LTA / Umschulungs Abruch - Erfahrungen mit der DRV Einzelfallentscheidung

von
Kukuckie

Liebe Alle Mitleser...!

Ich möchte kurz meinen Fall schildern:

Ich befinde mich ( seit Ende August2018) in einer Umschulung zur IT System Kauffrau bei einem Bildungsträger, der den Bereich Fachinformatik mit unserem Jahrgang das erste Mal gestartet hat.

Meine aktuelle Lage:

- nach 4 Monaten sehe ich so gut wie keine Struktur in der Ausbildung und bin völlig konfus

- der Schwerpunkt Programmierung und Netzwerktechnik ist mir viel zu speziell ( ich sitze als zukünftige Kauffrau mit Programmierern in einer Klasse)

- obwohl ich den Stoff lernen könnte, sehe ich mich ähnlich wie Markus teilweise mit den komplexen Inhalten überfordert
( ich bin 48 Jahre jung, bin zwar computeraffin aber definitiv kein Nerd)

- die Vermittlung des Stoffs ist extrem unstrukturiert, was mich ( und einen großteil der Klasse) demotiviert.

- der Unterricht beginnt antizyklisch ab 14 Uhr und endet spät Abends. Da ich Frühaufsteherin bin, finde ich das extrem anstrengend.
( ich habe Abends überhaupt keine Kraft mehr, mich hinzusetzen)
Nach 4 Monaten habe ich mich einigermassen an den Rhythmus gewöhnt. Ich blicke jedoch mit großer Sorge auf das Praktikum ab Juli (3 Tage Betrieb früh und 2 Tage spät Schule).

- meine Motivation ist bereits auf einem absolutem Tiefpunkt angelangt

Nun zu meinen Fragen:

- darf die DRV bei Abbruch/ Wunsch nach Umschulungswechsel die LTA Bewilligung zurück ziehen?!

- bevor ich meinen Rentenfachberater davon in Kenntniss setze, möchte ich so viele Informationen wie möglich sammeln.
Das ist also erstmal keine Option für mich!

- habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und könnt mir eventuell sagen, wie es bei Euch weiter gegagngen ist?!

Für Tipps und Anregungen bin ich Euch sehr dankbar!!!

Vielen Dank im Voraus*

von
???

"darf die DRV bei Abbruch/ Wunsch nach Umschulungswechsel die LTA Bewilligung zurück ziehen?!"

Nein, die komplette LTA-Bewilligung kann nicht zurückgenommen werden. Die Frage ist nur, welche Leistungen die DRV danach als sinnvoll ansieht. Ihr Wechselwunsch scheint ja nicht nur an den problematischen Schulungsverhältnissen zu liegen, sondern auch daran, dass Sie an Ihrer Leistungsgrenze angekommen sind.

Experten-Antwort

Hallo Kukucki,

wie Sie bereits selbst in Ihrer Überschrift festgestellt haben, handelt es sich bei der Entscheidung um eine Einzelfallentscheidung, bei der die jeweiligen Gesamtumstände des individuellen Einzelfalls zu betrachten/zu bewerten sind. Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer werden Ihnen insoweit nicht weiterhelfen.

Ich möchte Ihnen daher empfehlen, sich zunächst an Ihren zuständigen Rehafachberater zu wenden und mit diesem die bestehenden Probleme, Ihre Absichten zum Abbruch der Maßnahme und mögliche Alternativen oder Problemlösungen zu besprechen. Dies sollte Ihnen nicht nur die abschließende Entscheidung erleichtern, sondern auch gleichzeitig aufzeigen, wie es in Ihrem individuellen Einzelfall weitergehen könnte.

von
Kukuckie

Zitiert von: ???
"darf die DRV bei Abbruch/ Wunsch nach Umschulungswechsel die LTA Bewilligung zurück ziehen?!"

Nein, die komplette LTA-Bewilligung kann nicht zurückgenommen werden. Die Frage ist nur, welche Leistungen die DRV danach als sinnvoll ansieht. Ihr Wechselwunsch scheint ja nicht nur an den problematischen Schulungsverhältnissen zu liegen, sondern auch daran, dass Sie an Ihrer Leistungsgrenze angekommen sind.

Vielen Dank für den Beitrag

Die Einschätzung, ich sei an meiner Leistungsgrenze angekommen ist in meinem Fall nicht zutreffend.
Einzig bin ich mit den komplexen Strukturen des Programmierens teilweise überfordert, was zukünftig eher weniger zu meinen Aufgabenbereichen gehören wird.

Ich persönlich empfinde es als ungünstig mit Programmierern zusammen in einem Kurs zu lernen, zumal die Vermittlung des Unterrichtsstoffs an Struktur vermissen lässt.( Das bemängeln im übrigen auch die Anwendungsentwickler)

Da die Schwerpunkte deutlich unterschiedlich sind, werde ich mit dem Bildungsträger reden, ob man daran eventuell etwas ändern könnte.

Beste Grüße

von
Kukuckie

Zitiert von: Experte/in
Hallo Kukucki,

wie Sie bereits selbst in Ihrer Überschrift festgestellt haben, handelt es sich bei der Entscheidung um eine Einzelfallentscheidung, bei der die jeweiligen Gesamtumstände des individuellen Einzelfalls zu betrachten/zu bewerten sind. Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer werden Ihnen insoweit nicht weiterhelfen.

Ich möchte Ihnen daher empfehlen, sich zunächst an Ihren zuständigen Rehafachberater zu wenden und mit diesem die bestehenden Probleme, Ihre Absichten zum Abbruch der Maßnahme und mögliche Alternativen oder Problemlösungen zu besprechen. Dies sollte Ihnen nicht nur die abschließende Entscheidung erleichtern, sondern auch gleichzeitig aufzeigen, wie es in Ihrem individuellen Einzelfall weitergehen könnte.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Ich habe heute mit meiner Betreuerin von der Rentenversicherung gesprochen, die mir einige wertvolle Rückmeldungen, zum Einen zum Bildungsträger und zum Anderen zu meinen Möglichkeiten gegeben hat.

Das stimmt mich zuversichtlich und ich fühle mich mit meinen Fragen nicht mehr so alleine gelassen.

hopefully not 2 B continued ;)