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LTA beantragt, jetzt med.-berufliche Reha?

von
Maja

Hallo liebe Forumteilnehmer!
da ich hier bereits schon einmal gut beraten wurde, würde ich jetzt gern mein Ergebnis erzählen, da ich vom DRV Bund nun statt einer beantragten Umschulung auf meinem Widerruf &#34; Angebot einer Leistung zur medizinsch-beruflichen Rehabilitation inkl. Arbeitstherapie und Belastungserprobung&#34; erhalten habe.Dieses Zentrum bietet aber nur Bereiche an, in die ich weder interessiert bin noch meinen Neigungen entsprechen.Zudem habe ich seit 10j. nicht mehr im Verkauf gearbeitet und habe mich mit Aushilsjobs über Wasser gehalten, damit ich nicht in meinem Ausbildungsberuf arbeiten muss( der war damals eine Notlösung!)In allen Gutachten einschl. Rehaentlassungsbericht steht, dass es ein Bewegungsintensiver Beruf sein soll wie zb. Gymnastiklehrerin.Wie soll ich darauf reagieren?Kann mir da jemand einen guten Rat geben?

von
Klabuster

Dann teilen Sie dies der RV doch so mit und bitten darum in einen anderem Zentrum / einer anderen Einrichtung,
ihre med. -berufliche Reha
( welches ihren Neigungen/Wünschen besser entspricht ) durchführen zu können.

von
Maja

Guten Morgen,
ist das so einfach? geht es hier nicht nach dem Beruf, welchen man einmal mit einer Ausbildung abgeschlossen hat? es steht doch auch in meinen Gutachten von der med.Reha..wieso achten die Gutachter nicht bei Genehmigung einer med.-berufl.Reha auch so ein doch wichtiges Detail?..ich bin durch das Angebot verwirrt, weil ich nicht weiß, ob es mir &#34;gut-tun&#34; wird?!.

von
Nix

Bitte setzen Sie sich - telefonisch - mit Ihrem Fachberater für Rehabilitation - in Verbindung und teilen Sie ihm Ihren Wunschberuf mit.
Er wird dann vom Ärztlichen Dienst der Deutschen Rentenversicherung abklären lassen, ob Sie dafür aus medizinischer Sicht noch geeignet sind, um Sie in diesem Bereich umzuschulen oder nicht.
Vielleicht ist das bei Ihnen einfach nur untergegangen.

Viele Grüsse
Nix

von
Maja

Die Damen von der Reha-Beratung sowie meine Sachbearbeiterin, waren bereits vor Bewilligung dieser med.-berufl.Reha nicht sehr freundlich.Dadurch, dass ich nie im Ausbildungsberuf gearbeitet habe, fällt es mir schwer, in diese Richtung wieder &#34;reingesteckt&#34; zu werden und wieder eine Arbeit zu bewältigen,welche ich mir im Alltag gar nicht vorstellen kann.Ansonsten ist weder mein Kopf &#34;krank&#34; noch bin ich körperlich eingeschränkt, ich hatte vor 1j- lediglich einen Burn Out mit depressiven Episoden,da ich mich überarbeitet habe.Das ganze Rehaverfahren geht bereits seit 8Mon., meinen Depressionen sind durch die Wartezeit auf berufl. Reha nur schlimmer geworden.

von
Lubowski

Also wenn Sie aktuell noch unter Depressionen leiden
( wei Sie ja selbst schreiben ) , sind Sie eben (noch) nicht gesund und demzurfolge kommt eben nicht jeder Beruf und jede med.-berufliche Rehamassnahme für Sie in Frage.

Außerdem ist eine med.-berufl. Reha kein Wunschkonzert , wo man sich quasi aussuchen kann was man gerne möchte und wo man &#34; Lust &#34; zu hat, was
&#34; Spaß &#34; macht oder wo man &#34; Interesse &#34; dran hat.

In der richtigen Arbeitswelt ist dies nun mal meistens auch nicht der Fall....

Es kommt alleine darauf an, was die med. Ermittlungen
und die Belastungserprobung bei ihnen ergibt und was Sie demnach überhaupt noch machen können.

Insofern sollten Sie sicher ihre eigenen Wünsche mit einbringen ( seien Sie dabei aber auch realstisch, was ihre gesundheitliche Situation anbelangt ) , aber Sie sollten nicht alle Massnahmen und Entscheidungen der RV gleich verurteilen oder ablehnen.

Ihre früheren Postings hier lassen auch vermuten , das Sie sich selbst nicht im Klaren darüber sind, was genau Sie eigentlich anstreben und machen wollen.

Diese Frage sollten Sie sich aber selbst mal als erstes
beantworten.

Ales Gute für Sie.

von
Maja

Ersteinmal vielen Dank für die ehrliche Rückmeldung und stimmt, ich weiß noch nicht genau, was ich am besten neu erlernen soll, dass ich beruflich endlich Ruhe finde.Ich weiß nur, dass es nicht unbedingt der kaufm.Bereich sein wird.Meine Anfrage zur med-beruflichen Reha möchte ich nicht negativ bewerten sondern frage hiermit, ob es auf diesem Wege für mich sinnvoll ist, da ich bisher in Foren nur negatives über die Art Reha gelesen habe, was mich verunsichert.

von
Lubowski

Welche Mögkichkeiten bleiben ihnen letztlich ?

Wenn die RV in ihrem Falle eine Umschulung ( auch im Widerspruch ) abgelehnt hat , weil Sie lt. Einschätzung der RV derzeit zu krank dafür sind und eine Umschulung nicht durchstehen würden , bleibt doch eben nur eine med.-berufl. Reha.

Sollten Sie dort dann als belastbar für eine mehrjährige Umschulung erklärt werden, käme doch dann immer noch die Umschulung in Frage - in welchem Beruf auch immer.

Die andere Möglichkeit einer befristeten EM-Rente wollen Sie doch auch nicht.

Aktuell Vollzeit arbeiten können Sie aus gesundheitlichen Gründen und mangels fehlender Ausbildung auch nicht.

Da bleibt doch erstmal nur die med.-berufl. Reha mit Arbeits-und Belastungserprobung.

Danach sieht man dann weiter.

Eigentlich sollten Sie sogar froh sein, das man ihnen wenigstens diese Massnahme überhaupt genehmigt hat.

Das Geld für solche Massnahme sitzt nämlich momentan bei der RV alles andere als locker und darum wird gerne abgelehnt.

Hier noch 2 Links zum Thema :

http://www.rehawissenschaft.uni-wuerzburg.de/bo/beruflich-orientierte-interventionen/belastungserprobung/berufliche-belastungserprobung-in-der-psychosomatik

http://www.bmas.de/portal/10346/a715__medizinisch__berufliche__rehablitation.html

von
Gutachterkritiker

Liebe Maja,

ärztliche und psychologische Gutachter sind prinzipiell überfordert, wenn es um die Arbeitswelt anderer Berufe geht. Dementsprechend schlecht fallen deren Gutachten aus.

Außer nicht nachprüfbaren Allgemeinplätzen findet sich in ärztlichen Gutachten selten etwas Verwertbares zur Beurteilung sozialrechtlicher Fragen in der Arbeitswelt.

Während im somatischen Bereich die Befunderhebung noch halbwegs standardisiert ist, herrschen im psychiatrisch/psychologischen Bereich Unwissenheit und Unfähigkeit gepaart mit Willkür. Des Weiteren besteht in dem Bereich eine hohe Neigung abzuschreiben. Dies gilt für insbesondere die Diagnosen, die juristisch nichts weiter als nicht überprüfbare Meinungen sind.

Daraus folgt letztendlich die Schwierigkeit der Überprüfbarkeit der medizinischen Aussagen. Die Entscheider machen es sich leicht: Der Arzt hat ja ...

Sie und letztendlich alle Rehabilitanden haben das Problem, dass die Arztakten, fein säuberlich von der DRV eingesammelt und verwahrt, und die Inhalte sie verfolgen. Diese Verfolger wird man letztendlich fast nicht mehr los. Das gilt auch für den Fall, dass da nur Müll drinsteht.

Die negative Wirkung eines ungeliebten Jobs auf die Psyche und Leistungsfähigkeit des Menschen ist bekannt. Das hindert aber die Psychologen und Psychiater nicht daran diese Ursache zu verneinen und eine endogene psychische Erkrankung zu diagnostizieren. Und wenn der Patient auch noch von Differenzen (z.B. Mobbing) am Arbeitsplatz berichtet, ist natürlich der Patient schuld.

Besonders schlimm wird dieses Unwesen im Bereich der DRV mit den Reha-Entlassungsberichten betrieben. Nicht nur, dass das Verfahren rechtswidrig ist, weil Daten erhhoben werden, die nicht erforderlich sind und zudem Untersuchungen ausgeweitet werden, was nur mit Zustimmung des Patienten zulässig ist. Schlimmer sind jedoch die sozialmedizinische Beurteilung der Arbeitsplatzverhältnisse z.B. durch Orthopäden, wenn die den Arbeitsplatz und die Kollegen, Chefs etc. gar nicht kennen.

Dementsprechend schlecht sind dann die Gutachten der DRV-Gutachter, denn eine unabhängige Qualitätskontrolle findet nicht statt.

Ich kann Ihnen nur raten sich Ihre Reha-Akte bei der DRV zu schnappen und von Fachleuten - ich kann da die Leute von den Sozialverbänden, z.B. VDK, empfehlen - prüfen zu lassen.

Wenn die ärztlichen Gutachten, Rehaberichte etc. unstimmig bzw. müllig sind, können Sie Ihre Schweigepflichtentbindungserklärungen widerrufen und einen Neustart versuchen. Allerdings brauchen Sie dazu gute Rechtsbeistände (eben die von den Sozialverbänden) und Durchhaltevermögen.

von
Schiko

So machen wir das!

von
Maja

Liebe Forumteilnehmer,
vielen Dank für die vielen Meinungen und Informationen zu meinem Anliegen und vorallem die Mühe, mit der meine Frage beantwortet wird! für mich ist es in diesem sehr Fall wichtig, eine objekte Meinung zu erhalten.Eine Akteneinsicht werde ich nach der med.-beruflichen Reha sicher anfordern und trotzdem hoffe ich mittlerweile, dass diese Reha mich beruflich orientieren und auf dem Arbeitsmarkt,meinen Fähigkeiten entsprechend, über langfristig wieder zurecht finden läßt.So dass die ewige Wartezeit auf eine Rückmeldung des Rehaverlaufs endlich vorbei sein wird,denn letzendlich soll diese Arbeitstherapie/Belastungserprobung mir ja helfen &#34;mir selbst zu helfen&#34;

von
Stefan

Ihnen ist bekannt dass der Datenschutzbeauftragte des Bundes die Praxis der Deutschen Rentenversicherung bzgl. den Entlassberichten geprüft hat und keine Bedenken geltend macht vielmehr sogar in seinem letzten Bericht schreibt, dass die DRV Bund überzeugend dargelegt hat dass die Angaben benötigt werden ?

von
Gutachterkritiker

1. Ob ein Datenschutzbeauftragter etwas prüft oder in China fällt ein Sack Reis um, ist sowas von egal. Der spielt nur das Feigenblatt zur Täuschung der Bevölkerung. Was zählt sind Urteile oder gerichtliche Anerkenntnisse.

2. Hinsichtlich der Rechtswidrigkeit der DRV-Reha-Entlassungsberichtspraxis gibt es gerichtliche Anerkenntnisse eines Regionalträgers. Die mußten den kompletten Berichtsmüll ihrer Ärzte und der Rehaeinrichtungen umgehend entsorgen.

3. Dass die DRV die Angaben in den Rehaberichten (irgendwann) eventuell gebrauchen kann, ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob ein Arzt gegen Entgelt seine gesetzliche Schweigepflicht brechen darf.

Das ist die Liga, in der gespielt wird. Ein Arzt, der bei mir solch einen Rehabericht erstellte und gegen meinen ausdrücklich erklärten Willen der DRV zuleiten würde, bekäme umgehend Probleme mit der Staatsanwaltschaft, seiner Ärztekammer und natürlich noch ne Zivilklage zugestellt. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Arzt das riskiert, denn das Verbot erhielte er schriftlich mit Rechtsbelehrung gegen Empfangsbestätigung. Mit unvermeidbarem Verbotsirrtum käme er dann nicht davon.

Die Sachbearbeiter der DRV ebenso. Illegale Beschaffung und Speicherung von Daten und Anstiftung dazu. Straftaten nach dem StGB und dem SGB X. Schauen Sie mal genau nach. Die §§ werden Sie schon noch finden.

von
Stefan

Verzeihen Sie bitte ich hatte aus ihren bisherigen Ausführungen nicht erkennen können, dass Sie einer Weiterverwendung der Daten widersprochen haben (haben Sie das evtl. gar nicht geschrieben?)m

von
?????

Auf welches Urteil beziehen Sie sich ?

von
Dater

@Gutachterkritiker ist entweder psychisch krank oder ein
Forentroll.

Immer wieder die selben Beiträge unter verschiedenen Nicknamen.

Es wird langsam langweilig.

Gähn...

von
Gutachterkritiker

Nach Bearbeitung des Antragsformulars G100 sähe das dann so aus:

17 Erklärung und Information der Antragstellerin / des Antragstellers (Nicht Zutreffendes streichen)
17.11 Einwilligungserklärung
Ich willige ein, dass der beauftragte Gutachter von den Ärzten und Einrichtungen, die ich ihm benennen werde, alle ärztlichen und psychologischen Untersuchungsbefunde und sonstigen Auskünfte (§ 100 SGBX) anfordert, die er für die Begutachtung benötigt. Eine Entbindung von der Schweigepflicht erfolgt gegenüber den Auskunftspflichtigen (§§ 182,183 BGB i.V. m § 203 StGB). Dies gilt auch für den Gutachter.

Und weiter unten:
Ich mache von meinem Widerspruchsrecht gemäß § 76 SGB X Gebrauch.

Damit kann verhindert werden, dass der Gutachter einfach nur abschreibt und die Daten unkontrolliert genutzt werden können. Ergeben sich Differenzen in der Beurteilung zu den behandelnden Ärzten wird der Gutachter die begründen müssen.

Damit ist übrigens beiden Seiten gedient, denn Fehlbeurteilungen (Fehldiagnosen) sind sehr kostspielig.

von
Gutachterkritiker

Gerichtliche Anerkenntnisse sind keine Urteile, haben aber die Wirkung von Urteilen für den Einzelfall. Wer also weiß, daß die DRV in diesen Fällen kein Urteil riskieren wird, hat gute Karten für einen Vergleich.

Urteile wird die DRV nicht riskieren, denn die Kosten im Falle des Unterliegens sind immens.

Ansonsten kann ich auf die umfängliche Rechtsprechung (§ 203 StGB) zum Praxisverkauf und der Überlassung der Patientenkartei verweisen.

von
@Mobber

Inzwischen steht wissenschaftlich fest, dass Mobber schwere Persönlichkeitsstörungen und Selbstwertprobleme haben. Sie sollten umgehend ne Reha beantragen.

von
Trolljäger

http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)