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med. Reha abgelehnung. zu krank oder gesund?

von
Matthias1

Hallo Forum

Erst der Text der Ablehnung

Ihrem Antrag vom 14.09-2010 auf Leistungen zur medizinischen
Rehabilitation können wir nicht entsprechen.
Begründung
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können erbracht werden wenn die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen
erfüllt sind.
Nach $ 10 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VI) sind
die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, wenn
1) die Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher,
geistiger der seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist.
und
2) voraussichtlich
a) bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung
der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe an Arbeitsleben abgewendet werden kann,
oder
b) bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur
medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe an Arbeitsleben
wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch
deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann
Diese Voraussetzungen sind bei Ihnen nicht erfüllt.
Nach unseren Feststellungen ist eine Leistung zur medizinischen
Rehabilitation durch uns nicht erforderlich.

Bin ich zu krank oder zu gesund für die Medizinische Reha?

Zu meiner Person m 42,
Zwei längere Klinik besuche (kein Entzug) in 18 Monaten, Psychotherapie aller 2 Wochen. Mehrere Diagnosen bekommen.

danke

von
Nix

Hallo Matthias1!

Mit o.g. Bescheid hat man Ihnen mitgeteilt: Sie sind zu gesund, um eine medizinische Leistung zur Rehabilitation zu Lasten des RV-Trägers zu erhalten.
Zumindest gefährden Ihre Leiden nicht Ihre Erwerbsfähigkeit.

Viele Grüsse
Nix

von
santander

Steht doch in der Begründung:

Nach unseren Feststellungen ist eine Leistung zur medizinischen
Rehabilitation durch uns NICHT ERFORDERLICH.

Ergo: keine Reha notwendig

von
Matthias1

Danke erst mal

Es ist mir nach einem Medizinischen Gutachten durch das AA, angeraten wurden den Antrag auf medizinische REHA zu stellen und Teilhabe am Arbeitsleben durch die RV prüfen zu lassen. Bescheid habe ich gestern bekommen, das ich Teilhabe bekomme. Heist es nicht, erst Medizinische REHA dann Teilhabe am Arbeitsleben? Dann brauch ich keinen Widerspruch einlegen wegen der med. REHA.

Experten-Antwort

Hallo Mathias1,

der Bescheid bedeutet, dass nach den medizinischen Feststellungen Ihre Erwerbsfähigkeit
- nicht gemindert und
- auch nicht gefährdet ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird also eine Rehabilitation nicht für erforderlich gehalten.

von
Klemens

Gutachten des med. Dienstes der AfA spielen für die Beurteilung und damit die Bewilligung einer med. Reha und/oder einer Teilhabe am Arbeitsleben durch die RV keine Rolle.

Und wenn Sie beides beantragt haben und die Teilhabe am Erwerbsleben jetzt statt der Reha genehmigt bekommen haben, haben Sie doch zumindest einen Teilerfolg erreicht.

Und nein, eine med. Reha geht nicht zwangsläufig vor einer Teilhabe am Arbeitsleben. Das sind 2 verschiedene Dinge.

Sie können aber natürlich jetzt gegen den ablehnenden Rehabescheid innerhalb von 1 Monat Widerspruch einlegen.

Ob die Erfolgsaussichten allerdings hoch sind kann man zumindest bezweifeln.

von
Nix

Zitiert von: Matthias1

Danke erst mal

Es ist mir nach einem Medizinischen Gutachten durch das AA, angeraten wurden den Antrag auf medizinische REHA zu stellen und Teilhabe am Arbeitsleben durch die RV prüfen zu lassen. Bescheid habe ich gestern bekommen, das ich Teilhabe bekomme. Heist es nicht, erst Medizinische REHA dann Teilhabe am Arbeitsleben? Dann brauch ich keinen Widerspruch einlegen wegen der med. REHA.

Wir führen auch Leistungen zur Teilhabe durch, ohne dass vorher eine medizinische Leistung zur Rehabilitation durchgeführt wurde.
Wo haben Sie dass denn gehört, dass auf jeden Fall eine medizinische Reha vorgeschaltet wird?!?!?!

Nix

von
santander

Matthias1 meint bestimmt REHA vor Rente :-)

von
Nix

Zitiert von: santander

Matthias1 meint bestimmt REHA vor Rente :-)

....hat er aber nicht gesagt.... ;-)

Nix

von
Klemens

Ich denke @Matthias1 meinte damit, das seiner Meinung nach erst eine med. Reha erfolgen müsste um die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Teilhabe am Arbeitsleben zu schaffen bzw. zu klären was überhaupt gesundheitlich möglich ist und was nicht.

Es ist ja auch oft wirklich der Fall , das erst nach einer med. Reha geklärt werden kann, was an weiteren Massnahmen wie z.b. Teilhabe am Arbeitsleben ( z.b. Umschulung etc. ) in Frage kommt.

Da bei @ Matthias1 aber die med. Reha nicht für notwendig erachtet wird und damit abgelehnt wurde, bestehen also grundsäztzlich in seinem Fall - aus Sicht der RV - soweit keine gesundheitlichen Einschränkungen , die gegen die soifortige Genehmgiung einer Teilhabe am Arbeitsleben sprechen würden.

von
Matthias1

genau, Klemens hat recht, so habe ich es gemeint.

danke

von
Machts Sinn

... also im Falle eines Widerspruches aufpassen, dass der nicht zu gut begründet wird: ich hatte nämlich den Fall, dass die DRV im ablehnenden Bescheid sagte, eine ambulante Therapie sei ausreichend und mit dem Widerspurchsbescheid meinte, es sei eine akute Krankenhausbehandlung erforderlich, für die die DRV aber nicht zuständig sei. Und das alles ohne weitere Atteste ... - Entscheidungsqualität?

von
Nein, es macht keinen Sinn

...der verdammte ignore-button ?!?!?!?!?!

von
Macht wirklich keinen Sinn

Zitiert von: Machts Sinn

... also im Falle eines Widerspruches aufpassen, dass der nicht zu gut begründet wird: ich hatte nämlich den Fall, dass die DRV im ablehnenden Bescheid sagte, eine ambulante Therapie sei ausreichend und mit dem Widerspurchsbescheid meinte, es sei eine akute Krankenhausbehandlung erforderlich, für die die DRV aber nicht zuständig sei. Und das alles ohne weitere Atteste ... - Entscheidungsqualität?

Wer Ihre Beiträge liest, bekommt durchaus seine Zweifel...., das eine akute Krankenhausbehandlung in Ihren Fall hilft. Da ist woghl eine langwierige psychsiche STATIONÄRE Behandlung eindeutig sinnvoller.

von
Machts Sinn

... ist wieder aktiv!

von
Macht wirklich keinen Sinn

Zitiert von: Machts Sinn

... ist wieder aktiv!

..und hat wieder vollkommen Recht.

Sie armer kranker Mensch.

von
Elli

Zitiert von: Matthias1

Zu meiner Person m 42,
Zwei längere Klinik besuche (kein Entzug) in 18 Monaten, Psychotherapie aller 2 Wochen. Mehrere Diagnosen bekommen.

Verehrter Matthias,
was soll diese Anmerkung?
Glauben Sie, wenn Sie betonen, dass Sie nicht suchtkrank sind, stehen Sie in einem besseren Licht da... oder umgekeht: Ist jemand, der HIilfe und Reha-Maßnahmen wegen einer Suchterkrankung beantragt, negativer ist, als Sie.
Suchterkrankungen sind Erkrankungem wie jeder andere und nur in den Köpfen verschiedener Unwissener, schwirrt immer noch die Vorstellung umher, dass diese Erkrankungen 'negativer' sind als andere.
Sozusagen: Krebs Platz 1
Sucht Platz 10

Ich kann Ihnen nur sagen, dass Sie mit einerhandfesten Suchterkrankung eine erste
medizinische Reha mit Sicherheit genehmigt bekommen hätten und dass Ihr psychosomatische Erkrankunng alleine offenbar nicht dafür ausreicht.

Im übrigen nennt sich eine Reha für Suchtkranke nicht 'Entzug'.
Den kann man in jedem Krankenhaus machen und dauert zwischen 1 Woche und 4 Wochen.

Eine Reha für Suchterkrankungen nennt sich 'Entwöhnungsbehandlung' und beginnt am ca. 2 Monaten.