und auch weitergehend begleitet. Das kann auch ein gemeinsames Gespräch mit dem AG beeinhalten. In einem großen Klinikbetreib gibt es in aller Regel Möglichkeiten der Umsetzung evtl. auch mit einer vorangehenden Fortbildung/Qualifizierung zu Lasten der DRV. Günstig ist dabei, dass Kenntnisse und Berufserfahrung genutzt werden. Denkbar ist auch eine Umschulung, wenn überhaupt notwendig. Eine Umschulung dauert i.d.R. 2 Jahre.

von
michapelig

Ganz ehrlich strebe ich die Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben auch an. (In Hinblick meiner Erkrankung auch kein falscher Gedanke)

Mein größter Wunsch währe es bei meinem Arbeitgeber zu bleiben, mich intern umsetzen zu lassen oder durch Fort- und Weiterbildung, eventuell Umschulung, einen anderen Arbeitsplatz zu bekommen.

Wie kann ich das in der Rehaklinik erreichen bzw. wie kann ich auf meine Wünsche hinsichtlich nach der Reha hinweisen?

Sollte ich das direkt von mir ansprechen bei den Ärzten oder zusätzlich einen Psychologen konsultieren in der Rehaklinik?

Kommen die Ärzte von sich aus auf den Gedanken oder wie bereits gefragt sollte ich das ganz direkt und konkret ansprechen?

von
Schade

Es ist sicher sinnvoll selbst aktiv zu werden und sich nicht auf andere zu verlassen.

Das eigenständig in der Reha anzusprechen, kann nie schaden.

Genausowenig schadet es, wenn Sie sich daheim selbst mit der Personalabteilung Ihres Arbeitgebers melden und Ihr Interesse nach einer geeigneteren Arbeit kundtun.

von
toto

Es ist sehr wichtig, dies mit dem Reha-Arzt zu besprechen. Im Enlaßbericht muß der Arzt eine sog. Sozialmedizinische Beurteilung abgeben und sollte bei Notwendigkeit natürlich auch LTA empfehlen (da gibt es etxra ein Kästchen zum ankreuzen). Das erleichtert ihr Antragsverfahren enorm. Sollte ein Rehaberater sogar in die Reha-Einrichtung kommen, könnten Sie ggf. dort schon ein Infogespräch wahrnehmen und dem Rehaberater den Antrag in die Hand drücken. Ggf. sollte es in der Rehaklinik auch eine Sozial- und Rehaberatung geben, die Sie zur Antragstellung informieren kann. Eine Entscheidung welche Maßnahme für Sie notwendig wird, fällt dann aber erst mit Ihrem zuständigen Rehaberater vor Ort. Beim Antrag für LTA (Formulare G100 und G130 finden sich auch im Internet) wird nur über die Notwendigkeit einer Leistung entschieden, aber noch nicht darüber welche in Betracht kommt.
Sinnvoll ist natürlich auch das Gespräch mit dem Arbeitgeber und ggf. Personalarzt.

von
Petus

Das nützt nur leider alles gar nichts wenn ihr AG nicht mitspielt und Sie vielleicht jetzt auf dem Weg sogar los werden will. Solche Aktionen werden gerne genutzt um sich von unliebsamen Mitarbeitern zu trennen. Also man sollte schön vorsichtig sein mit was man den AG belästigt bzw. was man von ihm verlangt. Das kann- muss nicht - auch schnell ein Schuß nach hinten werden..

von
High

Zitiert von: Petus

Das nützt nur leider alles gar nichts wenn ihr AG nicht mitspielt und Sie vielleicht jetzt auf dem Weg sogar los werden will. Solche Aktionen werden gerne genutzt um sich von unliebsamen Mitarbeitern zu trennen. Also man sollte schön vorsichtig sein mit was man den AG belästigt bzw. was man von ihm verlangt. Das kann- muss nicht - auch schnell ein Schuß nach hinten werden..


Du kannst den Leuten aber Mut machen alle Achtung vor soviel Optimismus.

von
michapelig

Zitiert von: High

Zitiert von: Petus

Das nützt nur leider alles gar nichts wenn ihr AG nicht mitspielt und Sie vielleicht jetzt auf dem Weg sogar los werden will. Solche Aktionen werden gerne genutzt um sich von unliebsamen Mitarbeitern zu trennen. Also man sollte schön vorsichtig sein mit was man den AG belästigt bzw. was man von ihm verlangt. Das kann- muss nicht - auch schnell ein Schuß nach hinten werden..


Du kannst den Leuten aber Mut machen alle Achtung vor soviel Optimismus.

Leider gibt es zu viele Pessimisten im Leben.

Meine Gesundheit ist mir wichtiger.

Was nützt es, wenn ich in meinem alten Beruf zurück gehe und dadurch einen Verschlimmerung meiner Gesundheit vorprogrammiert ist?

Ich will am Ende nicht PLATT sein.

von Experte/in Experten-Antwort

So wie Sie Ihre Situation schildern, wird die Klinik am Ende Ihrer medizinischen Reha sicherlich die Empfehlung zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben aussprechen. Wenn Sie derartige Leistungen auch wünschen, sollten Sie einen entsprechenden Antrag bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger stellen.
Dieser wird Ihren Anspruch prüfen, und -soweit ein Anspruch auf LTA besteht - gemeinsam mit dem Reha-Fachberater die geeignetste Leistung aus dem umfangreichen Katalog berufsfördernder Reha-Leistungen auswählen. Die Möglichkeiten der innerbetrieblichen Umsetzung oder einer evt. behinderungsbedingten Arbeitsplatzgestaltung zu prüfen, wenn noch ein Arbeitsverhältnis besteht und erhalten werden kann, sind dabei immer die erste Wahl vor einer völligen beruflichen Neuorientierung durch Umschulung u.ä.
Dabei -insbesondere beim Gespräch mit dem Arbeitgeber- wird Sie der Reha-Fachberater der Rentenversicherung gern unterstützen. Sprechen Sie Ihren Wunsch aber ruhig schon während des Klinikaufenthaltes an, z.B. beim Sozialarbeiter der Reha-Klinik oder beim Reha-Fachberater der Rentenversicherung, falls dieser in Ihrer Klinik während Ihres Aufenthalts Sprechstunden abhält.

Ansonsten ist den Ratschlägen der "Vor-Antworter", Toto und Schade, nichts hinzuzufügen.