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LTA Gründungszuschuss, Zuverdienst möglich?

von
Annette

Wegen meiner gesundheitlichen SItuation kann ich meine berufliche Haupttätigkeit nicht mehr ausübern und habe Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt. Im Gespräch mit dem Rehafachberster kam hauptsächlich ein Gründungszuschuss zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit in Frage. Der Zuschuss wiürde, wie ich aus den Informationen der DRV ersehen habe, nach dem Arbeitslosengeld berechnst und zusätzlich ein Beitrag von 300.-€ monatlich. Ich möchte jedoch natlos eine selbständige Tötigkeit aufnehmen, mein Arbeitsosengeld 1 würde in meinem Hauptjob ca. 580€ (nach einem Arbeitlosengeldrechner) betragen bei meiner Anstellung als Sozialpädagoge mit 20 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit. Ich habe noch einen Nebenjob im gleichen Beruf mit Steuerklasse 6 bei einem Bruttogehalt von monatlich 440€ mit 7 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und einen Minijob mit wöchentlich 6 Stunden als Bürokraft mit 240.-€ monatlich. Kann ich meine Nebentätigkeiten bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit weiter ausüben, um meine Existenz zu sichern? Bekomme ich bei der LTA-Maßnahme "Gründungszuschuss" ,
der von der DRV bewilligt wird, Übergangsgeld von der DRV oder beziehe ich Arbeitslosengeld von der Agentur für Arbeit? Zum Übergangsgeld kann ja, wie ich aus dem Form ersehe, der Verdienst aus einem Minijob dazu verdient werden, bei dem Bezug vom Alg1 nur eingeschränkt. Vilelen Dank für eine Antwort

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Sollten Sie von der Deutschen Rentenversicherung einen Gründungszuschuss erhalten, ist dies eine eigenständige Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Der Ihnen bewilligte monatliche Betrag hat nichts mit Übergangsgeld gemein. Daher gelten auch keine Anrechnungsvorschriften.

Der festgesetzte Betrag, der Ihnen seitens des Rehafachberaters zugesichert wurde, soll die Anfangsmonate der Existenzgründung sicherstellen. Sie sind/waren verpflichtet, diesen Nebenjob VOR Festsetzung des monatlichen Gründungszuschusses anzugeben.

Experten-Antwort

Den Gründungszuschuss erhalten Sie - bei Vorliegen aller Voraussetzungen - vom dem Träger,
der bei Ihnen für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zuständig ist. Es handelt sich hierbei weder um Arbeitslosengeld, noch um Übergangsgeld.
Sofern die Deutsche Rentenversicherung Ihr zuständiger Reheträger ist, gilt, dass die gleichzeitige
Ausübung einer geringfügigen Tätigkeit dem Gründungszuschuss nicht entgegen steht. Eine
Einkommensanrechnung findet in diesem Fall nicht statt.
Allerdings ist im Rahmen der Ermessensausübung zu berücksichtigen, dass eine Förderung nur
dann erfolgen kann, wenn sie zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung
überhaupt erforderlich ist. Da Sie beabsichtigen auch Ihren zweiten Nebenjob weiterhin auszuüben,
entscheidet die Deutsche Rentenversicherung nach entsprechender Ermessensausübung.
Wir empfehlen Ihnen daher, diesen Sachverhalt mit Ihrem zuständigen Rehafachberater
zu besprechen.