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LTA Widerspruch. Keine Rückmeldung seit Mai 2014

von
Tatjana Neumann

Hallo. Mein Mann ist seit November 2013 arbeitsunfähig, seit März 2014 - arbeitslos. Im April 2014 hat ihm die DRV die LTA (Arbeitgeberzuschuss) zugesagt. Hat uns ja wenig geholfen, weil er kein Arbeitgeber hat. Da haben im Mai 2014 einen Widerspruch mit Bitte um eine Umschulung geschrieben. Bisher keine Rückmeldung diesbezüglich. In Zusammenhang mit LTA sendete DRV uns die Kontaktdaten einer Vermittlungsfirma zwecks Jobsuche. Bisher kein einziges Angebot. Im November 2014 wurde Zusammenarbeit mit der Vermittlungsfirma eingestellt, weil mein Mann eine Reha-Zusage bekommen hat. Nach 4 Wo. Reha wollte mein Mann ein Termin bei der Vermittlungsfirma vereinbaren. Abgesagt, keine Termine, weil ein Verfahren läuft.(?!?)
Was können wir jetzt machen?
1. Widerspruch - keine Rückmeldung.
2. Umschulung wird nicht zugesagt.
3. Ab März 2015 kein Arbeitslosengeld mehr.
4. Persönl. Termin mit Berater der DRV - keine Rückmeldung seit Monaten!

von
Schade

Und was hat Ihr Mann im letzten Jahr aktiv dazu beigetragen eine Arbeit zu finden?

Hat er realistische Umschulungsziele? Hat er irgendwie versucht zu diesem Wunschziel zu kommen auch ohne LTA?

von
PXY

Hallo Tatjana,
hier bekommen sie weitere Hilfe zu dem Thema:Rückkehr in den Beruf nach Krankheit oder Unfall
Arbeitslosigkeit und Krankheit sind schwere Schicksalsschläge. Doch der Gesetzgeber hat rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit Menschen nach einer Erkrankung oder einem Unfall wieder zurück in Arbeit finden: Berufliche Reha hilft weiter!
Die Initiative "2. Chance" bietet Betroffenen Infos, Tipps und Hilfe rund um das Thema Umschulung und berufliche Rehabilitation.
Kontakt

Sie erreichen uns werktags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter unserer
Hotline-Nummer (0800/222 000 3) oder einfach und bequem online über unser Kontaktformular:

http://www.zweite-chance.info/

Alles Gute

von
Achill

Wie Alt ist Ihr Mann?

von
???

Aso mal rein juristisch gesehen ist ein Widerspruch gegen die Zusage des Arbeitgeberzuschusses gar nicht möglich. Widerspruch ist nur dann möglich, wenn es sich um einen "belastenden" Bescheid handelt. Eine Zusage ist nie "belastend".

Allerdings ist es ein klarer Hinweis darauf, das eine Umschulung bei Ihrem Mann als wenig sinnvoll angesehen wird, um ihn wieder in Arbeit zu bringen. Gründe können das Alter, bereits ausreichend vorhandene Qualifikationen ... sein. Sie müssen diese Annahme widerlegen, um überhaupt eine Chance auf die Umschulung zu haben. Hoffentlich hat Ihr Mann alle bisherigen Bemühungen, eine Arbeit zu bekommen, festgehalten.
Der für mich nächste Schritt wäre eine schriftliche Aufforderung mit Fristsetzung, einen persönlichen Beratungstermin zu benennen. Zu diesem Beratungstermin sollte Ihr Mann alle Unterlagen über seine bisherigen Bewerbungen mitnehmen sowie wissen, in welche Richtung die Umschulung in etwa gehen soll.

Ganz grundsätzlich würde ich mich an Ihrer Stelle auch mal kundig machen, welche Rechtsbeistände (VdK, Anwalt, Gewerkschaft ...) in Ihrer Region "was taugen". Damit Sie bei Bedarf nicht mehr lange suchen müssen.

von
=//=

Ein Arbeitgeberzuchuß (Eingliederungszuschuß) wird natürlich auch dann bewilligt, wenn der Versicherte keinen Arbeitsplsatz hat! Macht ja sonst keinen Sinn.

Ein EGZ wird einem Arbeitgeber gewährt, der bereit ist, einen Versicherten TROTZ seiner Behinderungen/Krankheiten einzustellen. Natürlich muß der Versicherte sich selbst über die Arbeitsagentur oder andere Medien/Zeitungen, Annoncen etc. um einen Arbeitsplatz bemühen. Nicht die DRV muss eine Firma finden. Bei einem Beratungsgespräch müssen dann entsprechende Nachweise über Bewerbungen vorgelegt werden.

Eine Umschulung kann gewährt werden, aber gewisse Voraussetzungen sollten halt schon vorliegen. Ist der Versicherte z.B. über 50 Jahre alt, wäre fraglich, ob er nach einer 2- oder 3-jährigen Umschulung als "Berufsneuling" überhaupt einen Arbeitsplatz finden wird. Ist eigentlich nachvollziehbar.

Experten-Antwort

Hallo Tatjana,

wir empfehlen Ihnen umgehend ein persönliches Gespräch mit dem für Ihren Mann zuständigen Reha-Fachberater. Dort muss geklärt werden, warum Sie bisher noch gar nichts bzgl. des Widerspruch-/Überprüfungsverfahrens gehört haben, da Sie ja eher beabsichtigen eine „Umschulung“ durchzuführen (statt des gewährten Eingliederungszuschusses). Sie werden auch darüber informiert, warum dem Wunsch einer Umschulung bisher nicht entsprochen wurde. Weshalb Sie seit Mai 2014 keinen Termin bei einem Berater erhalten haben ist nicht nachvollziehbar. Gerade im Hinblick auf Ihre finanzielle Situation (Wegfall ALG I im März 2015) ist höchste Eile geboten um den Sachverhalt abschließend klären zu können.