Letzte Frage zur Wiedereingliederung! Danke

von
susisum

hallo ihr lieben.
danke für die schnellen antworten!!!!

aber ich hab noch eine frage!
was passiert mir, wenn mein arbeitgeber sagt, eine wiedereingliederung wäre nicht möglich???
das ist in meinem fall echt der fall.
Es stimmt zwar, dass ich dem ag keine direkten kosten verursache, doch muß sich jemand um mich kümmern, und mich bereits zum 4.mal einlernen!!!!
und während der urlaubszeit ist keine kraft hierfür frei!

wie gehts dann mit mir weiter, wenn mein ag die wiedereingliederung ausschließt???

kann ich dann ohne wiedereingliederung endlich mal in ruhe gesund werden?
oder muß ich mir dann andere hürden aufbürgen lassen!

lt. meinem arzt bin ich noch lange nicht wieder gesund.

wie gehts dann weiter????

vielen vielen dank!!!!
susi

von
Schade

wenn der AG die Wiedereingliederung nicht will, weil das irgendwie nicht in seine Betriebsorganisation passt, braucht er nicht zustimmen - er ist immer noch der Chef im eigenen Betrieb.

Aber dann sind Sie wohl weiterhin arbeitsunfähig, sofern der doc Sie krankschreibt.

Und irgendwann fangen Sie von einem Tag auf den anderen wieder an zu arbeiten - aber direkt in Vollzeit also von null auf hundert Prozent.

Ist Ihnen das wirklich lieber?

Oder Ihr AG kündigt Ihnen aus betrieblichen Gründen, weil er für Ihre Position unbedingt jemanden braucht, von dem er überzeugtist, dass er die Arbeit auch macht?

Das kann von außen keiner vorhersehen, da kann vieles passieren.

von Experte/in Experten-Antwort

Ausführliche Informationen zu Voraussetzungen und Ablauf einer stufenweisen Wiedereingliederung können Sie der Arbeitshilfe für die stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess -herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation - unter www.bar-frankfurt.de/Arbeitshilfen.bar?ActiveID=1083 entnehmen.

von
Realist

Vertrauen Sie ruhig Ihren REHA-Ärzten. Die können Ihr tatsächliches Leistungsvermögen vielleicht viel realistischer einschätzen als Sie selbst! Betrachten Sie die Wiedereingliederungsmaßnahme ganz einfach als gut gemeintes Angebot. Wie bereits (mehrfach) erwähnt, entscheidet nicht nur Ihr behandelnder Arzt über Ihre fortdauernde AU, sondern ggf. auch der medizinische Dienst Ihrer Krankenkasse. Sollte Ihr Arbeitgeber eine stufenweise Wiedereingliederung, aus welchen Gründen auch immer, ablehnen, entstehen dadurch weder ihm noch Ihnen irgendwelche Nachteile. Allerdings wird Ihr Arbeitgeber Ihren Arbeitsplatz nicht ewig für Sie reservieren. Und wenn Sie erst einmal arbeitslos sind, haben Sie ein wirkliches Problem. Ihre Krankenkasse kann Sie übrigens auch dazu auffordern, bei Ihrem Rentenversicherungsträger Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu beantragen, wenn Sie offensichtlich außerstande sind, in Ihren bisherigen Beruf zurückzukehren. Ob Ihnen allerdings mit einer aufgezwungenen Umschulungsmaßnahme mehr gedient ist als mit Ihrem bisherigen Arbeitsplatz, wage ich aufgrund Ihrer Schilderungen zu bezweifeln.
Also: Zähne zusammenbeißen und durch!

von
Meister

NIEMALS den Reha-Ärzten vertrauen bitte.

Denen ist doch IHRE Gesundheit völlig egal, die wollen sie nur wieder in die Arbeit " zwingen "
( diesen Autrag hat Ihnen nämlich der Kostenträger der Reha-Masnahme mut auf den Weg gegeben ... )

Wenn Sie in der Wiedereingliederung zusammenbrechen, haben S i e den Schaden und niemand anders.

Ich würde mich mit Sicherheit nur dann wiedereingliebern lassen bzw. den Versuch unternehmen, wenn i c h mir 100% sicher bin das auch zu schaffen.

@ Realist
Mit " Zähne zusammenbeissen und durch " ist hier nicht.
Sie scheinen von psychischen
Erkrankungen leider null Ahnung zu haben.
Bitte sie inständig hier nicht so einen Schmarrn zu verbreiten. Danke.

und ja , manchmal ist es sogar am Besten den Arbeitsplatz zu verlieren bzw. aufzugeben ( wie bei mir nämlich ! ), weil der könnte nämlich auch ein ( Groß-Teil )des Problems sein und wenn der weg ist, könnte die Gesundheit zurückkommen.

von
Realist

Ich hatte bereits mehrfach(!) darauf hingewiesen, dass eine Wiedereingliederungsmaßnahme JEDERZEIT abgebrochen werden kann, sofern weiterhin Arbeitsunfähigkeit besteht! Mit Ihrem Beitrag haben Sie die Fragestellerin nur unnötig verunsichert, was ich unverantwortlich finde! Ihre persönlichen Erfahrungen helfen hier niemanden weiter, Sie großer "Meister"!

von
Meister

Sie verstehen die Problematik die sich aus dieser Wiedereingliedrung ergeben kann nicht !

Klar, kann eine Wiedereingliederung jederzeit wieder abgerbochen werden, aber glauben sie ernsthaft das dies für das Selbstvertrauen und die Genesung gut ist ?

1. Wird kein Chef Ihnen eine zweite Chance der Wiedereingliederung dann geben !
2. Weiss beim Abbruch der Massnahme dann die ganze Firma wie es um sie bestellt ist.
3. könnten sie schwer gesundheitlich geschädigt werden ( psychisch )
weil so ein Abruch natürlich
auch bei Ihrer Psyche einiges
auslöst.
4. und selbst wenn der Chef Ihnen noch eine 2. Wiedereingliederung genehmigt, was glauben sie
mit welchen " Argusaugen " sie dabei überwacht werden.

Der Druck der in so einer Wiedereingliedrung aufgebaut wird, ist enorm hoch ( nicht nur von der Chefseite sondern auch von den lieben Arbeitskollegen )
Das darf keinesfalls unterschätzt werden.

Und kein Arzt, kein Reha Berater oder sonst wer kann
die Entscheidung ob Wiedereinglderung ja oder nein einem abnehmen.

Weil nämlich nur der Patient selber seine Arbeit kennt und weiß was da auf ihn zukommt !

Bei dem geringsten Zweifel
es nicht zu schaffen, würde ich es zu diesem Zeitpunkt n i c h t machen !

von
Realist

Was SIE machen würden, interessiert aber nunmal nicht! Schließlich entscheidet nicht der Patient darüber, ob er arbeitsunfähig ist, sondern die behandelnden Ärzte bzw. der MDK. Und wenn offensichtlich KEINE AU, oder zumindest eine bedingte Arbeitsfähigkeit vorliegt, hat der Patient gar keine andere Wahl, als mitzuspielen! Wo kämen wir denn wohl hin, wenn jeder Patient selbst entscheiden könnte, wann er seine Arbeit wieder aufnimmt?
Je länger ein Patient seinem Arbeitsplatz ferngeblieben ist, desto schwieriger fällt ihm der Wiedereinstieg. Also sollte man im eigenen Interesse nicht zu lange damit warten!

von
Meister

@ Realist :
Lassen sie,s gut sein.

Ich habe die Erfahrung , Sie - nur - ihre Meinung zum Thema Wiedereingliederung.

Man kann eine Arbeitsfähigkeit eben nicht erzwingen ++

Mir hat in einer meiner med. Rehas der Psychologe wörtlich gesagt :

" W i r entscheiden jetzt zwar ob Sie
Wiedereingliedern, Rente bekommen oder sonst etwas,
aber der einzige der letzendlich es umsetzen muß sind S i e und wenn S i e auch nur den geringsten Zweifel haben das es nicht klappen könnte, wird es auch nicht klappen ! "

Also im Endeffekt entscheidet es eben doch der Patient selbst und nicht die Ärzte....

und ich kann jetzt nach 4 Jahren sagen : Ja, der Psychologe hatte absolut recht. Ich hatte Zweifel, habe mich aber in die Wiedereingliederung " drängen " lassen ( auch um meinen hoch dotierten Arbeitsplatz mit aller Gewalt zu behalten !) , musste sie aber abbrechen und kam dann dadurch 6 Monate in die Psychiatrie...

Bei m i r war es so und darum warne ich susisum, weil ich aus allem was sie schreibt, grosse Zweifel lese.

Aber da ihr Arbeitgeber die Wiedereingliedrung ja sowieso ablehnt, ist das Thema ja auch lerdigt.

von
Realist

Sollte sich "susisum" weigern, an einer zumutbaren Wiedereingliederungsmaßnahme teilzunehemen, kann sie vom Leistungsträger wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft sanktioniert werden. Übernehmen Sie dafür die Verantwortung?
Wenn es nach Ihnen ginge, bräuchte also jeder, der keinen Bock auf Arbeit hat, nur zu behaupten, dass er noch nicht arbeitsfähig sei und schon hat er Urlaub bis an sein Lebensende? Anders kann ich Ihre Aussage, dass im Endeffekt der Patient und nicht die Ärzte über die weitere AU entscheidet, nicht interpretieren. Ich war übrigens selbst schon mal dauerkrank und weiß durchaus wovon ich rede!

von
Meister

Noch mal :
in eine Wiedereingliederung kann man nicht " gezwungen " werden und der Leitungsträger kann dadurch auch keine " Sanktionen " aussprechen.

Vorrausetzung ist natürlich eine weitere krankschreibung und das der behandelnde Arzt, am besten ein Facharzt ,hinten Ihnen steht und das aus rein medizinischen - Gründen unterstützt.

Mit " keinen Bock auf Arbeit " hat dies nichts zu tun.

Im Übrigen mögen sie - leider - Dauerkrank gewesen sein, aber sicher nicht psychisch/psychiatrisch, sonst hätten sie mehr verständnis für die Situation +.

von
Realist

"Voraussetzung ist natürlich eine weitere Krankschreibung.........."

Habe ich jemals etwas anderes behauptet? Vielleicht sollten Sie erstmal richtig lesen, bevor Sie mich hier kritisieren!