Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben

von
Brigitte

Hallo,

ich befinde mich gerade am Ende einer 5-monatigen Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben. Der Arbeitsmarkt macht eine weitere Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich, um überhaupt eine Chance in einem neuen Berufsbild zu haben..

Ich habe dies bereits vorsichtig mit dem Rehaberater besprochen, doch der hat abgewinkt.

Einen offiziellen Antrag an die Rentenversicherung habe ich noch nicht gestellt, werde dies aber tun.

Wer hat bereits Erfahrungen in einem ähnlichen Fall gesammelt?

Muss ich mich auf eine Ablehnung des zu stellenden Antrags und ggfs. auch auf eine Klage einstellen?

Mit freundlichen Grüßen - Brigitte

von
KSC

Wer soll diese Frage denn beantworten können? Über Rehaanträge wird im Einzelfall entschieden und den kennt kein Forumsteilnehmer und auch der Experte, der morgen antworten darf nicht.

Klar scheint mir aber zu sein, dass sich der Arbeitsmarkt im letzten halben Jahr nicht dramatisch geändert hat.

Man hätte somit eigentlich schon vor 5 Monaten wissen können, welche Chancen man mit einer bestimmten Maßnahme hat.

von
???

"Ich habe dies bereits vorsichtig mit dem Rehaberater besprochen, doch der hat abgewinkt."
Dann sollten Sie sich wohl auf eine Ablehnung einstellen. Mehr lässt sich anhand Ihrer mageren Angaben nicht sagen.

von
achim46

In der Tat ist es unter den "wenigen" Informationen schlecht festzustellen, hier detaillierte Antworten zu geben.

Wenn man eine LTA Maßnahme erfolgreich absolviert hat und diese dann nicht reicht, kann dies unterschiedliche Gründe haben.

1. Die Maßnahme war für das angestrebte Berfufsziel nicht ausreichend.

Da du nur eine fünfmonatige Maßnahme gemacht hast, scheint mir der Punkt 1 schon zutreffend zu sein.

2. Was hat man in der Vergangenheit gelernt, sowie schulisch und beruflich?

Kann ich bei dir nicht beurteilen.

3. Welche körperlichen Probleme stehen derzeit dem Berufsziel entgegen, und sind die körperlichen Probleme mit dieser Maßnahme abgeholfen worden?

Das ist wohl der entscheidene Punkt. Wenn aus Sicht der DRV keine körperlichen Probleme mehr bestehen, wird wohl eine weitere berufliche Weiterbildung abgelehnt werden. Hier wird man dir vermutlich nur Eingliederungshilfen zusagen, oder die Einschaltung eines Integrationsfachdienstes.

von
Brigitte

Vielen Dank für die Antwort.

Ja, es ist tatsächlich so, dass diese 5 monatige Maßnahme nicht ausreichend für das angestrebte Berufsziel ist.

Während dieser Maßnahme habe ich auch freiwillig an einem Bewerbungscoach bei einem professionellen Personalberater teilgenommen, der mich eigentlich auf dieses NICHT AUSREICHEN aufmerksam gemacht hat.

Bei dem angestrebten Berufsziel ist davon auszugehen, dass ich dieses trotz körperlichen Einschränkungen ausüben kann. Aber für das angestrebten Berufsziel bin ich nach der 5 monatigen Maßnahme eben nicht ausreichend qualifiziert und habe daher hier auf dem Arbeitsmarkt keine Chance.

Mit freundlichen Grüßen - Brigitte

von
achim46

Zitiert von: Brigitte

Vielen Dank für die Antwort.

Ja, es ist tatsächlich so, dass diese 5 monatige Maßnahme nicht ausreichend für das angestrebte Berufsziel ist.

Während dieser Maßnahme habe ich auch freiwillig an einem Bewerbungscoach bei einem professionellen Personalberater teilgenommen, der mich eigentlich auf dieses NICHT AUSREICHEN aufmerksam gemacht hat.

Bei dem angestrebten Berufsziel ist davon auszugehen, dass ich dieses trotz körperlichen Einschränkungen ausüben kann. Aber für das angestrebten Berufsziel bin ich nach der 5 monatigen Maßnahme eben nicht ausreichend qualifiziert und habe daher hier auf dem Arbeitsmarkt keine Chance.

Mit freundlichen Grüßen - Brigitte

Dann bleibt die Frage, warum wurde dir dann die Maßnahme überhaupt bewillgt, wenn diese dich von der Qualifikation nicht weiterbringt? War das vorher schon klar?

Ich persönlich halte bei sehr vielen Fällen sehr wenig von so halbgaren Maßnahmen. Die bringen einen leider nicht entscheidend weiter. Viele Behörden, Ämter oder ebend die DRV meinen ja heutzutage, dass man mit so einer "tollen" Maßnahme dann beruflich durchstarten kann. Dabei müssten sie eigentlich die Einstellungsbedingungen der hiesigen Arbeitgeber besser kennen.

In der heutigen Zeit reicht dies halt nicht mehr aus, wenn man irgendwelche Zertifikate oder Teilnahme-Bescheinigungen bekommt. Gerade bei LTA ist dies ein riesengroßes Problem. Man hat ja erstmal primär körperliche oder seelische Probleme, und deswegen gibt es ja nur LTA. Das heisst, dass man ja eine neue Tätigkeit oder einen neuen Beruf ERLERNEN muß. Aber um einen neuen Beruf oder eine Tätigkeit zu erlernen, muß auch die Qualifikation mindestens ausreichend sein. Und hier liegt meines Erachtens in vielen Fällen der Hase im Pfeffer.

Wie gesagt, mit irgendwelchen halbgaren Maßnahmen wird den Betroffenden nicht geholfen. Deshalb sollte man sich von Anfang an schon sehr genau informieren, was einen weiterbringt. Dieses scheinst du leider nicht gemacht zu haben. Ist aber nicht böse gemeint.

Die Rehaberater der DRV beraten auch leider unzureichend, um es mal diplomatisch zu formulieren. Ich habe das nämlich auch schon mitgemacht. Deshalb bin ich auch mit meinen "Freunden" der DRV vor dem Sozialgericht.

Beantrage also deine begeehrte Maßnahme oder Umschulung,schriftlich bitte. Nach der voraussichtlichen Ablehnung suchst du dir dann einen Anwalt für Sozialrecht. Dieser kann dann die Erfolgsaussichten besser einschätzen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute, und lass dich nicht unterkriegen.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Auswahl der jeweiligen Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben erfolgt einzelfallbezogen und individuell für jeden Kunden. Zuständiger Ansprechpartner ist der zuständige Fachberater. Bitte setzen Sie sich deshalb mit diesem in Verbindung und klären Sie dort Ihr Anliegen ab.