Med. Reha nach Abbruch Umschulung

von
Ratloser

Hallo zusammen.
Ich habe ein Anliegen.
Ich musste aus psychischen Gründen meinen alten Beruf an den Nagel hängen.. Erst lange psych. Krankheit, dann psychosomatische Reha.. Antrag LTA.. Bewilligt... Weiterbildung angefangen... Jetzt ist die psych. Erkrankung wieder zurück. Schlaflosigkeit, Angst vor den nächsten Tag usw. Selben Symptome wie vor 2 Jahren. Wenn jetzt aus Gesundheitsgründen die Maßnahme erstmal unterbrochen wird und Krankengeld gezahlt wird kann man dann eine Medizinische Reha beantragen um die Arbeitsleistung wieder her zu stellen oder zu prüfen ob und in welchem Umfang Arbeitsleistung überhaupt möglich ist?
Oder bekommt man die nicht bewilligt? Die letzte Reha war im Januar 2019 aus psychischen Gründen. Davor schon 2x Reha wegen Bandscheiben LWS 2011 und HWS
2015.
LG

von
KSC

Frei nach Toyota gilt "nichts ist unmöglich".

Wenn Sie und Ihre Ärzte eine Reha für sinnvoll und notwendig erachten, stellen Sie den Antrag mit entsprechender Begründung.

Und dann warten Sie ab wie entschieden wird.

Mehr lässt sich dazu im Forum kaum sagen.

Experten-Antwort

Hallo,
ob eine weitere medizinische Rehabilitation gewährt werden kann, ist ohne individuelle Hintergrundinformationen und medizinischer Prüfung nicht zu beantworten.

Grundsätzlich werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen zur Rehabilitation erbracht. Sind vorzeitige Leistungen aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich, gilt die Vierjahresfrist aber nicht unbedingt - hier handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung nach medizinischer Prüfung.

Sie geben an, dass Sie aktuell eine Weiterbildung als LTA-Maßnahme durchführen, die gerade wegen Krankheit unterbrochen ist. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen sich schnellstmöglich direkt mit Ihrem zuständigen Reha-Fachberater in Verbindung zu setzen, damit das weitere Vorgehen besprochen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Umschüler

Hallo Ratloser,

""eine Medizinische Reha beantragen um die Arbeitsleistung wieder her zu stellen oder zu prüfen ob und in welchem Umfang Arbeitsleistung überhaupt möglich ist""?

Das ist die Frage bei deiner Konstellation? bzw. erst mal eine leidensgerechte Tätigkeit zu finden, die du auch auf Dauer durchhalten kannst. Eine REHA naja kann dich ggf. a bissel Stabilisieren und dann?

Mein Bekannter war auch bis vor Weihnachten in psychischer
REHA soweit OK, in der REHA und ja er fühlte sich besser.
Aber....zuhause im Alltag und mit dem "Theater" jetzt mit der Agentur, geht die Kurve wieder nach unten. Er sieht jetzt, wie
schwierig es ist, überhaupt eine "Leidensgerechte" Arbeit zu finden.
(er 56 J. hat es auch noch mit den Bandscheiben und Hüfte und
vor Jahren schon umgeschult)

Ich hatte (musste) auch vor 13 Jahren unfallbedingt, in die Richtung Büro-technischer Kaufmann Umschulen.
Aber konnte nur mit Schwierigkeiten 50% und eingeschränkt arbeiten. Arbeitgeber konnte mich nicht mehr brauchen und Agentur: "es gibt hunderte" fittere mit ihrem Beruf.
Gehen sie wieder Nachhause!

Ich würde dir empfehlen, dich mal vor Ort (REHA Berater, VDK, Anwalt) beraten zu lassen.
Auch in Richtung Teilrente!?

P. S. ein Verwandter konnte mit dem Umschulungsberuf
"Qualitätsfachmann" Fuß fassen!

Gruß