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@Maria L

von Gonzo17.04.2008 | 19:51
1763 Ansichten
8 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Zur Moderatoren-Antwort springen
Hallo Maria L, ich bin schon seit geraumer Zeit interessierter Leser in diesem Forum. Vorallem Ihre Beiträge haben mich überzeugt. Jetzt möchte ich für meine 3 Kinder (1, 8, 10 Jahre) jeweils monatlich einen Betrag von 50 EUR anlegen! Können Sie da geeignete Fonds nennen? Vielen Dank schon mal im Voraus!

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Hallo Gonzo, hallo Nix,

wir haben die Antwort von Nix leider löschen müssen (bedanken uns aber für die Tipps). Grund: Wir wollen hier im Forum keine Werbung.

Gegenvorschlag: Wir verdrahten Sie untereinander. Dazu müssen Sie uns eine Emailadresse nennen, die wir dann an die jeweils anderen weiterleiten.

Wenn dieser Vorschlag auf Ihr Interesse stößt, bitte eine Mail an "redaktion@ihre-vorsorge.de"

Gruß

Ihre Redaktion

7 Antworten

Nixam 18.04.2008 | 07:10
Hallo Gonzo! Sicher wird Ihnen Maria L. gleich noch antworten. Da ich mich bei Aktienfonds auch gut auskenne und in diesem Forum schon den einen oder anderen Fondstipp gegeben habe, empfiehlt sich für das 1-jährige Kind ein risikoreicher Fonds, wegen der längeren Zeit, die dieses Kind hat, um eventuelle Verluste etc. auszubügeln. Dazu gehört z.B. ein spezialisierter Fonds wie der JPM US Technology Fund. (ISIN LU0082616367) Für den 8-jährigen empfiehlt sich ein Biotechnologie-Fund. Hier empfiehlt sich der ESPA Stock Biotechnology Fund (ISIN AT0000746755) Beim 10-jährigen Kind können Sie einen breiterstreuenden Fonds nehmen - geringere Schwankung(!). Hier hat sich in der Vergangenheit der Fidelity European Aggressive Fund (ISIN LU00832391335)durch gute Leistung empfohlen. Natürlich gibt es auch viele andere Aktienfonds, die gut und empfehlenswert sind. Unter www.Finanztest.de finden Sie gute Fonds. Immer der Fondsnote 1 bis 2 nachgehen. Bitte beachten: Die o.g. Fonds insbesondere Biotechnology und US-Technology schwanken sehr stark und sind eben wegen dieser Schwankung für Langfristanleger -Fondssparplan-Anleger sehr gut geeignet. Bitte aber alle (sagen wir) 5 bis 7 Jahre umschichten. Für Umschichtungen empfiehlt sich der DWS Vermögensbildungsfonds I (ISIN DE0008476524) und der Fortis OBAM Equity World C(ISIN LU0185157681). Die Fondssparpläne sollten aber trotz von Zeit zu Zeit vorzunehmender Umschichtungen im ursprünglichen Fonds beibehalten werden. Jetzt bin ich aber auch gespannt, was Maria L. noch für einen Lösungsvorschlag anzubieten hat. :-) Gruss Nix
Nixam 18.04.2008 | 11:12
Es gibt auch freie Vermittler, welche unter dem Produkt Kindergeldsparplan oder so ähnlich, auch Einzeldepots für "Kindergeldbesparung" kostenlos ohne Gebühren - und manchmal auch komplet ohne Ausgabeaufschlag - anbieten. Bitte googlen Sie einfach mal. Gegeben Sie in die Suchmaschiene "Fonds für Lau". Da kommen einige Anbieter zusammen.
Nixam 18.04.2008 | 10:11
Sorry, wollte keine Werbung machen. Habe schon deshalb mehrere Fondsanbieter im Text genannt. Wenn Gonzo sich meldet, können Sie ihm ja meinen Text zumailen. Bei guten Tipps stösst man hier schnell an die Grenzen der Werbung. Macht nichts. Danke! Nix
Gonzoam 18.04.2008 | 11:43
Hallo Maria, hallo Nix, danke für die Tipps - ich war zu schnell für die Redaktion und habe mit die vorgeschlagenen Fonds heute morgen noch schnell ausgedruckt. Werde diese mal genau unter die Lupe nehmen! Ansonsten hätte mich von Maria noch interessiert, wie Sie sehr volatile Fonds aus dem gesamten Fondsspektrum herausfiltern! (Übrigens: Meine eigene Altersvorsorge ist bereits in trockenen Tüchern - wollte deshalb etwas für die Kinder tun und möchte damit langjährige Erfahrungen sammeln! Vieleicht kann ich ja dann in 10 oder 15 Jahren wertvolle Tipps an andere geben!) Vielen Dank nochmals. Gruß Gonzo
Maria L.am 18.04.2008 | 10:20
Hallo Gonzo, es freut mich natürlich, daß Sie meine Beiträge überzeugend finden. Allerdings hätte ich Ihnen auch ohne den berechtigten Hinweis der Redaktion keine konkreten Fonds genannt. Das hat u.a. folgenden Grund: wenn Sie sich entscheiden, Vermögen über regelmäßiges Ratensparen in Aktienfonds zu bilden, müssen Sie für einen sehr langen Zeitraum Ihres Lebens (etwa 20 Jahre) auf die Verfügbarkeit Ihrer investierten Gelder verzichten. Sie werden in dieser Zeit Phasen von Börsenhochs ebenso wie Börsencrashs erleben und es kann sein, daß Ihre gekauften Fondsanteile nach einem Crash für lange Zeit weniger wert sind, als Sie investiert haben (wenn diese Fondsanteile später im Wert steigen, ist Ihre Rendite umso höher!). Um das seelisch auszuhalten (und nicht in Panik zum Tiefststand zu verkaufen, was das Dümmste ist, was man machen kann), müssen Sie selber sowohl von der Methode der Vermögensbildung als auch von den konkret ausgewählten Fonds überzeugt sein. Und am besten überzeugt werden Sie sein, wenn Sie die Fonds selber ausgewählt haben! Das ist gar nicht so schwer, wie man als Laie zunächst glaubt. Ich habe mir das Wissen auch selber angeeignet. Von André Kostolany stammt dieses Zitat: "An der Börse gibt's nur Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!" Das ist natürlich etwas überspitzt formuliert und keinesfalls will ich Sie jetzt abschrecken. Im Gegenteil: ich finde es toll, daß Sie über Aktienfonds für Ihre Kinder vorsorgen wollen! Was ist denn Ihr Anlageziel? Wenn Sie Kapital aufbauen wollen, um damit die Ausbildung Ihrer Kinder zu finanzieren, dann wird es zumindest für die beiden älteren zu knapp. Die höchstmögliche Sicherheit Ihrer Investition erreichen Sie, wenn Sie mindestens 20 Jahre Ansparzeit vorsehen. Auch kürzere Zeiträume können ausreichend sein, aber je kürzer der Zeitraum wird, desto mehr Abstriche müssen Sie bei der Sicherheit machen und desto mehr Glück brauchen Sie. Wenn Sie hier schon länger mitlesen, dann müßten Sie doch gemerkt haben, woher ich mein Wissen beziehe. Der beste Rat, den ich Ihnen geben kann, ist: informieren Sie sich selber und vollziehen Sie selber nach, daß und warum Vermögensbildung über Aktienfonds funktioniert. Dann werden Sie auch selbstbewußt genug sein, um selber passende Fonds auszuwählen. Es erfordert einen relativ hohen Einarbeitungsaufwand, aber nur einmalig am Anfang. Wenn Ihre Fondssparpläne erstmal laufen, brauchen Sie sich kaum noch darum zu kümmern. Haben Sie denn schon für Ihr eigenes Alter vorgesorgt? Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie das Ganze als Familienprojekt sehen. Sie sparen auch Kosten, wenn Sie nicht für jedes Kind separat Konten und Depots anlegen. Wenn Sie ein Finanzpolster von mind. 6, besser bis zu 12 Familiennettomonatseinkommen haben (für Notfälle, wie z.B. den vorübergehenden Verlust des Arbeitsplatzes) und bereit sind, für die nächsten 20 Jahre auf 150 Euro monatlich zu verzichten, dann können Sie in 5 Fonds zu je 30 Euro ziel- und chancenorientiert investieren. Ich melde mich später oder in den nächsten Tagen nochmal. Gruß, Maria L.
Maria L.am 18.04.2008 | 15:57
Hallo Gonzo, Sie stellen eine sehr konkrete Frage, ohne daß ich wissen kann, wie Ihr Hintergrund ist. Welche Erfahrung Sie z.B. schon mit Beteiligungspapieren haben und vor allem: inwieweit Sie sich bereits informiert haben. Man kann auch viel falsch machen an der Börse. Es ist wichtig, daß Sie eine Investmentmethode verstehen (dafür ist eine gründliche Auseinandersetzung damit notwendig), bevor Sie sie in eigener Verantwortung anwenden. Es führt in diesem Forum zu weit, allzu detailliert darauf einzugehen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, daß ich Sie deswegen nur dorthin verweisen kann, wo ich selber alles Notwendige über Vermögensbildung gelernt habe. Lesen Sie nochmal diese Beiträge von mir, folgen Sie den Links und informieren Sie sich dort aktiv weiter: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Gruß, Maria L.
Maria L.am 18.04.2008 | 20:38
Hallo Gonzo, ein paar allgemeine Hinweise zur Fondssuche kann ich Ihnen noch geben. Das Wichtigste passiert vor der Fondsauswahl. Sie müssen verstehen, was Sie tun, und vor allem müssen Sie sich überlegen, welchen Märkten Sie in der Zukunft (innerhalb Ihrer Ansparzeit) ein hohes Wertsteigerungspotential unterstellen - genau dort investieren Sie dann. Aber das ist nur die Ultra-Kurz-Fassung, bitte nicht investieren ohne vorherigen umfassenden Kompetenzaufbau. In den Fondssuchmaschinen diverser Anbieter, die kostenlos im Internet verfügbar sind, können Sie Auswahlkriterien für die Suche vorgeben - dafür müssen Sie vorher natürlich entscheiden, welche Kriterien für Sie relevant sind und wonach Sie suchen wollen. Und dann gilt: ohne Fleiß kein Preis! Aus einer Liste infragekommender Fonds wählt man einen passenden aus, indem man sich die Fonds detailliert anschaut und untersucht nach z.B. Branchen- und Regionenverteilung, Anlagestrategie des Fondsmanagements, Kosten usw. Informationen gibt es entweder online oder in den gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (Verkaufsprospekt, Rechenschaftsbericht oder ggf. Halbjahresbericht). Bei mehreren ausgewählten Fonds ist es wichtig, daß zur Reduzierung des Risikos und Erhöhung der Chancen möglichst wenig Korrelationen bestehen. Dann würde ich Ihnen noch die Lektüre der folgenden Links empfehlen (insb. die Antworten auf die Fragen 6, 11 und 13). http://www.finanzuni.org/phpBB/viewforum.php?f=17 http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=74 (Fragen 25 und 29) Nun müßten Sie eigentlich in der Lage sein, selber die Antwort auf Ihre Fragen zu finden. Beißen Sie sich durch die Informationen durch. Es lohnt sich! Viel Erfolg! Schönes Wochenende, Maria L.
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