Lohnfortzahlung als beitragsgeminderte Zeit?

von
Siegbert

Im 2.Halbjahr 1990( also nach bundesdeutschen Rentenrecht, nicht DDR Rentenrecht) ist im SV-Buch der DDR
eine 3- wöchige Krankheit eingetragen. Der Monat ist als beitragsgeminderter Monat bewertet wurden.
Das Krankengeld wurde da doch noch vom Arbeitgeber gezahltim Rahmen der Lohnfortzahlung und nicht von der Krankenkasse.
Zählt der Monat da wirklich als beitragsgeminderter Monat?

von
Knut Rassmussen

Zu diesem Zeitpunkt galt noch das DDR-Sozialrecht! Denn bis zum 02.10.90 ... lass uns Dir zum Guten dienen, Deutschland einig Vaterland. Und dasa AVG wurde nicht im Beitrittsgebiet eingeführt - wegen des SGB VI ab 01.01.1998.

Bis zum 31.12.1991 kann nur eine Anrechnungszeit wegen AU entstehen. Somit beitragsgeminderte Zeit, wenn im gleichen Kalendermonate noch Beiträge liegen.

von
Knut Rassmussen

Ein a zuviel und es ist der 01.01.1992!

von Experte/in Experten-Antwort

In der Zeit vom 01.07.1990-30.06.1991 erfolgte eine Lohnfortzahlung bei einer Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Soweit für Zeiten ab 01.07.1990 im SV-Ausweis Zeiten der Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden sind, gilt hinsichtlich der Anerkennung von Beitragszeiten generell die
w i d e r l e g b a r e Vermutung, dass bis zur Dauer von sechs Wochen Lohnfortzahlung geleistet wurde. Diese Zeiten sind als Beitragszeiten anzuerkennen. Insoweit sind keine Anrechnungszeiten entstanden.