Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

von
blg-frank

Guten Tag, liebes Experten Team

Seit September 2015 befinde ich mich in einem beruflichen Integrationstraining in verstetigter Form. Bis Juni 2016 beziehe ich noch volle Erwerbsminderungsrente.
In der Maßnahme wurde klar festgestellt, dass meine Ausbildung, Weiterbildungen veraltet sind . Die letzte Tätigkeit, sowie den Ausbildungsberuf kann ich gesundheitlich nicht mehr ausüben und muss mich beruflich neu orientieren.
Eine Umschulung wäre das einzigste was noch Sinn machen würde um noch dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.
Welche Vorraussetzungen muss man für eine Umschulung haben?

Mit freundlichem Gruß

von
KSC

Es muss zu erwarten sein, dass der Umschüler (der bisher voll EM ist weil er nicht arbeiten kann) die Belastung einer 2 jährigen Ausbildung packt und die Prüfung besteht.

Spätestens nach erfolgreicher Umschulung ist die Rente weg (weil er/sie ja arbeiten kann) und man sucht sich eine passende Arbeit und finanziert damit den Lebensunterhalt.

von
blg-frank

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

Psychisch gesehen geht es mir wieder deutlich besser, deswegen habe ich auch beschlossen eine berufliche Reha zu machen. Die körperlichen Schäden werden dauerhaft bleiben.

Meine Reha Beraterin meinte vor der Maßnahme das wir es erst mal auf diesen Weg versuchen. Sollte das dann nicht fruchten und ich nicht in eine geeignete Arbeit kommen, können wir über eine Umschulung reden.
Nun, in der Maßnahme habe ich eine andere Beraterin bekommen, die meinte es gibt keinerlei Chancen auf eine Umschulung. Und wenn diese Maßnahme fertig ist und ich nicht in Arbeit bin, sei das mein Problem und solle mich dann beim Arbeitsamt melden.

Ich habe ja von mir aus den Antrag auf Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gestellt, weil ich finde das ich trotz meiner Behinderung wieder arbeiten gehen möchte.

Wie kann ich denn meine Reha Beraterin davon überzeugen, dass ich in der Lage bin eine Umschulung zu packen? Denn es ist meine einzige Chance noch dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Das andere Problem ist, dass wir in der jetzigen Maßnahme keinerlei Unterstützung bekommen. Teilweise haben wir noch nicht mal einen PC. Unterricht hatten wir auch keinen, da kaum Referenten da sind. Müssen dann die Zeit absitzen. Das kann auch nicht Sinn und Zweck sein. Wir sollten auch Unterstützung bekommen, einen geeigneten Praktikumsplatz zu finden um auch in verschiedenen Bereichen sich aus zu testen wie es denn noch geht. Jedoch kümmert sich dort niemand um uns. Allerdings haben wir schon die Rentenversicherung informiert.
Ich habe schon zig Bewerbungen geschrieben und immer wieder Absagen bekommen.

Was kann ich tun um wieder eine dauerhafte berufliche Zukunft zu gewinnen?

von
HotRod

Warum wollen Sie Ihre sichere EM-Rente aufs Spiel setzen ?

Vergessen Sie Ihre Umschulung und suchen Sie sich stattdessen einen Minijob, wenn Sie unbedingt arbaiten wollen.

Dann bleibt Ihnen Ihre Rente ungekürzt erhalten und wenn Sie sich krank melden, bekommen Sie den Lohn aus Ihrem Minijob ohne dafür arbeiten zu müssen zusätzlich im Rahmen der Lohnfortzahlung !

Umschulungen nützen nur den Veranstaltern !

von
KSC

Wie alt sind Sie eigentlich und seit wann bekommen Sie die Rente?

Was für eine Ausbildung hatten Sie bislang?

Was für einen neuen Beruf streben Sie an?
Meinen Ihre Ärzte dass Sie so belstbar sind den Stress einer Berufsausbildung zu meistern?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo blg-frank,

die Entscheidung, ob Sie eine Umschulung bewilligt bekommen oder z. B. eine Integrationsmaßnahme (die Sie ja derzeit absolvieren) ist immer eine Einzelfallentscheidung. Dazu führen Sie ein Gespräch mit Ihrem zuständigen Reha-Berater. Dieser wird dann einen Vorschlag machen, wie es weiter gehen kann.

Ob und ggf. welche Umschulung/Weiterbildung bekommen, kann Ihnen dieses Forum nicht beantworten, da dies von verschiedenen Faktoren abhängig (Gesundheitszustand, Alter, Leistungsvermögen, Lage auf dem Arbeitsmarkt etc.) ist.

Also: Termin mit Ihrem Reha-Berater vereinbaren!

von
blg-frank

Unsere zuständige Reha Beraterin blockt alles ab was mit Umschulung und Weiterbildung zu tun hat. Wir bekommen keine. Punkt.

Es wird auch nicht geprüft. Im Gegenteil. Laut Leistungsbild darf ich noch schwer heben, bücken, Zwangshaltungen, Nässe, Kälte, Zugluft, usw.arbeiten.
Das kann ich nicht mehr. Deswegen war ich ja auch voll Erwerbsgemindert. Habe aber durch viel Therapien gelernt damit umzugehen und zu lindern.
Laut Leistungsbild darf ich aber Dinge nicht, mit denen ich keinerlei Probleme habe.
Ich wollte dies korrigieren lassen und wollte zu einem psychiatrischen Gutachten. Keine Chance.
Da wir in der Maßnahme auch Praktika machen müssen, werde ich nun genötigt was zu machen das ich körperlich nicht lange durchhalten kann. Geistig bin ich aber fit.

Wie gesagt, was tun? Bald ist die Maßnahme am Ende. Und dann? Bekommt man danach noch was? Diese Maßnahme trägt auf jeden Fall keinerlei Früchte.

Mit freundlichem Gruß

von
blg-frank

Ich habe vergessen zu sagen das ich Arthose und Rheuma in der Wirbelsäule habe. Sowie Gleitwirbel, davon sind einige schon versteift worden.