Medizinische Reha auf eigene Kosten

von
Melanie63

Hallo,

ich habe im Februar einen Reha-Antrag gestellt, über den bislang noch nicht entschieden worden ist.

Gegenwärtig habe ich eine medizinische Reha-Maßnahme auf eigene Kosten begonnen, da ich ansonsten mit erheblichen gesundheitlichen Problemen zu rechnen gehabt hätte.

Wird mir die Rentenversicherung diese Kosten im Falle einer positiven Entscheidung erstatten?

Vielen Dank

von
Corletto

Wenn Sie erst im Februar den Rehaantrag gestellt haben, können Sie doch nicht erwarten , das über diesen Antrag in 2-3 Wochen entschieden wird ...

Also ein bischen ( mehr ) Zeit dürfen Sie der RV schon einräumen.

Insofern haben Sie die med. Reha jetzt auf " eigene Faust " begonnen und sollten zumindest damit rechnen , auf den eventuell jetzt dadurch entstandenen (Mehr)-Kosten hängen zu bleiben.

In einer xbeliebigen Klinik ( welche von der RV event. gar nicht belegt wird und/oder eventuell noch teurer ist als die RV eigenen Kliniken ) eigenmächtig eine Reha zu beginnen und dann noch - nachträglich - die Kostenerstattung dafür zu verlangen , ist schon ein wenig
gewagt - um es mal vorsichtig auszudrücken !

Wenn ihrem Rehantrag grundsätzlich jetzt nicht stattgegeben wird, ist die Sache ja sowieso klar und SIE bleiben auf allen Kosten dieser reha hängen.

Ihre - eigene - Einschätzung, das aus gesundheitlichen Gründen diese Reha jetzt und gleich notwendig war, muss die RV ja nun auch nicht teilen.

Eine akutmedizinische Behandlung wäre dann sogar sinnvoller gewesen, wenn Sie wirklich so krank sind.

Eine med. Reha kann und soll nicht eine akut mediziniche Behandlung ersetzen und kann dies auch gar nicht leisten.

Insofern sind Sie wahrscheinlich von völlig falschen Voraussetzungen/Ansprüchen ausgegangen.

Experten-Antwort

Hallo Melanie63,
nach § 14 Abs. 1 des Neunten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB 9) entscheidet der Rehabilitationsträger innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Antrages.
Es ist daher von hier aus nicht nachvollziehbar, wieso noch keine Entscheidung über den im Monat Februar 2009 gestellten Antrag vorliegt.
Bitte Fragen Sie diesbezüglich bei Ihrem Rehabilitationsträger nach und verweisen gegebenenfalls auf die Frist des § 14 SGB 9.
Die Erstattung der Kosten Ihrer selbstbeschafften Leistung ist von vielen Faktoren abhängig, die Ihr zuständiger Rehabilitationsträger im Einzelfall zu prüfen hat. Eine konkrete Aussage ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

von
kati

Melanie, ich habe vor 5 J. eine med. Reha auf eigene Kosten durchgezogen. Es waren damals um die 1.500,00 € Eigenanteil.

Krankenkasse gab Zuschuss pro Tag 13,00 € + Fahrtkostenerstattung + 18 x Anwendungen. Absolutes Muss: 21 Tage Kur. Nennt sich "Badekur" - über KK zu beantragen.

Denn: die DRV lehnte 2 x ab und der Richter beim Sozialgericht (Prozeß ./. DRV) gab den Hinweis, ich möge mir meinen "Urlaub" selbst bezahlen, obwohl chronisch krank und schwerbehindert und 35 Arbeitsjahre auf dem Buckel.

Gruss kati

von
Corletto

Eine von der Krankenkasse genehmigte " Badekur " ist aber grundsätzlich etwas ganz anderes als eine medizinische Rehamassnahme seitens der Rentenversicherung !

Hier sollte man also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

von
kati

Corletto, um überhaupt einen Genesungsprozeß einzuleiten, weiter arbeitsfähig zu sein, griff ich auf diese "Badekur" zurück.

Ich habe mich übrigens prächtig erholt, Frühsport, Massagen, Inhalationen, gutes Essen, stundenlange Spaziergänge (Ostsee) und war monatelang beschwerdefrei. All das wäre genauso im Programm der DRV drinnen gewesen.

kati

von
Corletto

Wenn es für SIE o.k. war, gibt es ja an einer Badekur ja auch nichts auszusetzen.

Das was Sie beschreiben ist allerdings wirklich eine " Kur "
nach alter Väter Sitte und keine med. Reha.

In einer med. Reha sind diese Dinge zwar auch enthalten, aber noch gaaanz viel mehr an wirklich harter Arbeit !

von
Rentner

Sorry, was ich als Reha kenne, sah aber anders aus! Therapien bis auf Miittagessen durchgehend, alles anstrengend, ohne Massage zwischendurch, leider...