Meinung zur Betrieblichen Vorsorge mit 20 Jahren

von
gl567

Ich habe von meinem Arbeitsgeber ein Infoblatt zur Rente bekommen.

Dort ist unter anderem folgendes Rechenbeispiel:

http://i.imgur.com/6qsCMsj.jpg

diese gesamt summe von wegen 3000 wird ja wohl kaum monatlich sein aber bestimmt auch nicht jährlich oder? was ist die genau?

15% zuschuss ist das normal? viel? wenig?

welchen vorteil hat es wenn ich schon mit 20 beginne? eig nur das die rente größer ist oder?

ist das angebot gut oder gibts es woanders bessere?

worauf sollte man achten / unbedingt vor abschluss klären?

von
Holger T.

15 % Zuschuss ist entspricht in etwa dem, was der Arbeitgeber an Sozialabgaben einsparen würde, wenn er keinen Zuschuss geben würde.

15 % sind wirklich das Allermindeste. Fast schon zu wenig.

Wichtig wäre zu wissen, was Versicherung und Vermittler an der ganzen Geschichte verdienen, vielleicht verdient sogar der Arbeitgeber direkt oder indirekt noch mit? Gibt es mindestens einen Rabatt (da Gruppenverträge) von der Versicherung?

Wenn man bedenkt, daß man als gesetzlich Krankenversicherter auf die Betriebsrente später mal volle Sozialabgabenbeträge (aktuell ca. 18 %) zahlen muß und darüber hinaus diese voll versteuern muß, wird das ganze eher zum Nullsummenspiel.

Ist ihr Arbeitsplatz sicher? Wenn sie arbeitslos sind gibt es keine Ersparnisse an Sozialabgaben und Steuern in der Ansparphase! Auf andere Arbeitgeber die Betriebsrente übertragen kann problematisch werden.

Die o.g Datei kann ich leider nicht herunterladen.

Ich würde eher Riestern, da gibt es keine volle Sozialabgaben im Auszahlungsfalle auf die Betriebsrente. Außerdem ist die Übertragung auf einen neuen Arbeitgeber nahezu unproblematisch.Vielleicht gibt ihr Arbeitger auch hierfür einen Zuschuss? Aber auch da gibt es viele Fallstricke, wie man Leute insbes. mit einer hohen Kostenbelastung des Riester-Vertrags über den Tisch ziehen kann.

von
Holger T.

15 % Zuschuss ist entspricht in etwa dem, was der Arbeitgeber an Sozialabgaben einsparen würde, wenn er keinen Zuschuss geben würde.

15 % sind wirklich das Allermindeste. Fast schon zu wenig.

Wichtig wäre zu wissen, was Versicherung und Vermittler an der ganzen Geschichte verdienen, vielleicht verdient sogar der Arbeitgeber direkt oder indirekt noch mit? Gibt es mindestens einen Rabatt (da Gruppenverträge) von der Versicherung?

Wenn man bedenkt, daß man als gesetzlich Krankenversicherter auf die Betriebsrente später mal volle Sozialabgabenbeträge (aktuell ca. 18 %) zahlen muß und darüber hinaus diese voll versteuern muß, wird das ganze eher zum Nullsummenspiel.

Ist ihr Arbeitsplatz sicher? Wenn sie arbeitslos sind gibt es keine Ersparnisse an Sozialabgaben und Steuern in der Ansparphase! Auf andere Arbeitgeber die Betriebsrente übertragen kann problematisch werden.

Die o.g Datei kann ich leider nicht herunterladen.

Ich würde eher Riestern, da gibt es keine volle Sozialabgaben im Auszahlungsfalle auf die Betriebsrente. Außerdem ist die Übertragung auf einen neuen Arbeitgeber nahezu unproblematisch.Vielleicht gibt ihr Arbeitger auch hierfür einen Zuschuss? Aber auch da gibt es viele Fallstricke, wie man Leute insbes. mit einer hohen Kostenbelastung des Riester-Vertrags über den Tisch ziehen kann.

von
Frau Sachse

Grundsätzlich gilt, je früher für das Alter vorsorgen desto besser.

Aber im Moment erleben wir bei den meisten Altersvorsorgeprodukten ein extremes Chaos (!):

Angesichts extrem niedriger Zinsen- auf den Geld- und Kapitalmärkten sind hier kaum nennenswerte Zuwächse zu erzielen. Und die Situation wir auch eine ganze Weile noch so bleiben.

Dazu kommt, daß der Staat (über Steuern) und die Krankenkasse (über Krankenversicherungsbeiträge bei gesetzlich Krankenversicherten) kräftig absahnen.

Natürlich wollen die Versicherer und die Vertreter bzw. die Türklinkenputzer ebenfalls ein großes Stück vom Kuchen haben.

Fragen Sie mal ihren Arbeitgeber, was von ihrem Geld bzw. von jedem eingezahlten Euro im Endeffekt auf Ihr Konto geht und was an die anderen Beteiligten fließt.

von
Hans Ileburger

Ich habe nicht viel Ahnung von der Materie, aber wenn ich das richtig sehe, muß man bei einer Betriebsrente viele Mäuler stopfen und hat nur wenig Vorteile.

Wenn ich von meinem Lohn einen Teil in die Betriebsrente anstelle in die gesetzliche Altersrente stecke, reduziere ich meine gesetzliche Altersrente.

Für die Betriebsrente zahle ich einmal volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, für meine gesetzliche Altersrente muß ich nur etwa die Hälfte an Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.

Ob da unter dem Strich noch was Positives rauskommt?

von
George G.

Ich denke, daß ein Aspekt für die jüngere Generationen von großer Bedeutung ist: Die erheblichen Mobilitätsanforderungen. Kaum jemand bleibt noch lebenslang bei einem AG, viele wechseln alle paar Jahre ihren AG.

Die haben dann viel Spaß bei der dauernden "Portierung" ihres bAV-Vertrages. Ich kenne 40-jährige, die haben schon drei stillgelegte Direktversicherungen.

Ich persönlich halte private Lösungen für deutlich robuster: Private Rentenversicherung, Riesterrente, oder freier Kapitalaufbau mit Fonds - am besten mit günstigen provisonsfreien Nettoprodukten.

Aber auch hier aufgepaßt, mit zu hohen Kostenbelastungen, die oft geschickt verpackt und verborgen sind, macht man auch die beste private Rentenversicherung völlig unrentabel.

von
Michl

Persönlich würde ich dieses nicht machen. Selber bin ich mit einer Direktversicherung aus den 70er Jahren und der Sokobau Rente auf die Nase gefallen, denn jetzt wo ich in Rente bin muss ich für die Direktversicherung 10 Jahre lang volle Beiträge auf die Direktversicherung und auf die Sokobaurente noch einmal volle Krankenversicherungsbeiträge bezahlen. Letztendlich habe ich dadurch so gut wie keine Vorteile und ich würde jedem nur abraten. Unsere Politiker sind für die private Vorsorge, aber der Bummerang kommt immer am Ende wenn sich die Gesetze wie im Jahre 2004 ändern. Da wird etwas im nachhinein zum Nachteil der Rentner entschieden! Meinen Kindern habe ich mittlerweile den Tipp gegeben nicht vozusorgen, denn sie werden ja sowieso an anderer Stelle wieder abgezockt. Ich frage mich für was ich 49 Jahre am Bau gebuckelt habe!

Experten-Antwort

Das Angebot sieht oberflächlich verlockend aus. Man "opfert" nur 10 EUR monatlich und bekommt eine lebenslange Rente von monatl. 212 EUR.
1) Im Beispiel liegt der Rechnung eine Zahlung von Eigenbeiträgen vor von 47 Jahren, also 564 Monaten zugrunde, d.h. 5640 EUR. Dazu gesellen sich die vom ArbGeb. getragenen 15 EUR, also nochmal 8460 EUR.
In der Summe kommen 14.100 EUR Einzahlung zusammen. Glauben Sie im Ernst, dass eine monatl. Rente dann 212 EUR beträgt?
2) Die Zinserträge wurden zudem mit unrealistischen 4% angegeben. Zum heutigen Zeitpunkt sehr fragwürdig.
3) Alles was über den ArbGeb geregelt wird heißt in der Auszahlungsphase "Betriebsrente". Damit ist die Rente in der KV beitragpflichtig. Da hier niemand den "ArbGeb-Anteil" übernimmt, wird der volle Beitragssatz in Anrechnung gebracht. Sie können überschlägig 15 - 17% vom Rentenbetrag abziehen.
4) Diese Rente unterliegt der vollen Besteuerung in der Auszahlungsphase.
5) In der Ansparphase ist Ihr Kapital nicht "Hartz4-sicher". D.h. sollten Sie mit 46 Jahren den Arbeitgeber verlieren und keinen Job mehr finden, landen Sie binnen weniger Monate im ALG2-Bezug. Hier müssten Sie diesen Sparvertrag wahrscheinlich verflüssigen. Ganz sicher dann, wenn bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen "Sozialgeld" gezahlt wird.
6) Das eigene Sparkapital soll durch Entgeltumwandlung zustande kommen. Das heißt die Entgelte für die gRV fallen entsprechend niedriger aus, womit auch ein niedrigerer Beitrag zur Rente fällig wird - daher die Rechnung mit Netto 8 EUR.
Was Sie hier also als Betriebsrente erhalten dürfte in der gRV weniger gezahlt werden. Ist das dann ein Geschäft?
7) Alle Betriebsrenten müssen "portabel" sein, ich muss sie also beim ArbGeb-wechsel mitnehmen können. In den meisten Fällen klappt das nicht so ohne Weiteres.
8) Die Kosten des Vertrages sind nicht erklärt worden. Fallen jeden Monat oder jährlich Gebühren an? Auch in der Auszahlungsphase? Welche Gebühren werden bei Vertragsänderungen fällig? Übernimmt der ArbGeb die Abschlussgebühren? Häufig bekommen Sie auf gezielte Anfragen nur schwammige Antworten. Gerade bei den Kosten werden gerne nur pauschal formulierte Antworten gegeben.
9) Was bekomme ich in 4 Jahrzehnten für 212 EUR? - Ein Brötchen??

Junge Leute könnten da eher einen Riester-geförderten Vertrag als private Rente - also nicht über den Arbeitgeber - abschließen. Die Zuschüsse kämen vom Staat, in der Ansparphase liegt "Hartz4-Sicherheit" vor, keine Kosten durch Wechsel/Änderungen weil diese beim ArbGeb-Wechsel nicht erforderlich sind, das Ansparen wird steuerlich gefördert, in der Auszahlung leider voll zu versteuern - aber keine (!) KV-Beiträge.
Dies empfehlen wir vor allem Frauen, die ggf. weitere Zulagen für Kinder erhalten. Auch das enthält die angebotene Betriebsrente nicht!
Früh anzufangen mit einer privaten Altervorsorge ist ansonsten ein deutlicher Vorteil. Die Eigenanteile und die Zinsgewinne wären günstiger verteilt. Müssen Sie in kürzerer Zeit sparen hieße das höhere Einzahlung bei weniger Zinsgewinn. Zuverlässige Rechnungen in die Zukunft würde ich gegenwärtig nur mit 1% vornehmen.
In unseren Beratungsstellen werden Riester-Förderung und alle allgem. Altersvorsorgespielregeln gerne erklärt. Nutzen Sie ggf. auch den Riesterrechner auf Ihre-Vorsorge.de um ein Musterbeispiel zu bekommen.

von
Fachmann

Zitiert von: Techniker

Das Angebot sieht oberflächlich verlockend aus. Man "opfert" nur 10 EUR monatlich und bekommt eine lebenslange Rente von monatl. 212 EUR.
1) Im Beispiel liegt der Rechnung eine Zahlung von Eigenbeiträgen vor von 47 Jahren, also 564 Monaten zugrunde, d.h. 5640 EUR. Dazu gesellen sich die vom ArbGeb. getragenen 15 EUR, also nochmal 8460 EUR.
In der Summe kommen 14.100 EUR Einzahlung zusammen. Glauben Sie im Ernst, dass eine monatl. Rente dann 212 EUR beträgt?
2) Die Zinserträge wurden zudem mit unrealistischen 4% angegeben. Zum heutigen Zeitpunkt sehr fragwürdig.
3) Alles was über den ArbGeb geregelt wird heißt in der Auszahlungsphase "Betriebsrente". Damit ist die Rente in der KV beitragpflichtig. Da hier niemand den "ArbGeb-Anteil" übernimmt, wird der volle Beitragssatz in Anrechnung gebracht. Sie können überschlägig 15 - 17% vom Rentenbetrag abziehen.
4) Diese Rente unterliegt der vollen Besteuerung in der Auszahlungsphase.
5) In der Ansparphase ist Ihr Kapital nicht "Hartz4-sicher". D.h. sollten Sie mit 46 Jahren den Arbeitgeber verlieren und keinen Job mehr finden, landen Sie binnen weniger Monate im ALG2-Bezug. Hier müssten Sie diesen Sparvertrag wahrscheinlich verflüssigen. Ganz sicher dann, wenn bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen "Sozialgeld" gezahlt wird.
6) Das eigene Sparkapital soll durch Entgeltumwandlung zustande kommen. Das heißt die Entgelte für die gRV fallen entsprechend niedriger aus, womit auch ein niedrigerer Beitrag zur Rente fällig wird - daher die Rechnung mit Netto 8 EUR.
Was Sie hier also als Betriebsrente erhalten dürfte in der gRV weniger gezahlt werden. Ist das dann ein Geschäft?
7) Alle Betriebsrenten müssen "portabel" sein, ich muss sie also beim ArbGeb-wechsel mitnehmen können. In den meisten Fällen klappt das nicht so ohne Weiteres.
8) Die Kosten des Vertrages sind nicht erklärt worden. Fallen jeden Monat oder jährlich Gebühren an? Auch in der Auszahlungsphase? Welche Gebühren werden bei Vertragsänderungen fällig? Übernimmt der ArbGeb die Abschlussgebühren? Häufig bekommen Sie auf gezielte Anfragen nur schwammige Antworten. Gerade bei den Kosten werden gerne nur pauschal formulierte Antworten gegeben.
9) Was bekomme ich in 4 Jahrzehnten für 212 EUR? - Ein Brötchen??

Junge Leute könnten da eher einen Riester-geförderten Vertrag als private Rente - also nicht über den Arbeitgeber - abschließen. Die Zuschüsse kämen vom Staat, in der Ansparphase liegt "Hartz4-Sicherheit" vor, keine Kosten durch Wechsel/Änderungen weil diese beim ArbGeb-Wechsel nicht erforderlich sind, das Ansparen wird steuerlich gefördert, in der Auszahlung leider voll zu versteuern - aber keine (!) KV-Beiträge.
Dies empfehlen wir vor allem Frauen, die ggf. weitere Zulagen für Kinder erhalten. Auch das enthält die angebotene Betriebsrente nicht!
Früh anzufangen mit einer privaten Altervorsorge ist ansonsten ein deutlicher Vorteil. Die Eigenanteile und die Zinsgewinne wären günstiger verteilt. Müssen Sie in kürzerer Zeit sparen hieße das höhere Einzahlung bei weniger Zinsgewinn. Zuverlässige Rechnungen in die Zukunft würde ich gegenwärtig nur mit 1% vornehmen.
In unseren Beratungsstellen werden Riester-Förderung und alle allgem. Altersvorsorgespielregeln gerne erklärt. Nutzen Sie ggf. auch den Riesterrechner auf Ihre-Vorsorge.de um ein Musterbeispiel zu bekommen.

Sehr geehrter Experte,
leider muss ich Sie hier korrigieren. In der Ansparphase ist auch das geförderte Vermögen vor Pfändung und Anrechnung auf Arbeitslosengeld II (sofern nicht über das Kapital verfügt wird) geschützt.
Es sei auch die Anmerkung gestattet, dass für die Entscheidung für die Riesterrente oder/und Betriebsrente das Alter des Versicherungsnehmers grundsätzlich unerheblich ist. Die gesetzliche Rentenversicherung sollte sich hier neutral verhalten und maximal relevante Entscheidungshilfen anführen.

Mit freundlichen Grüßen

von
Der Spezi

Wenn ich dieses Betriebsrenten-Angebot dieses Arbeitgebers lese, habe ich echt Zweifel an der Seriosität dieses Arbeitgebers überhaupt.

Da ich aber diesen Arbeitgeber ansonsten nicht kenne, kann ich hier keine Aussage treffen.

Experten-Antwort

@Fachmann:
Bei ausschließlich ALG II ist das sicherlich richtig, bei Sozialgeld sieht es halt anders aus.
Das Alter ist nicht ausschlaggebend dafür, ob ich lieber betriebl. oder privat Riestere oder andere Lösungen wähle - habe ich so auch nie behauptet.
Allgemein gilt aber für jeden Sparvertrag: Je länger die Dauer, desto höher der Zinsgewinn. Eine mathematische Grundsätzlichkeit. Den reinen "Sparrechner" haben wir leider nicht mehr in dieser Internetpräsenz. Sonst hätten Sie mal zwei Varianten rechnen können: a) bei einem festen Zinssatz zahle ich innerhalb von 20 Jahren monatlich 100 EUR ein b) bei identischem Zinssatz zahle ich für 10 Jahre monatlich 200 EUR ein. Der finanzielle Aufwand ist der gleiche. Fall a) wird in der Summe höher ausfallen.
Ergänzung: Habe gerade verstanden was Sie meinen:
Für Männer ist es wirklich egal ob Jüngere Riestern oder nicht - bei Frauen käme halt die mögliche Zulage für Kinder zur besondern Entfaltung, wenn noch Kinder zu erwarten sind, für durchaus bis zu 25 Jahre eine weitere Zulage anfällt. Dies wäre bei älteren Frauen ggf. nicht mehr so. Zu bedenken gäbe es allerdings schon, dass die Kinderzulage per Erklärung auch dem Vater der Kinder zukommen könnte. Um damit hätte man auch die jungen Männer wieder im Boot. - So war es gemeint.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.2015, 13:16 Uhr]

Experten-Antwort

@alle:
Ein junges Ehepaar, steuerlich gemeinsam veranlagt, erwartet Drillinge. Nehmen wir mal an die Kinder sind schlau und studieren und entwickeln analog dem Kindergeldrecht Zulagen in der Riesterrente der Eltern für 25 Jahre. Und genau solange wollen die Eltern Altersvorsorge betreiben. Die Summe der Zulagen wäre dann 2x 154 EUR + 3x 300 EUR jährlich. In der Summe wären das x25 = 30.200 EUR. Weiß jemand noch eine alternative nicht-Riester Sparversion, in der man über 30t EUR geschenkt bekommt?

von
Bierwanst

Ko i so a Betriebsrente a zum Teil in Weißbier kriagn, a wenn s koa Brauhaus net is? Oiso sagnma 110,00 Euro in Geld und 5 - 6 Kisten Weißbier?

von
E. Henze

Ich habe Sozialversicherungsrecht und anschließend Jura studiert. Wer privat vorsorgt über staatliche Produkte, sei es Riester, sei es Betriebsrente, seien es Lebensversicherungen etc. hat am Ende den schwarzen Peter.

Diese Produkte sind so schwierig zu verstehn und intransparent, dass manchmal selbst Fachleute nicht mehr durchsteigen.

Außerdem sind sie illiquide, man bindet sich tw. auf Jahrzehnte. Das magische Dreieck besagt zwar, dass illiquide wenig verzinste Anlageformen traditionell risikoarm sind.

Das ist aber nur dann der Fall, wenn es einen freien Markt gibt. Sobald der Staat eingreift, und das tut er dauernd, ist es vorbei mit sicher. Dann sind eher risikobehaftete Anlagen besser, da sie liquide sind und einen sofortigen Ausstieg ermöglichen.

Weiterhin lohnt es niemals, irgendwelche Steuersparprojekte anzufangen, die sind noch undurchschaubarer als der Rest und man begibt sich leicht auf eine strafbare Schiene.Besser: wer jemals BWL gehört hat: das Geld, welches ich heute bekomme/besitze ist mehr wert, als das, was ich eventuell in der Zukunft erhalte.

von
Nie mehr

Hier die Meinung eines Betroffenen:
Sehen Sie sich die 2004 erlassenen Gesetze und ihre Auswirkungen an.
Auf alle BAV-Verträge RÜCKWIRKEND volle Sozialabgaben für GKV-Mitglieder trotz von Anfang an selbst erbrachter Einzahlungen und bereits voll gezahlter GKV-Beiträge . D.h. zusätzliche Abgaben an die KV in beträchtlicher Höhe ( nebenbei: bei mir über € 5000 !!!)
Rückwirkende Änderung bereits laufender Verträge ist gleich Betrug, der Staat darf das.
Also: ME NEIN zu irgendwelchen Betriebsrenten, DV oder alle Arten von BAV.
Wer weiß was sich dieser Staat in den nächsten Jahren noch alles einfallen läßt, er wird noch viel Geld benötigen für alles Mögliche und wird es sich da holen wo es ist und wo naturgemäß der geringste Widerstand ist.
Bei den normalen Bürgern, Arbeitnehmern, Rentnern und Sparern.
DAHER: Nicht benötigtes Geld unters Kopfkissen, ins Ausland oder einfach ausgeben und gut leben!!!!