Medikamente beim Gutachtertermin

von
P.Maus

Hallo,

ich muss wegen verschiedenen Krankheiten Medikamente nehmen, die sedierend wirken. Jetzt steht im Rahmen eines Rentenantrages ein Gutachtertermin an.

Um meinen Alltag und den zustand während der Arbeit zu vermitteln, müsste ich die Tabletten nehmen.

Auf die Tabletten kann ich eigentlich nur in den eigenen vier Wänden verzichten. Ich könnte allenfalls auf die Tabletten verzichten, wenn ich mit Begleitung zum Gutachtertermin gehe, was aber häufig nicht geht.

Wenn ich die sedierende Tabletten nehme, besteht die Gefahr, dass ich vieles nicht mitbekomme und mir dadurch bei der Begutachtung ein Beinchen Stellen würden.

Was soll ich tun? Kann ich bei der DRV einen Antrag auf Begleitung stellen, um nicht dem Gut-will des Gutachters ausgeliefert zu sein? Was empfehlen die Experten?

P.Maus

von
Rüdiger

Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

von
KSC

Irgendwelche "medizinischen Notwendigkeiten" kann Ihnen Ihr Arzt bescheinigen und diese Bescheinigung zeigen Sie bei der Begutachtung vor - dann weiß der Gutachter von seinem Arztkollegen von "Ihren Problemen".

Und eine Begleitung ist in aller Regel auch möglich - aber auch das kann man (mit oder ohne ärztl. Bescheinigung) im Vorfeld abklären.

Manche Probleme werden ganz klein wenn man darüber nachdenkt.....

von
P.Maus

Zitiert von: Rüdiger
Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

Darum geht es nicht. Das Dilemma ist, dass die verschriebenen Medikamente notwendig sind, aber die Mitwirkung bei der Begutachtung durch die sedierende Wirkung eingeschränkt wird.

von
P.Maus

Zitiert von: KSC
Irgendwelche "medizinischen Notwendigkeiten" kann Ihnen Ihr Arzt bescheinigen und diese Bescheinigung zeigen Sie bei der Begutachtung vor - dann weiß der Gutachter von seinem Arztkollegen von "Ihren Problemen".

Und eine Begleitung ist in aller Regel auch möglich - aber auch das kann man (mit oder ohne ärztl. Bescheinigung) im Vorfeld abklären.

Manche Probleme werden ganz klein wenn man darüber nachdenkt.....

Bescheinigt ist die Notwendigkeit schon durch die Verschreibung und die bei der DRV eingereichten Arztbriefe.

Im Forum hane ich gelesen, dass man kein durchsetztbares Recht auf Begleitung hat. Daher bringt es nichts, im Vorfeld anzufragen. Dann besser mit Begleitung erscheinen.

von
Frauke

Zitiert von: P.Maus
Zitiert von: Rüdiger
Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

Darum geht es nicht. Das Dilemma ist, dass die verschriebenen Medikamente notwendig sind, aber die Mitwirkung bei der Begutachtung durch die sedierende Wirkung eingeschränkt wird.

Ja, aber der Gutachter soll ihren Alltag sehen, ihre normale Belastungsfähigkeit. Wenn sie täglich Medikamente brauchen, die sehr belastend sind, wollen sie die beim Gutachter also weglassen,damit der nicht merkt, dass es Ihnen schlecht geht.
Wie kommt man denn auf so eine Idee?

von
P.Maus

Zitiert von: Frauke
Zitiert von: P.Maus
Zitiert von: Rüdiger
Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

Darum geht es nicht. Das Dilemma ist, dass die verschriebenen Medikamente notwendig sind, aber die Mitwirkung bei der Begutachtung durch die sedierende Wirkung eingeschränkt wird.

Ja, aber der Gutachter soll ihren Alltag sehen, ihre normale Belastungsfähigkeit. Wenn sie täglich Medikamente brauchen, die sehr belastend sind, wollen sie die beim Gutachter also weglassen,damit der nicht merkt, dass es Ihnen schlecht geht.
Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Nein, weglassen, um klarer reagieren zu können. Ich habe die Befürchtung unter Tabletten meine Probleme nicht vollständig schildern zu können.

von
Frauke

Zitiert von: P.Maus
Zitiert von: Frauke
Zitiert von: P.Maus
Zitiert von: Rüdiger
Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

Darum geht es nicht. Das Dilemma ist, dass die verschriebenen Medikamente notwendig sind, aber die Mitwirkung bei der Begutachtung durch die sedierende Wirkung eingeschränkt wird.

Ja, aber der Gutachter soll ihren Alltag sehen, ihre normale Belastungsfähigkeit. Wenn sie täglich Medikamente brauchen, die sehr belastend sind, wollen sie die beim Gutachter also weglassen,damit der nicht merkt, dass es Ihnen schlecht geht.
Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Nein, weglassen, um klarer reagieren zu können. Ich habe die Befürchtung unter Tabletten meine Probleme nicht vollständig schildern zu können.

Das hatte ich schon verstanden. Der Gutachter soll Rente befürworten, Sie aber topfit erleben, ganz anders als im Alltag. Wo ist der Fehler?

von
Klarstellung

Was sollen eigentlich diese „medizinischen“ Fragen?
Niemand hier kennt den Gutachter oder die medizinischen Beeinträchtigungen des Versicherten.
Eine wirkliche Lösung kann ein Forum hier doch gar nicht bieten und die Antworten sind doch auch nichts anderes als Mutmaßungen oder Meinungen.

von
Frauke

Zitiert von: Klarstellung
Was sollen eigentlich diese „medizinischen“ Fragen?
Niemand hier kennt den Gutachter oder die medizinischen Beeinträchtigungen des Versicherten.
Eine wirkliche Lösung kann ein Forum hier doch gar nicht bieten und die Antworten sind doch auch nichts anderes als Mutmaßungen oder Meinungen.

Hier hat niemand was gemutmaßt oder über Krankheiten gesagt. Es ging einzig darum, dass man sich beim Gutachter normal verhalten sollte, also so wie im Alltag auch.

von
DieWartende

Zitiert von: Rüdiger
Niemand zwingt Sie, am Tag der Begutachtung ihre Medikamente zu nehmen, wenn Sie das selbst verantworten können.
Der GA wird auch keine Blutentnahmen machen um zu Prüfen, ob Sie die Medikamente genommen haben.

Mir wurde beim Gutachtetermin Blut abgenommen. Ist das nicht der Standard?

von
Grusi

Zitiert von: DieWartende

Mir wurde beim Gutachtetermin Blut abgenommen. Ist das nicht der Standard?

Nein, ist nicht der Standard und geht auch nur mit dem Einverständnis des zu Begutachtenden.

von
Frauke

Zitiert von: Grusi
Zitiert von: DieWartende

Mir wurde beim Gutachtetermin Blut abgenommen. Ist das nicht der Standard?

Nein, ist nicht der Standard und geht auch nur mit dem Einverständnis des zu Begutachtenden.

Das Einverständnis muss man allerdings geben, wenn man Rente haben will. Ich habe bei insgesamt 8 Gutachterterminen alles erlebt. Teils lief das ab in 20 Minuten mit paar Fragen und kurzer allgemeiner Untersuchung. Teils aber auch mit Anordnung weiterer Diagnostik, und das darf der Gutachter.

von
Valzuun

Sie sollte diese Frage (Medikamente) bereits im Vorfeld mit dem Gutachter klären. Es ist nicht unüblich (aber auch nicht zwingend) dass der Medikamentenspiegel im Blut geprüft wird. Das geht „nach hinten los“ wenn Sie die verschrieben Medikamente (vermeintlich) gar nicht (regelmäßig) einnehmen.
Schließlich ist letztendlich entscheidend, ob Sie Arbeiten können; dafür ist auch durchaus zumutbar geeignete Medikamente einzunehmen.

Was den Begleiter betrifft entscheidet hier der auch der Gutachter. Ganz allgemein kann gesagt werden dass dies je nach Diagnose/Symptomatik/Situation hilfreich oder kontraproduktiv sein.

Experten-Antwort

Liebe Versicherte,

auf dem Einladungsschreiben zum Gutachtertermin müsste sich ein Ansprechpartner oder zumindest eine Telefonnummer befinden.

Wir empfehlen Ihnen dort anzurufen und Ihre Situation telefonisch zu schildern.

Dann kann man Ihnen weitere Weisungen erteilen, wie speziell in Ihrem Fall verfahren wird.

von
Sonja

Der Medikamentenspiegel ist da, ob man die Tabletten an dem Morgen nimmt oder nicht.