LTA - Widerspruch

von
AKW75

Seit dem 28.08.2012 liegt mein Widerspruch schon bei der DRV Bund. Da scheint sich ja irgenwer mal wieder fürchterlich auszuschlafen. Am 28.12.2012 habe ich denen mal einen "Aufwachbrief" mit Androhung einer Untätigkeitsklage nach § 88 SGG geschrieben. Wenigstens kam dann am 08.01.2013 ein Brief darufhin zurück. Bla, bla, bla. Mein Widerspruch liegt beim Widerspruchsausschuss, und werde voraussichtlich in der 07. KW entschieden. Aber bei der Stelle wo da stand, dass dies ein "unabhäniger Widerspruchsausschuss" sei, konnte ich mir das Lachen kaum verkneifen. In diesem "Abnickgremium" werden 99,9 % der Widersprüche zum Teil willkürlich abgelehnt, um temporär erst einmal Kosten zu sparen. Vor allen Dingen sitzt da ja auch neben den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auch ein Vertreter der DRV Bund mit drin. Von "unabhänig" kann also schon garnicht mehr gesprochen werden. Reine Zermürbungstaktik. Also wird mir aller Voraussicht nach der Gang zum Sozialgericht nicht erspart werden.

von
Schade

Und was ist die Frage hier ans Forum?

von
Mein wahres Ich

Hallo AKW75,

willkommen im Club. Mir ergeht es gerade ähnlich mit der DRV- Bund.
Die stellen einen Forderungen, von wegen neue Befunde schicken von Ärzten wo man nie war, die man gar nicht erfüllen kann.
Auf Nachfrage wurde mir gesagt; "Wenn sie uns die Fragebögen an die Ärzte nicht ausgefüllt zurück senden wird eben einfach so entschieden. Was das bedeutet müsse man mir jawohl nicht sagen."
Wenn man nicht psychisch Erkrankt ist dann spätestens dann wenn man sich sowas anhören muss. Sie tuen so als ob man so einen Antrag aus laut Lust und Laune macht und nichts besseres zu tun hätte.
Gestern war ich bei einem Facharzt zum ersten mal und sprach das an. Der ist fast vom Stuhl gefallen.

von
AKW75

Dann stelle ich mal eine Frage dazu.

Ich frage mich dann, wenn 99,9 % der Widersprüche in diesem "unabhänigen" Gremium abgelehnt werden, warum dann bei Sozialgerichten viele dieser Widerspruchsbescheide widerrufen werden?

von
User

Zitiert von: AKW75

Dann stelle ich mal eine Frage dazu.

Ich frage mich dann, wenn 99,9 % der Widersprüche in diesem "unabhänigen" Gremium abgelehnt werden, warum dann bei Sozialgerichten viele dieser Widerspruchsbescheide widerrufen werden?

Woher haben Sie denn diese Zahlen?

von
???

Warum suchen Sie sich dann nicht einfach einen Betrieb, der Sie umschult? Mit einer entsprechenden Zusage eines Arbeitgebers in der Hand haben Sie die beste Chance, Ihre Vorstellungen durchzusetzen. Mit welchem Argument soll da die Ablehnung noch begründet werden? Vor dem Sozialgericht hätte die DRV nicht den Hauch einer Erfolgsaussicht.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo AKW75,

bitte warten Sie die Entscheidung im Widerspruchsausschuss in der 7. KW ab.

von
AKW75

Zitiert von: *Kopfschüttel*

...ich vermute, der Sohne des Bekannten trägt Akten hin und her. Selten so einen unqualifizierten Schwachsinn gelesen.
Anstatt so etwas zu glauben, solten Sie lieber selber mal aktiv in puncto Arbeitsplatzsuche werden, anstatt hier rumzumeckern.
Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, dann eine Umschulung und sind noch nicht mal 40 Jahre alt.
Meine Herren, bewegen Sie Ihren Hintern und nehmen Ihr Leben selber in die Hand !

Was glauben Sie eigentlich, was ich den ganzen Tag mache? Richtig, Bewerbungen schreiben. Keine Chance mit der "tollen" Qualifikation. Sachbearbeiter für Lagerprozesse gibt es nämlich nicht auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Da sind nur ähnliche Tätigkeiten, z.B Sachbearbeiter Logistik. Da reichen aber die Qualifikationen bei Weitem nicht aus. Da muß man da auch körperlich überproportional arbeiten. Das geht aber aus gesundheitlichen Gründen, wie bereits ausgeführt, nicht. In den Stellenprofilen sind diese mit den sogenannten "allgemeinen Lagertätigkeiten" beschmückt. Auch die IHK ist in meinem Fall ratlos. Dass soll schon was heissen, wenn die ratlos sind. Also macht nur eine Umschulung in meinem Fall Sinn. Integrationsfachdienste können leider noch nicht meine gesundheitlichen Probleme wegzaubern, oder mir die noch fehlenden Qualifikationen erbringen. Dass schlägt die DRV Bund auch nur vor, weil es für sie die kostengünstigste Variante ist. Bei LTA haben die ja nichts nachzubezahlen, falls die vor Gericht verlieren, wovon ich mal stark ausgehe. Also erst einmal reine Taktik der DRV Bund. So nach dem Motto "Wenn wir halt verlieren, na und, dann müssen wir halt eine Umschulung bezahlen". Dass kann man dann auch besser vor dem Bundesrechnungshof verkaufen.....

von
LSD69

Ich habe vor vielen Jahren mal eine Umschulung finanziert bekommen.
Aber erst nach Entscheid des Sozialgerichtes.
Gedauert hat das ganze 2 Jahre.
Bis ich fertig war, war Baukrise und ich dann arbeitslos.
Da war ich aber noch jung und knackig, jetzt sehne ich mich auch nur noch nach der Rente......

von
AKW75

Zitiert von: *Kopfschüttel*

...klar, Schuld sind immer die Anderen.
Bewegen Sie sich selbst, suchen Sie sich einen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz.
Natürlich ist mein bei der IHK ratlos, vermutlich können die Ihren Argumenten genauso wenig folgen, wie ich.
Anstatt Ihre überproportional vorhandene frei Zeit hier im Forum zu verplempern, gehen Sie lieber auf Arbeitsplatzsuche.

Dass die Anderen immer Schuld sind, habe ich nicht behauptet. Und nochmal, dass ich schon alles Mögliche versucht habe um wieder in Arbeit zu kommen, können Sie mir glauben. Mit dieser "Qualifikation" die ich bei meiner Maßnahme erworben habe, habe ich keine Chance. Dass hat auch die IHK gesagt. Denen habe ich das Abschlusszeugnis (Notenschnitt 1,2) vorgelegt. Also kann es wohl nicht an den schlechten Noten liegen. Dass liegt eindeutig an der fehlenden Qualifikation. Aber wahrscheinlich bin ich das Schuld. Diese Maßnahme bestand zu 95% aus kaufmännischen Inhalten. Die restlichen 5% war Lagerlogistik (hatten wir auch nur zwei Quartale). Wenn man nun weiß, wie groß dieses Feld der Lagerlogistik ist, sind zwei Quartale lächerlich. Da haben wir ein Viertel des Buches geschafft. Da ich aber schon eine kaufmännische Ausbildung habe, ist diese Maßnahme dem Grunde nach schon fragwürdig. Von Anfang an wäre hier eine Umschulung sinnvoll gewesen. Da Sie ja auch auf mein Alter eingegangen sind, möchte ich Ihnen sagen, dass es weitaus jüngere Menschen gibt, die eine Umschulung absolvieren. Denen würden Ihre Sprüche auch nicht weiterhelfen. Aber so wie mit Ihren Sprüchen, so denkt wohl leider auch die DRV Bund. Aber nichts für ungut, ist ja Ihre Meinung.

von
AKW75

Zitiert von: *Kopfschüttel*

Zitiert von: Mein wahres Ich

AKW, ich würde mich mit solchen Personen wie
*Kopfschüttel* gar nicht auseinandersetzen. Die haben zwar eine große Klappe aber dahinter steckt meistens gar nichts. Denen kann man nur wünschen das sie nicht selbst mal in diese Situation kommen.

Solche Personen wie Kopfschüttel kommen nicht in " diese Situationen " weil Sie Ihr Leben sebst in die Hand nehmen.
Denn nur dann kann man sein Leben selbst bestimmen.

Noch so eine Oberschlaue. Vielleicht sollten Sie mal als Wahrsagerin irgendwo anfangen, da Sie ja behaupten, dass Kopfschüttel nie in einer solchen Situation kommen würde. Aber Schätzelein, manchmal passieren im Leben halt unvorhergesehende Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Ich kann nur hoffen, dass Ihnen das nicht passiert und ich freue mich auch für jeden, der sein Leben in der eigenen Hand hat. Leider sieht die Realität oft anders aus.

So, dass war es auch von mir in dieser Sache. Den weiteren Verlauf dieser Geschichte wird das Sozialgericht entscheiden.

Ich wünsche Euch allen trotzdem alles Gute.

von
Amsel

Diese Plattform sollte doch für sachliche Fragen und Antworten genutzt werden. Ich bitte Sie, meine Damen und Herren, dies doch auch einzuhalten. Niemand kann sich in die Situation eines anderen Menschen versetzten. Der überwiegende Teil der Anfragenen hat einen langen Leidensweg hinter sich. Naturlich gibt es auch die Sorte, die vielleicht nicht mehr möchte, aber noch kann. Alles hat seine Zeit, auch so ein Verfahren beim Deutschen Rentenbund. Manche Krankheiten sind für eine Erwerbsminderung sofort nachvollziehbar. Andere Erkrankungen, gerade auch im seelischen Bereich, bedürfen der weiteren Begutachtung. Das dauert natürlich, hier sollte der Deutsche Rentenbund in Zukunft mehr Sachbearbeiter oder Gutachter einsetzen, um die Zeit etwas anzutreiben. Aber ansonsten, so denke ich, kommt jeder zu seinem Recht! Es dauert, das weiß ich aus eigener Erfahrung!

von
*Kopfschüttel*

Amsel, ich stimme Ihnen zu. Aber Stein des Anstosses war der erste Beitrag von AKW75. Bei dieser Art von Postings, geht mir halt die Hutschnur hoch.
Wenn ich dann aus dem Nicknamen "AKW75" auf das Geburtsjahr schließe und mir überlege, dass diese Person 5 Jahre jünger ist, als ich, dann geht mir die Hutschnur zweimal hoch.
Und um Missverständnissen vorzubeugen: jede(r) hat sein Päckchen zu tragen (auch ich), aber Beiträgen, wie dem von AKW75 kann ich nicht neutral umgehen, da wird nur gemeckert und mit Bildzeitungsphrasen um sich geworfen.
Das ist das was mich aufregt !

von
Alexander

Hallo AKW35,

bitte halten Sie mich über den Fall auf dem Laufenden.

Bei mir liegt der Fall ähnlich.

Ich habe eine berufliche Weiterbildung / Anpassung bewilligt bekommen, der Arbeitsmarkt zeigt, dass noch weitere Weiterbildungen nötig sind, damit dass mit der DRV Bund gesteckte Berufsziel erreicht werden kann.

Ich habe dies mit der Rehaberaterin angesprochen und wurde abgeschmettert.
Ferner wurde mir gedroht, dass die bewilligte Weiterbildung abgebrochen wird (Und diese habe ich auch nur im Widerspruchsverfahren mit Anwalt erhalten - dass ganze hat 1,5 Jahre gedauert).

Und scheinbar gibt es keine Handhabe sich gegen eine Entscheidung zu wehren.

Grüße - Alexander

von
Linda

@AKW,

na da hast Du ja noch Glück :) Du hast wenigstens 1 Antwort erhalten.

Mein Widerspruch liegt seit Mai 2012 bei der DRV Bund. Besuch beim Neurologen Mitte September 2012 - seitdem nichts mehr.
Schriftliche Nachfrage von mir am 18.12. (allerdings ohne Androhung einer Untätigskeitsklage) - keine Antwort
Verschiedene Anrufe von mir seitdem - "liegt bei der Widerspruchsstelle - nein telefonisch ist die nicht erreichbar, wir können sie auch nicht erreichen. Sie müssen warten und immer mal wieder nachfragen. Widerspruchsverfahren können bis zu 1 Jahr dauern."
Inzwischen bin ich völlig hilflos und weiß auch nicht mehr was ich machen soll :( :(

Linda

von
AKW75

Zitiert von: Linda

@AKW,

na da hast Du ja noch Glück :) Du hast wenigstens 1 Antwort erhalten.

Mein Widerspruch liegt seit Mai 2012 bei der DRV Bund. Besuch beim Neurologen Mitte September 2012 - seitdem nichts mehr.
Schriftliche Nachfrage von mir am 18.12. (allerdings ohne Androhung einer Untätigskeitsklage) - keine Antwort
Verschiedene Anrufe von mir seitdem - "liegt bei der Widerspruchsstelle - nein telefonisch ist die nicht erreichbar, wir können sie auch nicht erreichen. Sie müssen warten und immer mal wieder nachfragen. Widerspruchsverfahren können bis zu 1 Jahr dauern."
Inzwischen bin ich völlig hilflos und weiß auch nicht mehr was ich machen soll :( :(

Linda

Ein Jahr, die haben den Knall wohl nicht gehört. Ich empfehle dir deshalb auch eine Untätigkeitsklage nach § 88 SGG bei deinem zuständigen Sozialgericht einzureichen. http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/15/index.php?norm_ID=1508800

Eine andere Sprache verstehen die leider nicht.

von
Mein wahres Ich

oh man, ihr macht mir ja Hoffnung. So wie ihr das schreibt geht es mir auch.
Nach dem ich Monatelang nichts gehört habe, habe ich Mails geschickt. Nach der letzten Mail wurde ich aufgefordert neue Befunde vorzulegen. Wie schon geschrieben. Da ich das aber nicht erfüllen kann weiß ich jetzt schon das mein Widerspruch abgelehnt wird.
Und das mit den Anrufen bei der DRV- Bund kenne ich auch nur zu gut.
Bei der Hotline hatte ich bisher nur freundliche Mitarbeiter in der Leitung. Wenn man aber dann doch mal jemanden von entsprechender Abteilung erreicht, wird man entnervt angemault. Man kommt sich wie unerwünscht vor.
Die Mitarbeiter sollten sich mal Gedanken machen wer für ihre Löhne zuständig ist.
Hier wird oft der Rat gegeben das man sich doch an eine Beratungsstelle wenden soll aber das bringt auch nicht viel wenn die DRV- Bund zuständig ist.