Mal wieder:Krankschreibung nach Reha?

von
Angela

Hallo,
da ich inzwischen aufgrund unterschiedlicher Aussagen ziemlich verunsichert bin, möchte ich hier nachfragen.

Habe bis November Krankengeld bekommen, dann eine medizinische Reha über DRV mit Übergangsgeld gemacht.
Am 05.12. aus Reha als arbeitsunfähig entlassen, Wiedereingliederung startet am 16.12..
Auf den Infoblättern steht, dass man zu Beginn der Wiedereingliederung eine Bescheinigung vom Arzt braucht, was aber ist mit der Woche dazwischen?

Ich habe Freitag extra bei der DRV nachgefragt, die Antwort war, ich brauche keine Krankschreibung.
Ist das wirklich so richtig? Langsam schiebe ich etwas Panik.

von
KSC

Wenn Sie Zweifel hegen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt bis zum Beginn der WE am 16.12. au schreiben, dann sind Sie so oder so auf der sicheren Seite.

Wo ist das Problem?

von
Angela

Vielen Dank für die Antwort.
Das Problem ist, dass es leider sehr wahrscheinlich ist, dass die Wiedereingliederung scheitert und ich mir langsam aber sicher Sorgen mache, wie meine Zukunft aussehen wird. Da kann ich es nicht brauchen, auch noch Schwierigkeiten zu kriegen, weil in dem bürokratischen Ablauf irgendwas verkehrt gelaufen ist.

von
KSC

Wenn es sehr wahrscheinlich ist, dass eine WE scheitert, sollte man sich fragen, ob die überhaupt Sinn macht.
Möglicherweise verliert man durch dieses Versuchsballon nur noch mehr Zeit.

von
Angela

Ja, so sehe ich das auch. Ich denke, es geht einfach nach Schema F - andererseits, einen Versuch ist es wert.
Der Rehaarzt entlässt mich als arbeitsunfähig mit Wiedereingliederung, sagt mir aber gleichzeitig, wenn es nicht geht, soll ich die Wiedereingliederung sofort abbrechen und einen Rentenantrag stellen.

Ich möchte unbedingt gerne wieder arbeiten, aber Vollzeit wird Quälerei werden.
Die Prognose ist an sich gut, nur leider langwierig.

Hätte es Nachteile, wenn ich einen Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente stelle und gleichzeitig die Arbeitszeit von mir aus reduziere und wieder arbeiten gehe?

von
Franz F

Hallo Angela,
Erstmal viel Erfolg bei der weiteren Genesung!

Einen Antrag auf Teil EM- Rente kann man leider nicht stellen. Die RV entscheidet anhand der vorliegenden Unterlagen bzw Gutachter ob sie noch mehr als 3 h bis max 6 h arbeiten können. Unter 3 wäre volle EM rente 3-6 h wäre halbe EM Rente. Meist wird aufgrund des letzten Reha Berichts entschieden. Am Besten sie sehen dort mal nach was zur Arbeitsleistung angegeben ist.
Die RV kann natürlich auch unabhängig davon entscheiden!
Alles Gute

von
Angela

Dankeschön für die netten Wünsche.

Den Rehabericht habe ich noch nicht gesehen, aber auf der Wiedereingliederungsvereinbarung steht, dass ich vorraussichtlich ab Datum X wieder vollerwerbsfähig bin. Gleichzeitig sagte mir aber der Rehaarzt (Orthopäde), dass meine Schmerzen wahrscheinlich aus der Verletzung des Nerves resultieren und insofern ein Neurologe der richtige Arzt wäre (grosser BSV mit erheblicher Nervenquetschung / Fussheberparese).
War mir auch vorher klar, nur dachte ich, dass es das auch für die DRV in Hinsicht auf diese Reha wäre, aber ich glaube inzwischen, dem war nicht so.

Angenommen, die DRV entscheidet letztendlich, dass ich noch 3 bis unter 6 Stunden arbeiten kann, hätte es da finanzielle Auswirkungen, wenn ich bereits vor der Entscheidung meine Arbeitszeit reduziere und wieder regulär arbeiten gehe?

von
Franz F

Hmm, so genau weiß ich das nicht!
Soviel ich weiß gibt es da eine Art Günstigerprüfung. Das heisst man schaut sich die letzten Jahre an und nimmt nicht einen
Bereits durch Krankengeld oder Arbeitszeit
Reduzierten Betrag zu Berechnung.
Kann aber auch sein das diese Vorgehensweise
Erst in Planung ist.
Warte also mal lieber die Expertenantwort ab!
Ich hoffe die können dir weiterhelfen.

von
Angela

Ich danke dir :-)

Experten-Antwort

Hallo Angela, verlassen Sie sich auf die Aussage Ihres Rehasachbearbeiters. Im Zweifelsfall lassen Sie sich die Aussage schriftlich bestätigen, dass ist auf jeden Fall verbindlicher als alle Aussagen hier im Forum. Nutzen Sie die Chance einen Arbeitsversuch im Rahmen der Wiedereingliederung zu starten. Nach dem Arbeitsversuch können Sie selbst am besten entscheiden, ob ein Rentenantrag sinnvoll ist. Der Hinweis von Franz F hinsichtlich der Hochrechnung aus nicht reduziertem Entgelt ist korrekt, es steht so im Koalitionsvertrag. Nach derzeit geltendem Recht sind diese Ausführungen aber nicht anzuwenden