maximale Rentenhöhe ?

von
Gerhard

Hallo,

gibt es eigentlich eine Obergrenze für EU- und Altersrente?

Danke!
Gerhard

von
KSC

Eine festgeschriebene Obergrenze gibt es nicht.

Aber durch die Beitragsbemessungsgrenze ist der Beitrag (und so mit auch die Rente) nach oben begrenzt.

Theoretisch könnte einer/ eine mit 13 angefangen haben zu arbeiten und bis 65 also 52 Jahre den höchstmöglichen Beitrag gezahlt haben, weil er immer soviel (oder mehr) wie die Beitragsbemessungsgrenze verdient hat. Schafft der bis 67, hat er sogar 54 Jahre!

Dann könnte er auf 3500 bis 4000 € Rente kommen.

Aber wie gesagt, das sind Zahlenspiele - das wirkliche Leben und damit die tatsächlichen Renten sehen anders aus.

Schauen Sie in Ihre jährliche Renteninformation, da wird Ihre Rente mit dem bisherigen Verdienst bis zur Regelaltersgrenze hochgerechnet.

Wollen Sie später eine höhere Rente, müssen Sie halt mehr verdienen und künftig höhere Beiträge zahlen.

Gruß

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Gerhard,

eine gesetzliche Regelung das die Rente eine bestimmte Höhe nicht überschreiten darf, besteht grundsätzlich nicht. Allerdings folgt aus den Berechnungsvorschriften eine "Begrenzung".

Da bei der Berechnung der Rente das erzielte Einkommen als Grundlage dient und dieses nur bis zu Beitragsbemessungsgrenze herangezogen wird, ergibt sich daher eine rechnerische Höchstrente.
Beispiel: Ein Rentner geht im Jahr 2007 mit 65 in Rente. Er hat zuvor 45 Jahre immer ein Einkommen mindestens in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze erzielt. Dieser Rentner hat in seinen 45 Beitragsjahren rund 81 Entgeltpunkte erarbeitet, woraus sich eine Rente in Höhe von rund 2100 Euro ergibt. Wenn wir das Beispiel weiterführen und der Rentner nicht mit 20 sonder bereits mit 14 Jahren in das Berufsleben eingestiegen ist, so hätte er rund 91 Entgeltpunkte erarbeitet und daraus eine Rente von rund 2400 Euro.

von
Schiko.

Bei der gesetzlichen rente gelten durch die jährlichen
bemessungsgrenzen höchstbeträge. Für 2007 war
dies 63.000 und für 2008 sind es 63.600.
Somit errechnen sich bis einschließlich 2006 für

40 jahre beitragszeit von 1967/2006 1.878,78 brutto.
mithin 71,5180 entgeltpunkte a / 26,27 euro..

45 jahre beitragszeit von 1962/2006 2.083,56
mithin 79,3133 entgeltpunkte a/ 26,27 euro.

50 jahre beitragszeit von 1957/2006 2.305,94
mithin 87,7786 entgeltpunkte a/ 26,27 euro.

Dies lässt sich so für die EMR. nicht sagen, da hier
durchschnittsverdienste bis zum 60. lebensjahr hoch-
gerechnet werden. Sicher gibt es auch hier statistische
zahlen.
Die genannten beträge monatlich auf das jahr gerechnet
sind: 40 jahre € 22.545,36- 45 jahre € 25.000,72 und
für 50 jahre €. 27.671,28.

Hierbei außer acht gelassen knappschaftsrenten und
gesetzliche renten in den neuen bundesländern.

Deshalb ist es unsinn, von 30.000, oder gar 40.000
jahresrente bei der gesetzlichen rente zu sprechen.

Bei solch hohen summen sind betriebsrenten oder
ptivatrenten enthalten.

Hier gilt nach wie vor die ertagsanteilversteuerung
sogar mit verminderten prozentsätzen. Statt früher
27% mit 65 rentenbeginn jetzt 18% usw.

Es können als durchaus für verheiratete 4.000 brutto
monatlich sein, denn höchstfalls bis 27.671,28 gilt
die gesetzliche rente. Ausgehend von 50% ver-
steuerung in 2005 sind es zunächst 13.835,64 steuer-
pflichtigt. Hiervon noch 10% von der bruttorente für
kranken/pflegeversicherung abgezogen vermindert
sich der genannte betrag von 13.835,64 noch ent-
sprechend.

Da sind also noch freiräume für renten mit nur 18%
versteuerung, da ja als existenzminimum für den vh.
15.328 euro als steuer unbelastet gilt, euro 7.664
sind es für den ledigen.

MfG.

von
Maria L.

Hallo,

das finde ich klasse, daß diese Frage hier mal gestellt UND von einem Experten beantwortet wird.

Also, selbst nach 45 Jahren SPITZENVERDIENST (das erreicht wohl keiner, die Leute mit dem Spitzenverdienst fangen meist erst spät an zu arbeiten und die anderen, die früh anfangen, erreichen meist nicht so hohe Einkommen) gibt es nur eine HÖCHSTRENTE von etwa 2100€ (12 mal im Jahr, ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld).

Das hört sich für manchen noch relativ viel an, aber nur deswegen, weil heute diese Renten (immer noch für die meisten Rentner) BRUTTO=NETTO ausgezahlt werden (nur abzüglich des halben Beitrags für KV und PV).

AUFWACHEN, liebe Mitleser!

Zukünftig sind bis zu 100% dieser Rente steuerpflichtig, also sind das nur noch BRUTTO 2100€! Und die KV- und PV-Beiträge werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit steigen! Außerdem gibt es bereits gesetzlich beschlossene Kürzungen des Rentenniveaus, die sich erst noch zukünftig auswirken! Ganz zu schweigen von zukünftig noch zwangsläufig auf uns zukommenden weiteren Rentenkürzungen als Folge der hohen Staatsverschuldung und des demographischen Wandels. Die zukünftige Steigerung der Renten wird weit hinter der Inflation zurückbleiben, das heißt, die Rente wird in heutiger Kaufkraft gemessen immer weniger wert sein.

Ich bin nicht so gut im Rechnen wie unser geschätzter Kollege Bernhard, der leider seit dem Sommer 2007 verschollen ist, aber ich habe für mich mal abgeschätzt, daß von den 2100€ Höchstrente so in 30 Jahren nur noch 1200€- 1400€ übrigbleiben werden (möglicherweise noch viel weniger). Für den DURCHSCHNITTSVERDIENER kann man den Wert dann nochmal halbieren, auf 600-700€. Da landet man auf Hartz IV-Niveau bzw. Grundsicherung, und zwar landet dort die MEHRHEIT der Bevölkerung (siehe auch den aktuellen Vorschlag von Prof. Rürup, jedem langjährigen Beitragszahler zumindest eine Mindestrente zu zahlen - wäre ja zu peinlich, zugeben zu müssen, daß das Geld selbst für den langjährigen Beitragszahler nicht mehr zum Leben ausreichen kann).

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,526038,00.html

AUFWACHEN!

Die gesetzliche Rente reicht zukünftig gerade noch aus, nicht zu Verhungern. Zum Leben muß JEDER BUNDESBÜRGER völlig eigenverantwortlich eine private Altersvorsorge aufbauen.

Wer mehr über eigene Vorsorge wissen möchte, kann hier in diesem Forum als Suchbegriff "Aktienfonds" eingeben.

Mit freundlichen Grüßen,
Maria L.

von
Rentenüberprüfer

Mich interessiert, aus welcher Quelle die Aussage stammt, das auch heute noch die meisten Renten Brutto = Netto gezahlt werden.

Bin der Meinung, dass sie so in keinster Weise zutreffend ist.

von
Maria L.

Hallo Rentenüberprüfer,

heutige Renten "BRUTTO = NETTO":

Zugegeben, das war eine plakative Aussage, die so vermutlich nicht mehr zutrifft.

Ich meinte damit eigentlich eher die Situation vor dem Alterseinkünftegesetz, als nur der Ertragsanteil der Renten versteuert werden mußte und somit ein Großteil der Rentner (vor allem die ohne Zusatzeinkünfte) überhaupt keine Steuern zahlen mußten.

Ich habe dieses (auch heute schon etwas schiefe) Bild nur gebraucht, um auf einen möglichen Irrtum hinzuweisen. Wenn heute jüngere Menschen sehen, daß bei ihren eigenen Eltern die gesetzliche Rente doch noch ganz gut ausreicht, dann könnten sie daraus falsche Schlüsse ziehen. Zukünftig ändert sich das eben dramatisch, je weiter in der Zukunft jemand in Rente geht, desto dramatischer ist die Änderung.

Ich möchte mit meinem Beitrag vor allem die jüngeren Leser wachrütteln, die selber noch für ihr Alter vorsorgen können. Die heutigen Rentner, die es gewiß auch nicht mehr so leicht haben wie noch frühere Rentnergenerationen, habe ja leider keine Möglichkeit mehr, etwas für ihre Altersvorsorge zu tun.

In der Renteninformation wird - soweit ich mich erinnere - auf die Steuerpflicht und die KV-/PV-Beitragspflicht bereits hingewiesen, nur kann sich der einzelne für sich persönlich daraus doch wenig vorstellen.

Wer sich nur die prognostizierte Rente ansieht und dann denkt, ok, das ist dann ungefähr meine Netto-Rente, der irrt gewaltig. Das wollte ich damit ausdrücken.

Gruß,
Maria L.

von
Rentenüberprüfer

mit Blick auf die steuerliche Belastung oder Wirkung der Rente für die "Jetztzeit" und die "Zukunft" erhält Ihre Aussage zwar eine andere Bedeutung, bringt aber doch eine gewisse Schieflage.

Die zunächst von Ihnen getroffene Aussage "Brutto = Netto" mit Bezug auf Steuern ist nicht gut gewählt, weil vom monatlichen Brutto der Rente gar keine Steuern zu zahlen sind.

Wenn überhaupt, dann im Folgejahr aus der Summe der Rente für 12 Monate.

Nichts einzuwenden ist gegen Ihre Absicht, jüngere Menschen wachzurütteln.

Es ist nicht zu bestreiten, dass seit 1992 bis heute es überwiegend nur zu sich verschlechternden Bewertungen und die Rente kürzenden Regelungen gekommen ist, die in den ab 2005 und den ab 2012 geltenden Regelungen Ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden haben.

Um so wichtiger ist die Erkenntnis zur Vorsorge wie auch der Schaffung von Gewissheit, ob im bisherigen Verlauf alles seine Richtigkeit hat, was bisher nur in ca. 90% der von mir geprüften Bescheide der Fall war.

von
Schiko.,

Verehrte Maria Luise,

nehme ja an sie haben nicht mich als experte be-
zeichnet, denn ein solcher bin ich ja nicht.

Nochmals der hinweis, selbst bei 2100 brutto
und im jahr 25.200 ./. 10% 2520 sind es auch
bei 100% versteuerung in 2040 1.334 steuer
nach heutigen sätzen.

Oder auch anders ausgedrückt, bei nur 1400
monatsrente x 12 16.808./. 1681 € 15127
und somit steuerfrei da heute schon 15328 nach
der splittingtabelle als steuerfrei gelten.

Es wird doch auch so sein, dass für den kauf-
kraftschwund eventuelle rentenerhöhungen
einen gewissen ausgleich bringen.

Im übrigen hat die absenkung des rentenniveau
keinen direkten bezug zu der rente des einzelnen.

Richtig ist, durch niedriges niveau fallen jährlich
rentenerhöhungen- wenn überhaupt- geringer aus.

Es versteht sich von selbst, dass auch rentner
einen arzt beanspruchen und dafür auch beiträge
zur kranken/pflegeversicherung anfallen.

Auch das haareschneiden kostet geld.

Ich meine- schon weil sich das lebensalter
laufend erhöht- hat dies auch auswirkungen für
künftige rentengenerationen.

Insgesamt sollte man politiver denken, für angst-
mache haben wir ja die BILDZEITUNG.
MfG.

von
Maria L.

Hallo,

Rentner müssen gar nicht monatlich Steuern zahlen, sondern erst im Nachhinein? Das war mir gar nicht klar, aber wenn ich darüber nachdenke, muß es natürlich so sein, denn wer sollte heute die Steuern einziehen. Müssen Rentner auch keine monatlichen Vorauszahlungen ans Finanzamt leisten? Aber wetten, daß das noch geändert wird, wenn der steuerpflichtige Anteil in den nächsten Jahren/Jahrzehnten wächst? Das Finanzamt wird doch nicht allen Rentnern ein Jahr kostenlosen Kredit geben, zumal wenn zu befürchten ist, daß das wenige Geld dann futsch ist und für die Steuer nichts mehr übrig bleibt. Die Steuer ließe sich doch bequem an der Quelle (also bei der Rentenversicherung) einziehen, so wie heute jeder Arbeitgeber auch eine Lohnbuchhaltung haben muß.

Ihr Hinweis, den Versicherungsverlauf zu prüfen, ist sicher hilfreich. Je früher Lücken geklärt werden (und nicht erst beim Rentenantrag), desto besser.

Viele Grüße,
Maria L.

von
Maria L.

Lieber Schiko.,

wie kommen Sie auf "Luise", das entspringt wohl Ihrer freien Fantasie?

Sie selbst haben mir hier vor etwa einem Jahr eine Ausrechnung gemacht für 2000€, also etwa den gleichen Fall.

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=47567&dekade=1

(übrigens, es wäre gut, wenn Sie in Ihrem Text auch das sich ergebende Nettoeinkommen schon aufschreiben würden, dann muß man nicht beim Lesen zum Taschenrechner greifen).

Bleiben wir bei den 2100€ Höchstrente. Sie rechnen mit 10% KV-/PV-Abzug. Rechnen Sie doch nochmal neu (ich müßte mir doch mal ein Steuerberechnungsprogramm anschaffen, damit ich das selber ausrechnen kann) mit 20% Abzug (wenn zukünftig die DRV vielleicht nicht mehr den halben Beitrag dazuleisten kann, das wurde hier doch schon häufiger thematisiert) und geben dann das monatliche Nettoeinkommen an. Wir müssen doch an die steigenden Kosten im Gesundheitswesen denken, irgendwer wird die doch bezahlen müssen (bei immer weniger Arbeitnehmern und immer mehr Rentnern).

Die steuerliche Belastung wird gegenüber der heutigen Regelung eher steigen, wer soll denn sonst die Staatsschulden zurückzahlen (wer denn? Die immer weniger werdenden Arbeitnehmer? Die Unternehmen? Die wandern dann eher ins Ausland ab. Die Reichen? Davon gibt es - bisher - nicht so viele, daß die das auffangen könnten. Der Durchschnittsbürger wird es bezahlen müssen und der Durchschnittsrentner) Die Inflation wird die Kaufkraft der Renten schmälern, wir wissen nur noch nicht, in welcher Höhe. Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, daß die Rentensteigerungen da zukünftig Schritt halten können. Das ist doch schon seit Jahren nicht mehr der Fall. Die Riester- und Nachhaltigkeits- und Nachholfaktoren schmälern die zukünftige Höchstrente um - ich weiß es nicht mehr genau - 10%? Die Zahl müßte ich nochmal nachprüfen. Und für all das mache ich halt Sicherheitsabschläge und dann lande ich bei 1200-1400€ Höchstrente bzw. 600-700€ Rente für den Durchschnittsverdiener.

Für meine Altersvorsorge kann ich doch nicht das RISIKO eingehen, meine Versorgungslücke zu gering eingeschätzt zu haben. Lieber lasse ich mich nachher angenehm überraschen, wenn die gesetzliche Rente dann doch höher ausfällt. Aber lesen Sie nochmal den Artikel von Prof. Rürup, den ich oben verlinkt hatte. Er schlägt doch nur deswegen eine Mindestrente vor, weil sonst zu viele sogar LANGJÄHRIGE Beitragszahler in die Grundsicherung fallen würden. Ich suche morgen nochmal, ob ich noch einen anderen Artikel wiederfinde, in dem klar benannt wurde, wie viele davon betroffen sein werden.

Ich bin überhaupt nicht pessimistisch, im Gegenteil! Mir hat das Nachdenken über die zukünftig zu geringe gesetzliche Rente nämlich die Augen dafür geöffnet, daß jeder Bundesbürger ganz allein SELBST VERANTWORTLCH ist für SEINE EIGENE ALTERSVERSORGUNG! Ohne diesen gewissen Druck wäre ich viel zu bequem gewesen, mich darum zu kümmern, das gebe ich gerne zu.

Bei mir ist der Groschen jetzt jedenfalls gefallen: ich bin SELBST VERANTWORTLICH für meine Altersvorsorge und das allerbeste ist: ICH KANN ES AUCH SELBER SCHAFFEN! Und möglicherweise ist dann mein Einkommen aus meiner eigenen Altersvorsorge so hoch, daß ich mir über die Höhe der gesetzlichen Rente gar keine Gedanken mehr machen muß, sondern diese nur als Zusatzeinkommen verbuchen kann!

Nein, ich bin nicht verrückt geworden, ich habe mich nur endlich einmal gründlich mit dem regelmäßigen und langjährigen Ratensparen in Aktienfonds beschäftigt. Wenn man das richtig macht, verschwinden die Risiken weitgehend, die immer unterstellt werden (die ich selber auch immer unterstellt habe). Auf jeden Fall sind die Risiken aufgrund der nach aller historischen Erfahrung weit höheren Renditen beim Aktienfondssparen deutlich GERINGER als bei allen anderen mir bekannten Formen der Altersvorsorge. Je höher die Rendite, desto geringer die Gefahr, daß es am Ende nicht reicht für die Rente.

Man weiß zwar im Unterschied zu anderen Vorsorgeformen vorher nicht, wie hoch genau die eigene Rendite ausfallen wird, aber man hat eine hohe Wahrscheinlichkeit auf eine hohe Rendite und ein sehr geringes Risiko, am Ende weniger herauszubekommen als mit herkömmlicher Altersvorsorge. Sobald ich das selber noch besser begriffen habe, werde ich das hier bestimmt wieder thematisieren.

Gruß,
Maria L.

von
Rentenüberprüfer

Schiko, kann Deine Werte nicht nachvollziehen, habe für:
40 Jahre nur 71,4789
45 Jahre nur 79,3625
50 Jahre nur 87,7771
Entgeltpunkte für die gleichen Zeiträume ermittelt.

von
Panik

Das war ja alles recht interessant. Ich stelle jedoch in Frage, ob es tatsächlich immer mehr Renter gibt bzw. geben wird, und im Verhältnis immer weniger Werktätige. Allein wenn ich täglich die Todesanzeigen in den Zeitungen meiner Stadt lese, dann denke ich, bald wird es keine Rentner mehr geben.
Und wenn man jetzt aus jeder deutschen Zeitung täglich die Todesanzeigen sammmeln würde, dann summiert sich das aufs Jahr ziemlich krass. Und es sind naturgemäß öfter die Ältesten, also die Rentner, die noch eine ehrliche Rente erhalten haben. So bleiben also immer mehr die jüngeren Jahrgänge mit den kleinen Renten übrig.
Ich würde mal gerne die Bilanzen der RV einsehen, denn ich glaube nicht, daß die offiziel genannten Zahlen korrekt sind.

von
Schiko.

Machen sie doch keine panik
daraus. Habe doch nur gerhard geantwortet.Dies
darf wohl noch sein.

MfG.

von
Schiko..

Rentenhöchstgrenzen in der ges.RV:
---------------------------------------------------
Jahr: Bem.Grenze. Durch.Verdienst. Entgeltpunkte:

1957 9000 : 5043 1,7847
1958 9000 : 5330 1,6886
1959 9600 5602 1,7137
1960 10200 6101 1,6719
1961 10800 6723 1,6064
Summe EP. 45 Jahren. 79.3133 EP. €. 2083,56 Höchstrente.....................
1962 11400 7328 1,5557
1963 12000 7775 1,5434
1964 13200 8467 1,5590
1965 14400 9229 1,5603
1966 15600 9893 1,5769
Summe
EP, 40 Jahren.71.5180 EP. €. 1878,78 Höchstrente..................
1967 16800 19219 1,6440
1968 19200 10842 1,7709
1969 20400 11839 1,7231
1970 21600 13343 1,6188
1971 22800 14931 1,5270
1972 25200 16335 1,5427
1973 27600 18295 1,5806
1974 30000 20381 1,4720
1975 33600 21808 1,5407
1976 37200 23335 1,5942
1977 40800 24945 1,6356
1978 44400 26242 1,6919
1979 48000 27685 1,7338
1980 50400 29485 1,7093
1981 52800 30900 1,7087
1982 56400 32198 1,7517
1983 60000 33293 1,8022
1984 62400 34292 1,8197
1985 64800 35286 1,8364
1986 67200 36627 1,8347
1987 68400 37726 1,8131
1988 72000 38896 1,8511
1989 73200 40063 1,8271
1990 75600 41946 1,8023
1991 78000 44421 1,7559
1992 81600 46820 1,7428
1993 86400 48178 1,7933
1994 91200 49142 1,8558
1995 93600 50665 1,8474
1996 96000 51678 1,8577
1997 98400 52143 1,8871
1998 100800 52925 1,9046
1999 102000 53507 1,9063
2000 103200 54256 1,9021
2001 104400 55216 1,8908
2002 54000 28626 1,8864
2003 61200 28938 2,1149
2004 61800 29060 2,1266
2005 62400 29203 2,1368
2006 63000 29304 2,1499
Summen 5o Jahre... 87.7786 EP. €. 2305,94

EP. steht für Entgeltpunkte. Ein EP. 26,27 RW. alte Bundesländer........................
Die abweichung ist ja nicht
erheblich.Kann ja daran liegen,
dass inzwischen die jeweils
vorläufigen werte der jahres
durchschnittsverdienste an-
gepasst wurden.
Dein draht zur deutschen
rentenversicherung glüht ja
besser als meiner.
Nehme gerne von den än-
derungen kenntnis.
Nachträglich noch alles gute
zum neuen jahr.

Servus.

von
Rentenüberprüfer

Schiko, die Differenz ist nicht erheblich, völlig richtig.
Sie resultiert bei Dir aus dem Jahr 2006, da ist der inzwischen amtliche Wert BBG 2,1360 EGPT.

Ich hatte im Jahr 1962 einen Wert fehlerhaft übernommen.

Will Dich gern auch darin bestätigen, dass es nicht möglich ist, eine Rente, ohne Zeiten der Knappschaft, oberhalb 2.400€ monatlich zu erreichen, wenn man die 40, 45 oder 50 Jahre von 2006 beginnend, runterrechnet.

von
Schiko.,

Vielen dank für ihre umfang-
reichen und sicher interes-
santen erläuterungen.

Entschuldigen sie auch vielmals, dass ich sie mit
luise ansprach.

MfG.

von
Maria L.

Hallo Schiko.,

ich hatte Ihnen noch einen Artikel zum Thema Altersarmut versprochen.

Hier ist er:

"Laut Rürup benötigt ein Durchschnittsverdiener heute 25 Jahre, um einen monatlichen Rentenanspruch von 660 Euro zu erwerben. Dies entspricht etwa dem Sozialhilfe-Regelsatz für Alleinstehende plus Wohn- und Heizkosten. Bis 2030 steige die erforderliche Zahldauer durch die Rentenreformen auf 30 Jahre."

http://www.handelsblatt.com/news/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1371535/default.aspx/index.html

Auch hier auf ihre-vorsorge.de wird der Vorschlag von Prof. Rürup unterdessen thematisiert:

"Diskussion über Altersarmut gewinnt an Fahrt"

http://www.ihre-vorsorge.de/Diskussion-ueber-Altersarmut-gewinnt-an-Fahrt.html?session=d30f74b36be5be00432c9659b774d9d1

Und noch eine Aussage von Prof. Sinn

"Deutsche müssten bis 77 arbeiten"

http://www.netzeitung.de/deutschland/819470.html

Meine eigene pi-mal-Daumen-Aussage kommt der von Prof. Rürup doch ziemlich nahe, finden Sie nicht? Für große Teile der Bevölkerung droht in der Zukunft eine Rente auf Höhe der Grundsicherung.

Ich kann mich nur wiederholen: Jeder, der noch nicht im Rentenalter ist, muß selber privat fürs Alter vorsorgen! Aber die Vorsorge muß rentabel sein, sonst ist das Risiko zu groß, daß es nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleibt. Die einzige Chance hierfür: Ratensparen in Aktienfonds!

Gruß,
Maria L.

von
Schiko.

Grüß Gott, Maria.

Wußte gar nicht, dass sie mir noch was schuldig
sind.
Neben professor henkel schätze ich sowohl rürup
als auch professor sinn.
Beide haben rechnerisch sehr recht. Gehöre nicht zu
denen die von professoren geschwätz reden.
Wehre mich nur dagegen, wenn andere dann von
rente mit 77 sprechen, nur weil prof. sinn dies rich-
tig ausrechnete was sein" müßte"

In der tat, der durchschnittsverdiener mit derzeit
30084 euro jahresverdient und 26,27 x 25 jahre
kommt auf 656,75 bruttorente. Nehmen wir an,
preissteigerung und rentenanpassung gleichen
sich.

Mit aktien befasse ich mich schon seit 30 jahren,
auch mit fondsanteile, habe schon viele verkauft.
Pflege auch mit meinen zwei banktöchtern rege
verbindung.

Persönlich aber auch schon tausende in den wind
geschrieben.

Den sozialhilfesatz von ca. 660 sehe ich ein-
schließlich wohn-und heizkosten.
Damit meine ausführungen länger werden auch
die längst errechneten, vermutlichen renten in
40 beitragszahlungen:
558 brutto bei 7,50 stundenlohn
595 8,00 stundenlohn
669 9,00 stundenlohn
744 10.00 stundenlohn
818 11.00 stundenlohn
893 12.00 stundenlohn
967 13,00 stundenlohn
1041 14.00 stundenlohn

Solche ausrechnungen sind bei mir täglich brot.

MfG.