LTA

von
Sven

Hallo ich habe einen LTA Antrag bei der DRV gestellt und befinde mich momentan leider bereits im I. Sozialgerichtsverfahren.
Antrag und Widerspruch wurde abgelehnt, was mein Anwalt & Ich nicht nachvollziehen können.

Alle Gutachten & Ärzte sagen eine Resozialisolierung in Form einer Umschulung/Weiterqualifizierung sei empfehlenswert.
Mein Anwalt, ein Rentenberater, ist der selben Meinung.

Jetzt meine Frage...
Da ich langsam finanziell am Ende bin und bald auch kein ALG I mehr bekomme, muss ich mir um meine finanzielle Absicherung Gedanken machen!
Denn die Entscheidungsprozesse der verschiedenenstellen der DRV werden nicht gerade zügig bearbeitet, sodass ich kurz vor dem Ruin stehe... Den LTA Antrag stellte ich 07/2015!!!

Darf ich arbeiten gehen wenn ich in ein LTA Antrag gestellt habe, bzw. In einem laufenden LTA Verfahren bin?

Mir wurde von der Agentur für Arbeit erzählt es kann mir passieren, das wenn ich einen Job habe, meinen Anspruch auf einen LTA Anspruch verwirke! Da man ja wieder arbeitet und somit keine Resozialisierung mehr benötigt.

Über eine verbindliche Antwort wäre ich sehr dankbar.

Sven

von
Schade

1) Wenn derzeit eine Klage beim SG läuft ist das Verfahren bei der DRV durch den abgelehnten Widerspruch vorerst abgeschlossen. Somit liegt das Geschwindigkeitsproblem nicht (mehr) bei der DRV sondern beim Sozialgericht.

Wie lange die brauchen weiß kein DRV Mitarbeiter. Ab jetzt ist der "Richter für das langsame Verfahren" verantwortlich.

2) Wenn Sie einen Job finden, verbietet Ihnen keiner zu arbeiten statt arbeitslos zu sein.

Ob Sie dann - Sie haben ja Arbeit - noch Hilfen brauchen zu einer geeigneten Arbeit zu kommen richtet sich nach dem Einzelfall. Es kann sein, dass sich damit eine LTA "eigentlich erübrigt".

Aber das kann keiner vorhersagen, Wahrsager antworten hier nicht. Das hängt davon ab was für einen Job Sie gefunden haben.

von
Sven

Danke für die Antwort
Jetzt bin ich aber genauso schlau wie vorher :/

von
Sven

Geschwindigkeit
Doch ein wenig liegt's auch an der DRV....bis diese eine Rückmeldung ans Gericht abgeben...

von
Sven

Über eine Experten Antwort würde ich mich sehr freuen ツ

von
Herz1952

Zitiert von: Sven

Über eine Experten Antwort würde ich mich sehr freuen ツ


Hallo Sven,

Zitat: "Mir wurde von der Agentur für Arbeit erzählt es kann mir passieren, das wenn ich einen Job habe, meinen Anspruch auf einen LTA Anspruch verwirke! Da man ja wieder arbeitet und somit keine Resozialisierung mehr benötigt."

Genau so ist es und ich find das auch logisch!

von
KSC

Der Experte wird Ihnen kaum mehr sagen können. Welche Antwort erwarten Sie denn?

Wie das SG entscheidet weiß er/sie auch nicht.

Dass Sie arbeiten dürfen, hat Schade schon geschrieben - das ist uneingeschränkt richtig.

Ob Ihnen später mal irgendjemand (von DRV oder beim Gericht) sagt, "Sie haben doch einen passenden Job, warum wollen Sie eine LTA Maßnahme?" - darüber zu spekulieren bringt keinen weiter.

Das könnte so sein oder auch nicht.

Aber da Sie momentan ja auch nicht wissen ob Sie den SG Prozess gewinnen, riskieren Sie doch nichts, wenn Sie eine Arbeit annehmen.

M.E. ist der Spatz in der Hand (= Arbeit) besser als die Taube auf dem Dach (=LTA).

PS: dass Ihr Anwalt zur Klage rät, ist doch wirklich nicht verwunderlich - der verdient immer, selbst wenn ein aussichtsloser Prozess geführt wird, bekommt er sein Honorar.
Das Argument: "auch mein Anwalt ist dafür", sticht nicht wirklich.

Was für eine Maßnahme streben Sie denn genau an?

von
Rentenprofi

Gemäß §10 des Sechsten Sozialgestezbuches haben Personen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe, wenn die Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher Behinderung gefährdet oder gemindert ist.

Wenn Sie eine Tätigkeit nach Krankheit wieder aufnehmen, bleibt weiterhin zu prüfen, ob diese Tätigkeit Ihrer persönlichen Erwerbsfähigkeit noch entspricht. Selbstverständlich können Sie zu Lasten Ihrer Restgesundheit eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Dies steht dem Anspruch grundsätzlich nicht entgegen. Natürlich kann Ihnen das im SG Verfahren ausgelegt werden, dass Sie doch Erwerbstätig sein können.
Ihr Rentenberater kann Ihnen dazu bestimmt nähere Auskünfte geben. Oder setzen Sie sich mit der Rentenversicherung in Verbindung und klären diese Frage mit dem Service Telefon.

Experten-Antwort

Hallo Sven,

wie „KSC“ bereits vermutet hat, kann ich Ihnen zu dieser Frage letztlich auch keine genaueren Auskünfte geben. Insoweit bleibt mir leider auch nur, auf den - aus meiner Sicht - zutreffenden Beitrag von „Schade“ zu verweisen.