mehrere Nebenjobs

von
Peter

ich habe 2 Nebenjobs mit je 400,-. Erlange ich damit pro Monat einen Pflichtbeitrag, weil der Mindestbeitrag in der GRV jetzt erreicht wird oder sollte ich Sonderzahlungen leisten?

von
Schiko.

Kann nicht erkennen was sie eigentlich wissen wollten.
Haben sie eine hauptbeschäftigung können sie daneben nur einen sozialversicherungsfreien 400 euro-minijob ausüben.
Der zweite und jeder weitere
400 euro-minijob wird mit der hauptbeschäftung zusammen-
gerechnet und es ist in der regel renten-, kranken-u pflegeversicherung zu zahlen,
aber keine ALV.
Ausgenommen von der zusammenrechnung ist stets
der zeitlich zuerst aufgenommene minijob.
Aúch nicht klar ist was sie mit mindestbeitrag oder sonderzahlungen leisten meinen.

MfG.

von
Peter

Es besteht keine Hauptbeschäftigung, sondern nur Geringsfügigkeitsbeschäftigungen.

Als Sonderzahlung ist der Aufstockungbetrag von 19,6o € gemeint, die
Differenz also von 15% GRV Beitrag des Arbeitgebers auf den Beitragssatz GRV 19,9%.

Ich bin der Meinung, daß der Aufstockungsbeitrag in diesem Falle nicht mehr nötig ist, weil der Mindestbeitrag zur GRV von 79,60€ geleistet worden ist.

von
Micha

Machen Sie einen Scherz oder meinen Sie das etwa ernst?
2 Minijobs a' 400,00 Euro sind nicht statthaft.
Und wenn Sie so angemeldet worden sind, dann schauen Sie schnell, dass Sie davon einen Minijob rückgängig machen.
Auf Minijob-Basis dürfen Sie insgesamt nur 400,00 Euro verdienen.
Bei 2 Arbeitgebern könnte das z. B.
1 x 100 und 1 x 250 Euro sein.
Die von Ihnen praktzierte Verfahrensweise wird bei der Bundesknappschaft (die die Minijobs verwaltet) auffallen und es kann zu unangenehmen Konsequenzen (sprich Nachzahlungen von z. B. Sozialversicherungsbeiträgen)kommen.

von
Schiko.

Ach so, jetzt versteh ich sie.
Zweimal 15% a/60 euro des
arbeitgebers sind ja schon
120, mehr als 79,60 mindest-
beitrag.
Sprechen sie doch mit einem
arbeitgeber ob nicht die möglichkeit besteht den minijob in eine hauptbe-
schäftigung überzuführen.
Der arbeitegber bekommt die
steuerkarte klasse 1 und zahlt
ordnungsgemäß den hälfte-
beitrag für kranken-, renten-
und arbeitslosenbeitrag,die
andere hälfte geht zu ihren lasten. Natürlich sind dann 400 brutto nicht mehr 400
netto zählt aber bei der rentenversicherung als vollwertiger beitrag.

Der verzicht auf den zuläs-
sigen bisherigen 2. job auf die
versicherungsfreiheit entfällt,
die zuzahlung von 19,60 ist
nicht mehr notwendig.
Ist dieser aber bereits aus-
gesprochen muß er beim bis-
herigen arbeitgeber weiter
aufrecht erhalten werden.

In jedem fall ist es dringend
geboten der minijob zentrale
dies umgehend zu beichten.

MfG.

von
Unbekannt

Hat ein Arbeitnehmer, der keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nachgeht, mehrere 400-Euro-Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern nebeneinander, sind die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen zusammenzurechnen (nicht zu berücksichtigen sind Arbeitsentgelte aus kurzfristigen Beschäftigungen).

Wird bei Zusammenrechnung mehrerer 400-Euro-Minijobs die monatliche Grenze von 400 Euro überschritten, so handelt es sich nicht mehr um versicherungsfreie Minijobs. Vielmehr sind die einzelnen Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig.

Quelle: http://www.minijob-zentrale.de/nn_10182/DE/1__AN/4__mehrereMinijobs/navNode.html?__nnn=true

von
-_-

Versicherungsfrei kann nur der erste Minijob neben einer Hauptbeschäftigung sein. Sobald zwei Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt werden, besteht für den zweiten Minijob Versicherungspflicht.

Wird keine Hauptbeschäftigung ausgeübt, besteht Versicherungspflicht für beide Minijobs bereits, sobald das Entgelt insgesamt 400,00 EUR überschreitet.

Sie können aber versicherungsfrei mehrere Minijobs nebeneinander ausüben, wenn dabei insgesamt bis zu 400,00 EUR erzielt werden.

Das alles können Sie unter
http://www.minijob-zentrale.de/nn_10182/DE/1__AN/Node.html?__nnn=true
nachlesen. Dort finden Sie auch einschlägige Beispiele.

Experten-Antwort

Mehrere Nebenjobs

Den Beiträgen von "Unbekannt" und von "-_-" wird zugestimmt. Als Hinweis möchte ich noch anfügen, dass in den meisten Arbeitsverträgen ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass der Arbeitnehmer vor Aufnahme eines weiteren (geringfügigen) Jobs dies dem ersten Arbeitgeber anzuzeigen hat bzw. der Arbeitgeber ausdrücklich vor Abschluss des Arbeitsvertrages nach dem Bestehen einer weiteren bereits bestehenden (geringfügigen) Beschäftigung fragt, um so die Sozialversicherungspflicht beurteilen zu können. Gemäß § 28g S. 2 und S.3 SGB IV kann der Arbeitgeber den Gesamtsozialversicherungsbeitrag nur durch Abzug vom Lohn gegen den Arbeitnehmer geltend machen. Ein eventuell unterbliebener Abzug kann nur bei den drei nächsten Lohn - oder Gehaltszahlungen nachgeholt werden, danach nur, dann wenn der Abzug ohne Verschulden des Arbeitgebers unterblieben ist. Genau dieses würde aber zutreffen, wenn der Arbeitnehmer keine oder unrichtige Angaben zu weiteren Beschäftigungsverhältnissen macht.