Lohnen sich freiwillige Beiträge

von
Freiwilli

Ich zahle viele Jahre in die Berufsständige Versorgung ein. Nun empfahl man mir, freiwillige Rentenbeiträge in die gesetzliche Rentenversorgung einzuzahlen, wo ich auch eine aus früheren Einzahlungen kleine Rente erwarte. Vor allem aus steuerlicher Sicht sei das sinnvoll. Aber muss man nicht sehr alt werden damit sich das lohnt, zumal die Rente später doch auch versteuert wird.

von
Conseil

Es gibt die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung, wobei es hier eher darum geht, Wartezeiten zusammen zu bekommen, z.B. für die Rente für langjährig Versicherte.
Es ist weniger rentabel als die Rentenbeiträge aus einer abhängigen Beschäftigung, da dort ja der Arbeitgeber noch mal so viel bezahlt wie man selbst. Sie müssen also, um z.B. die Rentenansprüche wie aus einem 2000€-brutto-Job zu haben, einzahlen wie für einen 4000€-brutto-Job.

Für andere Fälle lohnt es sich eher, zusätzlich einzuzahlen, um (vermeintlich) Abschläge auszugleichen, wobei hier dann keine Wartezeitmonate gesammelt werden.

von
Anonym

Zitiert von: Freiwilli
Ich zahle viele Jahre in die Berufsständige Versorgung ein. Nun empfahl man mir, freiwillige Rentenbeiträge in die gesetzliche Rentenversorgung einzuzahlen, wo ich auch eine aus früheren Einzahlungen kleine Rente erwarte. Vor allem aus steuerlicher Sicht sei das sinnvoll. Aber muss man nicht sehr alt werden damit sich das lohnt, zumal die Rente später doch auch versteuert wird.

Die Frage kann Ihnen die Rentenversicherung nicht beantworten.

Wenn Sie einzahlen kriegen Sie später eine Rente. Steuerliche Absetzbarkeiten haben sie sich ja schon informiert.

Wissen Sie wie alt sie werden? Wissen wir es? Wissen wir ihre steuerliche Situation im Alter aussehen wird? Alles nein.

Ich habe eher den Eindruck, sie suchen eine Geldanlage, weil der Kapitalmarkt nichts mehr hergibt. Dann sind sie bei der Rentenversicherung falsch. Die Rentenversicherung ist keine Kapitalanlage, sondern eine Altersversorgung. Eine Kapitalanlage macht man um sein Geld zu vermehren. Eine Altersvorsorge macht man, um biometrische Risiken abzusichern.

Außerdem wissen sie nicht, ob nicht im Alter ihre Versorgungsträger sagt, dass wenn man eine Höchstsummer an Pension erreicht, die Rente der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet wird. Was heute nicht ist, kann morgen noch werden, zumal auch die berufständischen Versorgungen auch an dem demographischen Wandel leiden.

von
Ansichtssache

im Prinzip geht der Staat nicht Pleite. Ihre Rente wird in irgendeiner Form immer kommen. Das Kapital kann über Währungsreform Inflation ( schlecht Deflation) auf Null gehen.
Keiner weiss was real geschieht. Ich persönlich glaube, ( ist wirklich Glaubenssache) das überschüssige nutzlose vorhandene Geld ist besser in der Rentenkasse als mit Minuszinsen bei der Bank. Steuerlich ist es auch interessant Den Steuergewinn sollten Sie mit in Ihre Betrachtung mit 1 höheren Rente ebenfalls ansehen. Keiner kann dies fair beantworten. Ihre eigene Entscheidung

Experten-Antwort

Hallo Freiwilli,

wir schliessen uns den Ausführungen von Anonym an.

von
Ruth

https://www.ihre-vorsorge.de/rechner/freiwillige-rentenversicherung.html ;-)

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