LTA bei Schwerhörigkeit

von
Ohrenbär

Guten Tag,

ich bin Anfang 50, Angestellter und zunehmend sehr schwerhörig.
Ich muss mich jetzt langsam mit Möglichkeiten der LTA vertraut machen und dies hier ist einer der ersten Schritte.

Leider besteht bei mir keine Möglichkeit, dass ich Hörgeräte tragen kann. Dies wurde fachärztlich und gutachterlich bestätigt.

Beruflich ist es so, dass ich viel Kundenkontakte habe und ich auch in MA-Besprechungen an meine akustischen Grenzen stoße.
Ich habe überhaupt keine Idee, ob und wie hier LTA wirken oder greifen könnte.

Ich kann ja nicht allen um mich herum Gebärdensprache aufdrängen (wobei ich die selbst noch nicht kann). Ich muss auch viel telefonieren und Vertragsverhandlungen führen, da geht es um richtig viel Geld.

Kann mir jemand Tipps geben? Ich brauche irgendwie einen Denkanstoß, eine Idee.

Eigentlich habe ich einen sicheren Job, durch GdB gleichgestellt, aber was ist, wenn ich meinem Aufgabengebiet nicht mehr gerecht werden kann?
Eine Umschulung (zu was?), werde ich in meinem Alter wohl nicht mehr bekommen?
EM-Rente...?

Ich bin dankbar für Anregungen

von
Ottikon

Hi Ohrenbär,

wieso können Sie keine Hörgeräte tragen???

von
Ottikon

Zitiert von: Ottikon

Hi Ohrenbär,

wieso können Sie keine Hörgeräte tragen???

hab noch was vergessen, was vielleicht für Sie interessant wäre...

Haben Sie sich schonmal im Hinblick auf ein Cochlea-Implantat beraten lassen?

von
Herz1952

Hallo Ohrenbär,

Sie sind bestimmt hochqualifiziert. Wie denken Sie darüber, ob Sie - vielleicht sogar zusammenhängend mit Ihrem Beruf - Beratungen über das Internet durchführen können o.ä.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen zufriedenstellend geholfen werden kann.

von Experte/in Experten-Antwort

Ich rate Ihnen LTA-Leistungen zu beantragen. Den Antrag können Sie in einer der Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung stellen. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, folgt ein intensives Beratungsgespräch mit einem Fachberater für Rehabilitation. Es gibt einen unglaublich großen Katalog an Leistungen/Möglichkeiten, auch an individuellen, den man hier nicht so ohne weiteres darstellen kann. Also, machen Sie den ersten Schritt, stellen Sie den Antrag. Der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente ist sicherlich nachrangig zu betrachten, bleibt allerdings eine Option. Eine Anspruchsprüfung würde schon von Amtswegen erfolgen, sofern die Leistungen zur Teilhabe nicht angezeigt sind (keine ausreichendes Leistungsvermögen) oder erfolglos waren.