Med.Reha+berufl.Reha+Rentenantrag nacheinander möglich?

von
tomml

Guten Tag.

Ich weiß nicht, welchen Weg ich gehen soll.
Meine Ärzte sind auch unterschiedlicher Meinung.
Ich sollte das entscheiden sagten Sie.
Atteste bekomme ich.
Ich bin 40 und habe seit Jahren Rheuma.
Arbeite als Kaufmann, und kann durch die Schmerzen nur noch stundenweise arbeiten.
Bin zur Zeit in Krankengeld und ohne Job.
ALG1 hätte ich noch 8 Monate. KG nur 74 Wochen. Jedoch macht die Kasse langsam Druck.

Ich hätte zur Auswahl:
-med. Reha
-berufliche Reha (teilhabe)
-Rentenantrag (zumindest halbe EM-Rente)

Würde folgendes gehen?
Erst stelle ich einen Antrag auf teilhabe am Arbeitsleben.
Sollte dies genehmigt werden, und ich danach immer noch nicht fit bin um vollzeit zu arbeiten, stelle ich den Rentenantrag.

Oder vorher med. Reha, danach berufl. Reha und wenn das nichts bringt Rentenantrag?

Darf man überhaupt nacheinander diese Anträge stellen??

Danke
tomml

von
User

Also es kommt oft vor, dass zuerst eine med. REha durchgeführt wird und im Anschluss eine LTA. Bzw. normalerweise wird mit der Entscheidung über die LTA abgewartet bis die med. Reha abgeschlossen ist.

Also sie können gern med. Reha und LTA gleichzeitig beantragen.

Und wenn beide Maßnahmen dann nichts bringen können Sie einen Rentenantrag stellen. Bzw. vielleicht wird sogar bei der med. Reha festgestellt dass in einen Rentenantrag umgedeutet wird.

von
Nix

Hallo tomml!
Stellen Sie bitte einen Antrag auf medizinische Leistungen zur Rehabilitation.
Sollten medizinische Leistungen für Sie nicht in Frage kommen, sondern berufsfördernde, dann entscheidet das der RV-Träger und bewilligt Ihnen berufsfördernde Leistungen.

Eine Rente würde auch mit dem medizinischen Antrag bewilligt werden, wenn bei Ihnen Erwerbsminderung vorliegt. Dann gilt nämlich der Medizinische Reha-Antrag als Rentenantrag.

Viele Grüße
Nix

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo tomml,

Sie sollten wie von „Nix“ empfohlen vorgehen. Aus meiner Sicht ist diesem Beitrag prinzipiell nichts hinzuzufügen.

von
Elisabeth

Ich würde auch das Vorgehen bezg. einer med. Reha bevorzugen. Möglicherweise kann man es erreichen, dass man im Abschlussbericht eine Empfehlung für eine Teilhabe erreicht. Dann wäre man schon ein Stück weiter.