Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zurückstellen

von
Jeannette

Ein Hallo hier in die Runde.....

Ich bin etwas verzweifelt und suche nach Antworten.
Bin 48 Jahre Lungenkrank, SAS, Hypertonuns ( wer hat den heutzutage nicht ;) )GdB 50 ( Verschlechterungsantrag gestellt) Merkzeichen G , von Beruf Altenpflegerin.

War letztes Jahr in der Reha und sollte einen Antrag LTA stellen, gesagt getan......erst abgelehnt nun bewilligt. Ziel und Absprache waren eine Höherqualifizierung.
Jetzt das Gespräch mit der Rehaberaterin......ich war entsetzt, erstmal habe ich mich entschuldigt, dass ich noch berufstätig bin.....denn ihre Begrüßung war " das Klientel was ich sonst hier habe ist mind. schon 1 Jahr AU, wenn nicht 2! Dann kamen wir endlich ins Gespräch was eigentlich ein Witz war! Sie laß da was vom Zettel ab, was ich nicht mehr tun sollte.....dachte sie hört nicht mehr auf und fragte dann nur, ob ich bei Siemens anfangen sollte in einem sterilen Räumchen!? Nein!
Also im Endeffekt war es dann so keine Höherqualifizierung würde nichts bringen aus ihrer Erfahrung und wenn niemals berufsbegleitend sondern 2 Jahre voll , müsste man mit dem AG sprechen zwecks Freistellung?! Ich dachte ich stehe im Wald! Ich liebe meinen Job, so hart wie er ist, es gibt Tage da geht's gut und Tage da geht es schlechter. Habe einen super AG und nicht vor dort alles aufzugeben.
Vor allem war ich über das negative Leistungsvermögen überrascht, war mir so nicht bekannt. Ich kam mir überrumpelt vor, hätte ich dies vorher gehabt wäre ich anders vorbereitet gewesen.... Laut Auskunft DRV Bund wäre dies nur ein internes Dokument..... es betrifft mich!
Ich verstehe auch den Sinn einer Umschulung nicht..... Bin dann 51 je nach Schnelle der Bearbeitung wie sehen da wohl meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus..... Das wäre der soziale Abstieg! Kann man die LTA zurückstellen? Nicht zurücknehmen, habe Angst, dass mir wenn es wirklich nicht mehr geht Nachteile entstehen.
Danke für's lesen und eventuelle. Ratschläge

von
Schade

Niemand zwingt Sie zu irgendetwas.

Sie können auch im bisherigen Beruf weitermachen.

Aber da Sie nicht jünger werden, sind in 3 oder 4 Jahren die Aussichten wahrscheinlich auch nicht besser.

Vielleicht gibt es ja Alternativen bei ihrem Super Arbeitgeber, haben Sie dort schon mal nachgefragt?

von
???

Nachdem Sie ja anscheinend weder die Branche noch Ihren Arbeitgeber wechseln wollen, sollten Sie mit dem über Ihre berufliche Möglichkeiten sprechen. Wenn am Ende ein gesundheitlich passender Beruf steht, kann die DRV auch entsprechende Schulungen übernehmen. Eine Zusage des Arbeitgebers mit entsprechenden Vorgaben wirkt da oft Wunder.

Sollte sich keine Lösung für Sie finden lassen, wird das Verfahren wohl abgeschlossen werden. Das hat für Sie nur den Nachteil, dass Sie die ganzen Antragsformulare neu ausfüllen müssen, wenn Sie dann doch wieder Interesse an LTA haben.

Sie sollten sich aber gut überlegen, ob Sie in Ihrem bisherigen Beruf wirklich weiterarbeiten wollen. Die DRV ist nicht dafür bekannt, dass sie völlig grundlos Leistungen bewilligt. Sie laufen vielleicht Gefahr, dass Sie Raubbau an Ihrer Gesundheit betreiben. Sprechen Sie auch mal mit Ihrem behandelnden Arzt, wie er die Lage einschätzt.

von
Jeannette

[quote=235838]
Niemand zwingt Sie zu irgendetwas.

Richtig! Die Vorraussetzungen letztes Jahr und die Gespräche in der Sozialberatung waren klar und deutlich. LTA / Höherqualifizierung.
Zudem viel das negative Leistungsvermögen anders aus..... keine Noxen - Inhalative Belastungen, Nässe und Zugluft! Das jetzige war der Wahnsinn..... ich schrieb ja am Besten steriles, keimfreies Räumchen! Hat mich 1 Jahr lang jemand gefragt wie es mir geht auf der Arbeit, wie ich den Alltag bewältige? Nein!

Vielleicht giibt es ja Alternativen bei ihrem Super Arbeitgeber, haben Sie dort schon mal nachgefragt?
Sicher habe ich das! Nur die DRV möchte eine Zusicherung, dass der Job dann auch frei ist, welcher AG tut dies, er weiß auch nicht wie mein Zustand in 2-3 Jahren ist, ich auch nicht, denn wenn ich Dies wüßte könnte ich Hellsehen und mein Geld anders verdienen. Mein AG kommt mir schon entgegen, indem ich bestimmte Arbeiten nicht verrichte.

von
Jeannette

[quote=235823].

Sollte sich keine Lösung für Sie finden lassen, wird das Verfahren wohl abgeschlossen werden. Das hat für Sie nur den Nachteil, dass Sie die ganzen Antragsformulare neu ausfüllen müssen, wenn Sie dann doch wieder Interesse an LTA haben.
Mit Sicherheit nicht, nochmal würde ich einen Antrag nicht stellen.

Sie sollten sich aber gut überlegen, ob Sie in Ihrem bisherigen Beruf wirklich weiterarbeiten wollen. Die DRV ist nicht dafür bekannt, dass sie völlig grundlos Leistungen bewilligt. Sie laufen vielleicht Gefahr, dass Sie Raubbau an Ihrer Gesundheit betreiben. Sprechen Sie auch mal mit Ihrem behandelnden Arzt, wie er die Lage einschätzt.
Der Antrag wurde zuerst abgelehnt, also fragte ich mich letztes Jahr schon, warum die einen in die Reha schicken, wenn sie sich davon nichts annehmen

von
Schade

Machen Sie was Sie richtig finden, Sie wissen ja eh alles besser.....:)

Sie scheinen die DRV Mitarbeiter ja eh für Idioten zu halten....

von
Jeannette

Zitiert von: Schade

Machen Sie was Sie richtig finden, Sie wissen ja eh alles besser.....:)

Sie scheinen die DRV Mitarbeiter ja eh für Idioten zu halten....


Schade ...... kann ich da nur sagen, ich habe hier Niemanden als Idioten bezeichnet, ich hatte mich an dieses Forum gewendet um sinnvolle Ratschläge zu bekommen und keine Zynischen! Wenn ich alles wüsste, hätte ich hier nichts gepostet, Ich denke jedoch, dass ich hier falsch bin....
Im übrigen meine Erfahrungen mit der DRV waren bisher nicht besonders gut, ich habe um diese Leistungen nicht gebettelt! Würden Sie es toll finden wenn sie 25 Jahre einer Arbeit nachgehen, welche noch Spaß macht und man Ihnen mit nur einem Satz alles nimmt was ihnen immer Freude bereitet hat? Applaus, Applaus!
Ich denke manche hier glauben auch die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, nur vergessen etwas darauf zu tun........
Schon einmal darüber nachgedacht, dass mancher evtl. auch Existenzängste hat?! Wäre mir das vor 10 Jahren passiert hätte ich gelächelt, einen Neustart gewagt! Glauben Sie mir ich wäre auch lieber gesund, ich habe es mir nicht ausgesucht

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Jeanette,

ich kann mich nur den Ausführungen von ??? anschließen. Es wäre sinnvoll, dass Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber und dem Rehafachberater an einem Tisch setzen und Ihre berufliche Situation besprechen. Vielleicht kann eine Lösung gefunden werden, dass Sie eine Tätigkeit bei Ihrem Arbeitgeber ausüben, die Ihren gesundheitlichen Einschränkungen entspricht.
Sollten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (z.B. Weiterbildungsmaßnahmen) hierfür erforderlich sein, können diese auch vom Rentenversicherungsträger gefördert werden.